Gutachten zu Duderstadt

Allgemeines zum Thema Erdgasfahrzeuge was nicht in die anderen Rubriken passt.

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Ruhrpott-Combo
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Gutachten zu Duderstadt

Beitrag von Ruhrpott-Combo » 22.11.2016 12:50

Die Nachricht bei Spiegel online ist noch keine Stunde alt:

"Ein Gutachten habe ergeben, dass der verrostete Erdgasbehälter des VW Touran dem Druck bei der Betankung nicht standgehalten habe, sagte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft Göttingen am Dienstag. Der Wagen war Mitte September an einer Aral-Tankstelle im südniedersächsischen Duderstadt explodiert."

http://www.spiegel.de/auto/aktuell/erdg ... 22512.html

Nix Neues.
Aber eben auch die Bestätigung des Erwarteten.

MfG Ruhrpott-Combo

Ruhrpott-Combo
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Beitrag von Ruhrpott-Combo » 22.11.2016 13:02

Und auch schon gestern Abend als Filmbeitrag bei SAT1:

http://www.sat1regional.de/aktuell/arti ... 19719.html

Mit Ablauf einer Betankung im Vorbeigehen...

Schwalbe
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Beitrag von Schwalbe » 22.11.2016 18:30

Ich bin der Meinung, dass auch nach Verantwortlichen bei der letzten TÜV-bzw. GAP-Prüfung gesucht werden sollte. Wenn die die Sichtprüfung wie vorgeschrieben durchgeführt hätten, wäre es so weit gar nicht gekommen.

(Und ich hätte damals bei meinem Astra CNG evtl. noch Chancen auf Gasflaschentausch auf Kulanz gehabt, wenn dies zwei Jahre früher aufgefallen wäre...)

MfG, Schwalbe

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bljack
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Beitrag von bljack » 23.11.2016 10:50

Und in fast allen Artikeln wird eine Zeitung zitiert, die von ausgetretenem Gas mit anschließender Verpuffung schreibt... :rolleyes:
Meistens mit meinem ecoup und manchmal mit ihrem Leon ST TGI unterwegs.

VW ecoup: Spritmonitor & Forum
Seat Leon ST TGI: Spritmonitor & Forum

DerShaker
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Beitrag von DerShaker » 23.11.2016 11:01

Hallo.

Wenn man die Großaufnahme der Flasche gesehen hat (gestern SPON) - dann wundert das auch nicht.
Das Teil sah komplett vergammelt aus - Puh.
Ich bin der Meinung, dass auch nach Verantwortlichen bei der letzten TÜV-bzw. GAP-Prüfung gesucht werden sollte. Wenn die die Sichtprüfung wie vorgeschrieben durchgeführt hätten, wäre es so weit gar nicht gekommen.

(Und ich hätte damals bei meinem Astra CNG evtl. noch Chancen auf Gasflaschentausch auf Kulanz gehabt, wenn dies zwei Jahre früher aufgefallen wäre...)

MfG, Schwalbe
Exakt - so sehe ich das auch.

Es gab diverse Meldungen, von denen ich nicht weiß was stimmt.
Z.B. dass der Fahrer die Umrüstung im Autohaus abgelehnt hatte, weil er einen fehlenden Kunststoffschutz selbst hätte bezahlen müssen etc. etc.

ABER: der Tank war schon vor 2 Jahren auffällig und jeder Blinde hätte den Rostbefall sehen MÜSSEN. -> keine Betriebserlaubnis -> kein weiteres Rumfahren -> keine vermeintliche Ignorierung der angeordneten Umüstung -> kein AUA beim Fahrer.

Naja, ich bin sehr PRO-CNG - aber diese PR ist meines Erachtens ein entscheidener Todesstoß für CNG. Zusammen mit der Erkenntis öffentlicher Stellen, dass knapp 900 Tankstellen ein super Netz sind. Und die Leichenstarre im Ausschuss für die CNG-Steuerermäßigung.

Gruß
Shaker
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Durchschnittsverbrauch: 4,0kg H-Gas / 100km
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Roncalli2012
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Beitrag von Roncalli2012 » 30.11.2016 13:34

Und was ist mit dem KBA?

Das KBA hätte das Fahrzeug in die Betriebsuntersagung überführen müssen. :eek:

Ich habe daher mal vorsorglich Stranzeige gegen den Präsidenten des KBA erstattet, damit die Staatsanwaltschaft das nicht vergisst.
Seit 2000 mit umgerüstetem Opel Vectra unterwegs. In 12 Jahren und 450.000 km keinen Ausfall der CNG-Anlage.
Seit 06/2012 Caddy Ecofuel.
03/2017: 2 neue Flaschen und GDR auf Kulanz. :eek:

Roncalli2012
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Beitrag von Roncalli2012 » 17.09.2017 18:46

Schwalbe hat geschrieben:Ich bin der Meinung, dass auch nach Verantwortlichen bei der letzten TÜV-bzw. GAP-Prüfung gesucht werden sollte.
Es ist zwar schon 1 Jahr her, aber es wird anscheinend gegen den Prüfer ermittelt.
Ich habe nämlich ein Schreiben von seinem Rechtsanwalt bekommen, dem meine Strafanzeige gegen den Präsidenten des KBA vorliegt.
Wie verdammt nochmal kommt meine Strafanzeige zu diesem Rechtsanwalt??? Es handelt sich hier um eine Strafanzeige und nicht um ein "Flugblatt"

Roncalli 2012

Ich bin ab morgen mit meinem Caddy im Urlaub...
nach meinem Urlaub werde ich weiter berichten...
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Bassmann
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Beitrag von Bassmann » 17.09.2017 20:02

Roncalli2012 hat geschrieben:... Wie verdammt nochmal kommt meine Strafanzeige zu diesem Rechtsanwalt??? ...
Akteneinsicht in die Ermittlungsakte der StA.

MfG Bassmann
17 Zylinder, 4,85 Liter Hubraum, aber verteilt auf 2 Autos und 3 Motorräder:
Golf4 Kombi 1.6l autom. mit CNG-Nachrüstung, ca. 10€/100km
Polo4 9N3 united 1.4l 5-Gang mit CNG-Nachrüstung, ca. 8€/100km
(jeweils incl. Luxusbrühe)
Motorräder: 644ccm Suzuki Freewind (Eintopf), 600ccm Yamaha Fazer 35kW, 600ccm Yamaha Fazer ABS 72kW
Wenn ein einziger Baum umfällt, macht das mehr Lärm, als wenn ein ganzer Wald wächst.

gato311
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Beitrag von gato311 » 22.05.2018 12:48

http://bfg-ev.com/urteil-lm-zweifel-fue ... geklagten/

Laut dem Bericht, der sich auf den der StA beruft, soll jetzt die vordere Tankverkleidung nicht defekt gewesen sein sondern ganz gefehlt haben, was dazu geführt habe, dass der Tank seit dem letzten TÜV so im Zeitraffer weggerostet sei.

Finde die Argumentation semischlüssig. Als ob die Abdeckung den riesen Unterschied mache würde.

Der Fehler im System bleibt, dass sich trotz der vorherigen Unfälle niemand bei der HU für den Zustand der Tank interessiert hat (auch mangels Hinweisen von VW).

Der Hersteller bzw. dessen Werkstatt kann (wenn er nicht Tesla heisst) ohne Hilfe des KBA Dir auch das Auto nicht stillegen. Und das ist auch gut so.

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Gulbenkian
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Beitrag von Gulbenkian » 22.05.2018 13:30

gato311 hat geschrieben:Der Hersteller bzw. dessen Werkstatt kann (wenn er nicht Tesla heisst) ohne Hilfe des KBA Dir auch das Auto nicht stillegen. Und das ist auch gut so.
Nö, das können sie nicht, aber sie hätten dem Touran vor Duderstadt die betroffenen Tanks zudrehen können. Der geborstene Tank muss 1 Monat vor dem Unfall ja schon in einem mehr als grenzwertigen Zustand gewesen sein.

Dass der Tank aufgrund der fehlenden Abdeckung innerhalb eines Jahres so stark rostet, dass er barst, ist nicht glaubwürdig. Vor allem ist ja unklar, wann die Abdeckung entfernt wurde.
Golf IV BiFuel '06
Touran 2.0 Ecofuel

gato311
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Beitrag von gato311 » 22.05.2018 13:37

Ventile zudrehen geht. Könnte der Fahrer aber auch wieder aufdrehen.

Ich denke, es behauptet in dem Bericht auch keiner, dass die Tanks in einem Jahr von 0 Rost so stark gerostet sind.
Es wird ja eingeräumt, dass bei der HU nicht unter die da noch vorhandene Abdeckung geschaut wurde, weil man halt keine Veranlassung dazu sah.

Tobi82x
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Beitrag von Tobi82x » 25.05.2018 04:16

Ist das nicht auch 2015 schon Pflicht gewesen, die Abdeckung für die Gasanlagenprüfung abzunehmen?
So einfach kann sich der TÜV da nicht rausreden.
War aktuell mit dem UP beim TÜV: Abdeckungen müssen ab, sonst können die das nicht machen.

Kurios dabei: Der UP war 2017 bei ner freien Werkstatt zum Service. Laut VW Wartungsplan, woher der den auch immer hat, war angeblich eine Prüfung der Gasanlage Bestandteil der Wartung. Die wurde, zumindest laut Rechnung, auch durchgeführt. Nur leider kann der Betrieb mir keinen Zettel über eine erfolgte Gasanlagenprüfung vorlegen, da er nicht die notwendige Qualifikation dafür hat.
Fazit: Wir mussten das doppelt bezahlen.

Für mich hat sich dann die Frage gestellt, wie er dann die Gasanlagenprüfung nach VW-Vorgaben machen kann, nach Vorgaben des Kfz-Handwerks (für die offizielle Bescheinigung) aber nicht?

Wäre es mein Auto, hätte ich da schon längst gemeckert. Meine Eltern sehen das entspannter. Die Werkstatt muss ja auch von was leben.

gato311
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Beitrag von gato311 » 25.05.2018 08:00

Diese ganze Abnehmerei der Abdeckungen hat sich meines Wissens erst nach Duderstadt durchgesetzt.

Tobi82x
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Beitrag von Tobi82x » 25.05.2018 08:08

Ich weiß aber, dass ich mir damals schon Gedanken um das Abnehmen der Abdeckungen im Rahmen der GAP gemacht habe, es dann aber doch nicht machen musste, da aufgrund eines Defekts am Rückschlagventil die Gasanlage in einer Werkstatt vorher schon geprüft wurde und ich nen Zettel bekommen habe.

Kann vielleicht sein, dass das vorher noch stark vom Prüfer abhängig war und die Prüfprozedur eine andere war.

gato311
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Beitrag von gato311 » 25.05.2018 08:19

Es gab ja wohl durchaus Prüfer, die das sehen wollten.
Ich habe noch nie eine Abdeckung zur HU bisher abnehmen müssen.

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