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Panda CNG <5 J. <45 Tkm: Rost an Flaschen, TÜV durchge

Verfasst: 15.07.2016 06:33
von pangor
Haben vor knapp fünf Jahren einen neuen Fiat Panda mit Erdgas gekauft und noch keine 45.000 km damit gefahren. Wollten diese Woche den TÜV machen und fielen wegen Rost an den Druckflaschen prompt durch. Die Werkstatt hat ein paar Fotos gemacht, an denen man punktförmige Roststellen mit ca. 1 cm Durchmesser sieht. Mich wundert das, da wir meist im Stadtgebiet unterwegs sind und die Flaschen aufgrund der Verkleidung gegen mögliche Steinschläge geschützt sind.

Kostenvoranschlag für neue Flaschen mit Montage ca. 4.200 EUR. Das bedeutet eigentlich einen wirtschaftlicher Totalschaden, wenn ich so die Gebrauchtmarktpreise anschaue. An Fiat wurde ein Kulanzantrag von der Werkstatt gestellt, man schauen, was da rauskommt.

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Verfasst: 15.07.2016 12:51
von Bassmann
Erstmal willkommen hier im Forum.

Wenn ich das richtig sehe, bist Du der erste Fiateigner, der von "Rost an Buddeln" betroffen ist. Wenn bei den Pandas irgendwelche Probleme auftraten, betraf das meist das Flaschenventil an der quer liegenden Buddel.

Halte uns bitte auf dem Laufenden, wie Fiat mit diesem Problem umgeht.

MfG Bassmann

Verfasst: 21.07.2016 02:39
von Bassmann
Zuschrift aus dem weiten, weiten Web:
wenn von Fiat D nix kommt, nach Italien zum Flaschentausch fahren.
Dann hier ne GAP-Werkstatt suchen, die Italo-Buddeln abnimmt und gut ist.
Einfach nur eine -ernst zu nehmende- Meinung. Für mich hat das das Prädikat "Nachahmenswert!".

Die deutschen Institutionen sollten sich da mal eine bis drei oder gar vier Scheiben abschneiden.

MfG Bassmann

Re: Panda CNG <5 J. <45 Tkm: Rost an Flaschen, TÜV dur

Verfasst: 22.07.2016 08:34
von anacronataff
pangor hat geschrieben:(...)An Fiat wurde ein Kulanzantrag von der Werkstatt gestellt, man schauen, was da rauskommt. (...)
Das ist in der Tat sehr interessant, wie FIAT hier reagiert. Bitte berichte.

Fiat-Kulanz nur 20%

Verfasst: 08.08.2016 18:47
von pangor
Nachdem ich drei Wochen nichts gehört habe, ging von mir letzte Woche ein Brief an Fiat Deutschland raus.
Heute hat mich nun die Werkstatt angerufen, dass Fiat bereit wäre 20% der 4.200 EUR als Kulanz für neue Flaschen zu übernehmen. Das ist wie ein schlechter Witz.
Nun muss ich doch schauen, ob ich neue Flaschen in Italien kriege und vielleicht auch gleich dort noch den Panda verkaufen kann. :cry:

Verfasst: 09.08.2016 19:20
von Urs
Bassmann hat geschrieben: Einfach nur eine -ernst zu nehmende- Meinung. Für mich hat das das Prädikat "Nachahmenswert!".

Die deutschen Institutionen sollten sich da mal eine bis drei oder gar vier Scheiben abschneiden.
Wenn die Info aus dem Multipla-Forum stimmt, dann gab es seinerzeit auch hierzulande von Fiat das Bestreben, das hier einzuführen, was aber seitens der Politik(?) abgelehnt wurde. In Italien soll das wohl so laufen, dass beim Tanken ein paar Cent Abgabe in diesen Topf fließen, auf den man dann im Falles des fälligen Flaschentausches zugreift. Also zahlt es in Italien der CNG-Fahrer letzten Endes auch selbst, nur eben häppchenweise und somit weniger schmerzhaft ;-)
.... und der Deutsche, der mit seinem CNG-Auto dort Urlaub macht, trägt sein Schärflein dazu bei - nolens volens ;-)

Verfasst: 09.08.2016 21:49
von ZafiraCNG
Bassmann hat geschrieben: Wenn ich das richtig sehe, bist Du der erste Fiateigner, der von "Rost an Buddeln" betroffen ist.
Im Nachbarforum waren schon mehr Fiats betroffen. Beim alten Panda waren die Tanks auch nicht unterflur verbaut, oder irre ich mich? 5 Jahre und schon fastTotalschaden wegen Rost - das ist ja fast VW Niveau... So viel zum Mythos, Fiats Stahlflaschen rosten nicht... Ich würde eine der Werkstätten fragen, ob die Flaschen nachlackiert werden können. Kostete bei Opelfahrzeugen um 400 €

Gasflaschen transportieren im Kofferraum?

Verfasst: 10.08.2016 19:36
von pangor
Ein einfaches Nachlackieren erlaubt der TÜV-Mann leider nicht.

Meine Werkstatt hat eine Firma im Allgäu ausfindig gemacht, bei denen man die Stahlflaschen wohl begutachten kann und eventuell reparieren mit anschließender Druckprüfung. So weit so gut, das Dumme ist, dass ich nicht mit dem Fahrzeug dort hinfahren kann, da die nur ausgebaute Flaschen wollen.

Mein Plan war nun, dass die Werkstatt mir die Flaschen ausbaut, sind eh leergefahren (klar: kleiner Restdruck ist noch drinnen) und ich die mit einem anderen Fahrzeug ins Allgäu hin- und zurück fahre. Ist natürlich nicht erlaubt, man benötigt eine Spedition als Gefahrgut-Transport mit geschultem Fahrer. Jetzt schaut gerade die Werkstatt, was das alles von München ins Allgäu und zurück kosten würde. Von der Energiemenge her hätte man bestimmt weniger an Bord als mit einem Benzin-Reservekanister.

Verfasst: 10.08.2016 20:32
von Trelo
Ausbauen lassen, Ventile ab. Und wenn die Flaschen wie Tauchflasen abgedrückt werden, müssen die eh ab.
Dann ist da nix mit Gefahrgut beim Transport!

Verfasst: 10.08.2016 21:07
von Bassmann
Trelo hat geschrieben:Ventile ab
Ja, hübsch gesagt, aber das macht auch keiner mal eben mit der Rohrzange. Bei meinem Leib- und Magen-Umrüster gibts dafür extra Passstücke mit Zoll-Knarren-Anschluss. Und die Knarre hat eine gefühlte Länge von 1,20m...

BTW: Wenn man es denn geschafft haben sollte, könnte eine Spülung mit Stickstoff die letzten Reste brennbaren Gases verdrängen.

MfG Bassmann

Re: Gasflaschen transportieren im Kofferraum?

Verfasst: 13.08.2016 18:37
von ZafiraCNG
pangor hat geschrieben:Ein einfaches Nachlackieren erlaubt der TÜV-Mann leider nicht.Meine Werkstatt hat eine Firma im Allgäu ausfindig gemacht, bei denen man die Stahlflaschen wohl begutachten kann und eventuell reparieren mit anschließender Druckprüfung.
So wie ich das verstanden habe, wurden die Flaschen sandgestrahlt und neulackiert. Geht aber nur bei oberflächlichem Rost. Wurde vom Tüv angenommen. Es gibt in Deutschland mehrere Firmen, die das machen und mit Fotodokumentation dann auch die TÜV Abnahme bekommen. Falls Allgäu dir zu weit ist, es gibt noch andere Firmen. Ich glaube auch, dass dort die Flaschen ausgebaut wurden.

In Calw gibt es eine Firma.
http://www.gibgas-forum.de/read.php?23,81403,page=4

Verfasst: 14.08.2016 17:22
von MiniDisc
Vielleicht sollten wir für solche Firmen eine Datenbank erstellen. So richtig mit fachkundigem Ansprechpartner usw. Ich zahle lieber 400€ für eine ordenlich lakierte Flasche als 1000€ für eine Neue welche nach max. 3 Jahren wieder rostig ist !

Verfasst: 14.08.2016 21:39
von Bassmann
Anständig lackieren sollte jeder gelernte Lackierer können, incl. Vorbereitung der Buddel und Entfettung etc.
Mir wäre es wichtig, dass die Buddel danach druckgeprüft wird. Mit frischem Stempel weiß man, ob die Rostlöcher zu tief waren...

MfG Bassmann

Flaschentausch Italien

Verfasst: 24.08.2016 17:17
von Aussiefoal
Hallo zusammen,

danke eines Tipps hier im Forum, habe ich bei meinem Doblo Cargo Bj 2004, 2014 in Südtirol die Gasflaschen getauscht und alle Leitungen neu machen lassen. Jetzt steht wieder die HU an und der Typ der in meiner Stammwerkstatt die HUs macht (GÜS?) wollte/konnte keine GAP machen. Also zum TÜV und der guckt auf den Kopf der Flaschen (Rest ist ja unter dem Schutzblech), sieht leichte Rostspuren und lehnt die Prüfung ab. "Neue Tanks, sonst keine GAP." WTF habe ich nur gedacht die sind 2 Jahre alt, gehe ich halt woanders hin. Aber alle (drei) die ich bisher gefargt habe, sagten, dass sie die GAP nicht durchführen könnten, da diese Bescheinigung aus Italien nicht ausreicht. Händler Südtirol nicht erreichbar (hoffentlich nur Urlaub). Jetzt stehe ich da. Habe jetzt stundenlang das Internet gewälzt, aber nichts Brauchbares gefunden. Jetzt kommt Ihr ;). Einer 'ne Idee?
Herzlichen Dank schonmal
Grüße

Verfasst: 24.08.2016 20:20
von Bassmann
@Aussiefoal:
Welche italienische Bescheinigung soll das sein? Wenn es eine Einbaubestätigung für die neuen Flaschen ist, dann sollte die -mit deutscher Übersetzung durch amtl. anerk. Dolmetscher- für die Eintragung der neuen Buddeln nebst Austragung der alten Buddeln aus den Papieren reichen. Schließlich gilt in der EU, dass man Dienstleistungen über die Grenzen hinweg beauftragen kann. Notfalls lass eine Änderungsabnahme machen durch einen amtl. anerk. Sachverständigen/Prüfingenieur, TÜV, Dekra, etc. wer auch immer berechtigt ist, Feststellungen zu Umbauten zu dokumentieren. Das ist dann der Teil mit der Betriebserlaubnis, die Deinem Auto aktuell vermutlich fehlt.

Eine HU nebst GWP ersetzt das aber nicht. Und letztere geht eben nur mit eingetragenen Buddeln, die zudem rostfrei sind. Was "rostfrei" heißt, kann allerdings von Prüfer zu Prüfer unterschiedlich streng gehandhabt werden. Rost von einer Gammelschraube über der Buddel darf z.B. nicht zur Verweigerung der Plakette führen. Und manche kleinen Rostpickel halten sich jahrelang ohne sich zu vergrößern.

MfG Bassmann