Netzausbau-Infrastrukturkosten für E-Mobilität

Allgemeines zum Thema Erdgasfahrzeuge was nicht in die anderen Rubriken passt.

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supercruise
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Netzausbau-Infrastrukturkosten für E-Mobilität

Beitrag von supercruise » 10.02.2019 22:08

Laut Spiegel sollen es 11 Milliarden € sein.
http://www.spiegel.de/wissenschaft/tech ... -box-pager

In einem Bericht vom ZDF werden von 30 Milliarden € gesprochen.
https://www.youtube.com/watch?v=585lI7yp1_U

Wie gut das es eine Alternative gibt, die CNG heisst. 3.000 zusätzliche Tankstellen würden "nur" 750 Millionen € kostet, sodass rund jede 4 Tankstelle CNG hätte. Also im Umkreis von 5-10km.

Wenn man dann eine CNG Quote von 10% bei den Fahrzeugherstellern durchsetzen würde...

Wie sieht es denn aus, ist zu den 1000 geplanten CNG-Tankstellen getwas durchgesickert?

Robert
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Re: Netzausbau-Infrastrukturkosten für E-Mobilität

Beitrag von Robert » 11.02.2019 14:35

supercruise hat geschrieben:
10.02.2019 22:08
Wie gut das es eine Alternative gibt, die CNG heisst.
CNG ist keine echte Alternative. Selbst ein EcoUp haut zu viel CO2 für die Vorgaben von 2030 raus. Mit dem heutigen Regelwerk sind die Vorgaben nur mit Elektro und/oder Plug-In Hybrid zu schaffen.
supercruise hat geschrieben:
10.02.2019 22:08
Wie sieht es denn aus, ist zu den 1000 geplanten CNG-Tankstellen getwas durchgesickert?
Ohne weitere Autos wird es keine weiteren Tankstellen geben. So einfach ist das. Und ist der Bestand letztes Jahr signifikant gewachsen?

Gastra
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Re: Netzausbau-Infrastrukturkosten für E-Mobilität

Beitrag von Gastra » 11.02.2019 15:56

Es gibt nicht nur Schwarz oder weiß. Ein CNG Lupo liegt weniger weit über den Grenzwerten als ein Benzin Lupo, daher reicht ein kleinerer Anteil von E-Fahrzeugen um die zu kompensieren, es ist ja nicht so, als dass alle Fahrzeuge unterhalb der Schwelle liegen müssen. Ein Mildhybrid CNG Lupo liegt noch ein ganzes Stück tiefer.

Man wird versichen im Luxussegment so viele E-Fahrzeuge wie möcglich zu verkaufen, um bei den kostensensitiven Stadtfahrzeugen beim Verbrenner bleiben zu können :angel:

ZT_CBG
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Re: Netzausbau-Infrastrukturkosten für E-Mobilität

Beitrag von ZT_CBG » 11.02.2019 17:09

Robert hat geschrieben:
11.02.2019 14:35
CNG ist keine echte Alternative. Selbst ein EcoUp haut zu viel CO2 für die Vorgaben von 2030 raus. Mit dem heutigen Regelwerk sind die Vorgaben nur mit Elektro und/oder Plug-In Hybrid zu schaffen.
e-Up! WTW: 77g/km https://www.adac.de/_ext/itr/tests/Auto ... W_e_up.pdf
Up! CNG WTW: 85g/km https://www.adac.de/_ext/itr/tests/auto ... etrieb.pdf

Es ist an der Zeit das Regelwerk zu ändern!!! CNG ist die Alternative, ausser für die, die im Winter eine Reichweite von ca. 50km bei sportlicher Fahrweise anstreben?
https://efahrer.chip.de/reichweitenrechner
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Robert
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Re: Netzausbau-Infrastrukturkosten für E-Mobilität

Beitrag von Robert » 11.02.2019 20:39

Gastra hat geschrieben:
11.02.2019 15:56
Ein Mildhybrid CNG Lupo liegt noch ein ganzes Stück tiefer.
Schon mal so einen gesehen? Ich sehe die ungefähr so oft wie Meerjungfrauen und Einhörner ;).
Gastra hat geschrieben:
11.02.2019 15:56
Man wird versichen im Luxussegment so viele E-Fahrzeuge wie möcglich zu verkaufen, um bei den kostensensitiven Stadtfahrzeugen beim Verbrenner bleiben zu können :angel:
Verabschiede dich von der Idee, dass das Luxussegment das Brot-und-Butter Segment da quer finanziert. Das wird nicht passieren.
ZT_CBG hat geschrieben:
11.02.2019 17:09
e-Up! WTW: 77g/km
Falsch! Der E-Up liegt bei 0gCO2/km laut aktuellem Regelwerk. Find ich auch nicht richtig, ist aber so! Und auch du verabschiede dich von dem Gedanken, dass das noch irgendwer ändern wird.
Die Politik ist total schwachsinnig aktuell. Das fängt bei den NOx Geschichten an (wo gerne die Beifall klatschen, die nicht betroffen sind) und geht bei den CO2 Nummern weiter (die die selben dann auf einmal doof finden). Aber so ist das, wenn man Unsinn gut findet und sich ausspielen lässt.

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Re: Netzausbau-Infrastrukturkosten für E-Mobilität

Beitrag von Gastra » 11.02.2019 21:21

Wenn alle Autos demnächst Mildhybride werden, dann wird das auch auf CNG zutreffen, dafür wird man kein 2. Extrafass nur für das Extrafass CNG aufmachen...

Es geht nicht umm Querfinanzieren sondern um (politisch willkürliche) CO2 Kriterien, dabei geht es darum einen Mittelwert zu treffen. Auch ohne Querfinanzierung ermöglicht der Verkaug von E-Fahrzeugen in der Oberklasse (die werden heute übrigends durch die Verbrener querfinanziert) einen Verkauf von verbrennungsmotorisch angetriebenen Fahrzeugen im unteren Segment. Möglicherweise rechnet sich CNG sogar für die Hersteller, da man deutlich mehr CNG Fahrzeuge verkaufen darf als Benziner.

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Re: Netzausbau-Infrastrukturkosten für E-Mobilität

Beitrag von Robert » 11.02.2019 21:54

Gastra hat geschrieben:
11.02.2019 21:21
Wenn alle Autos demnächst Mildhybride werden, dann wird das auch auf CNG zutreffen, dafür wird man kein 2. Extrafass nur für das Extrafass CNG aufmachen...
Und was hat das jetzt mit einem Lupo zu tun, den es seit über einem Jahrzehnt nicht mehr gibt und als CNG noch nie gab?
Gastra hat geschrieben:
11.02.2019 21:21
Möglicherweise rechnet sich CNG sogar für die Hersteller, da man deutlich mehr CNG Fahrzeuge verkaufen darf als Benziner.
Möglicherweise ... ja, ganz genau. Vielleicht, wahrscheinlich aber auch nicht.Viel Aufwand für wenige Gramm CO2-Ersparnis. Ich denke eher, dass dieser Entwicklungsschritt einfach übersprungen wird. CNG war etwas vor 10 Jahren, heute ist das nichts mehr.

Das Bittere an der heutigen Entwicklung ist, dass Kleinwagen politisch tot gemacht werden, vielen Dank an Brüssel für diesen Bärendienst an der Umwelt.

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Re: Netzausbau-Infrastrukturkosten für E-Mobilität

Beitrag von Gastra » 11.02.2019 22:07

ich hab hier den Lupo mit dem Up verwechselt...

In einem gebe ich Dir recht, die Zukunft kann niemand vorhersehen....

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Re: Netzausbau-Infrastrukturkosten für E-Mobilität

Beitrag von ZT_CBG » 12.02.2019 00:09

Robert hat geschrieben:
11.02.2019 20:39
Und auch du verabschiede dich von dem Gedanken, dass das noch irgendwer ändern wird.
Es gibt da noch ein paar Ereignisse, die ins evtl. bald ins Haus stehen und mich hoffen lassen, dass sich da was tut: Teslapleite, Blackouts, Rezession
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Re: Netzausbau-Infrastrukturkosten für E-Mobilität

Beitrag von Robert » 12.02.2019 15:02

Gastra hat geschrieben:
11.02.2019 22:07
ich hab hier den Lupo mit dem Up verwechselt...
Und da steht wohl stark zur Diskussion bei VW, ob es überhaupt einen Nachfolger geben wird. Grund: Teure Spritspartechniken (z.B. Mildhybrid) machen den Up einfach zu teuer.

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Re: Netzausbau-Infrastrukturkosten für E-Mobilität

Beitrag von Gastra » 12.02.2019 15:20

wie gesagt, ich bilde mir nicht ein in die Zukunft sehen zu können, aber ich prophezeie, dass es weiterhin eine Nachfrage nach preiswerten Autos geben wird. CNG ermöglicht 25 % weniger CO2, das ist mehr als mit Mildhybrid möglich ist bei sicherlich geringeren Kosten, dafür gibt es Nachteile bezüglich der Akzeptanz. Volkswagen und auch Audi hatten beim Aachener Motorenkolloquium ausdrücklich auch CNG im Portfolio berücksichtigt, aber so wie das das Personal rotiert und die Strategien ständig wechseln, verweise ich auf den Begin meines Postings...

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Re: Netzausbau-Infrastrukturkosten für E-Mobilität

Beitrag von Robert » 12.02.2019 15:35

Gastra hat geschrieben:
12.02.2019 15:20
aber ich prophezeie, dass es weiterhin eine Nachfrage nach preiswerten Autos geben wird.
Da bin ich voll bei dir. Der Grund liegt ja auch nicht in der geringen Nachfrage, sondern darin, dass die CO2-Ziele keine preiswerten Autos mehr zulassen. Man muss (teure) Technik verbauen, CNG ist da eine, aber auch die kostet ja richtig Geld (hat meinen Up 20% teurer gemacht).

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Re: Netzausbau-Infrastrukturkosten für E-Mobilität

Beitrag von Gastra » 12.02.2019 19:29

das stimmt so nicht, die Grenzwerte gelten wie gesagt als Mittelwert, man kann auch einen Bugatti mit 1001 PS nach wie vor noch verkaufen, nur nicht sehr viele davon. Bei ausreichend hohem Elektroautoanteil kann man sich auch einige einfache Fahrzeuge mit Verbrennungsmotor leisten. Wenn man die mit CNG ausrüstet und dabei ddie Abweichung zum CO2 Grenzwert halbiert wird (also nicht die Emissionen, sondern die Differenz zum Mittelwert), kann man doppelt so viele Fahrzeuge mit Verbrenungsmotor verkaufen.

Robert
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Re: Netzausbau-Infrastrukturkosten für E-Mobilität

Beitrag von Robert » 12.02.2019 20:42

Gastra hat geschrieben:
12.02.2019 19:29
Bei ausreichend hohem Elektroautoanteil kann man sich auch einige einfache Fahrzeuge mit Verbrennungsmotor leisten.
Nur warum sollte man das tun?
An den Karren, wie Up und Co. ist heute schon praktisch nichts verdient. Anders als beim Bugatti, den verkauft man für eine Million, da lohnt es auch quer zu finanzieren.

Autobauern geht es am Ende nicht darum Autos zu verkaufen, sondern Geld zu verdienen. Dass Autos verkaufen irgendwie dazu gehört ist klar, aber das ist eben kein Selbstzweck.

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Re: Netzausbau-Infrastrukturkosten für E-Mobilität

Beitrag von bljack » 13.02.2019 07:25

Robert hat geschrieben:
12.02.2019 20:42
Gastra hat geschrieben:
12.02.2019 19:29
Bei ausreichend hohem Elektroautoanteil kann man sich auch einige einfache Fahrzeuge mit Verbrennungsmotor leisten.
Nur warum sollte man das tun?
An den Karren, wie Up und Co. ist heute schon praktisch nichts verdient. Anders als beim Bugatti, den verkauft man für eine Million, da lohnt es auch quer zu finanzieren.
[...]
Jeder Bugatti, der die Manufaktur verlässt, ist ein Minusgeschäft, bestenfalls läuft es auf eine knappe schwarze Null raus. Rein wirtschaftlich kann man den sicherlich schönrechnen, wenn man einen Teil davon als Werbung für den restlichen Konzern betrachten will, aber die paar verkauften Bugatti (ist auf 500 limitiert), finanzieren die Entwicklung dieses Autos nicht.
Meistens mit meinem ecoup und manchmal mit ihrem Leon ST TGI unterwegs.

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