DIESEL 4.0

Allgemeines zum Thema Erdgasfahrzeuge was nicht in die anderen Rubriken passt.

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m999
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DIESEL 4.0

Beitrag von m999 » 25.04.2018 14:14


supercruise
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Beitrag von supercruise » 25.04.2018 20:47

Bosch, erst die staatlichen Subventionen für das Projekt "CNG-Direkteinblasung" kassieren und dann diese Lösung nicht zur Serienreife bringen. Bosch ist maßgeblich am Abgasbetrug beteiligt und hält an einer Sackgassentechnologie (Diesel) fest. Das sind mir die liebsten.

Werft mal ein Blick in das Forum "Technische Neuerungen". Es geht so einiges beim Otto-Motor. Den Diesel brucht man nicht mehr.

Selbst Kreuzfahrtschiffe und 40 Tonner fahren real mit LNG, das ist keine Zukunftsversion. CNG und LNG haben nur ein Infrastrukturproblem. Und dort wo CNG nicht geht, regelt es eben der Otto-Hybrid, der wirtschaftlich und umwelttechnisch besser als der Diesel ist.

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SiggyV70
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Beitrag von SiggyV70 » 26.04.2018 06:23

Wird in USA schon eingesetzt, kostet nicht mehr als bisherige Lösungen. Erfüllt wesentlich mehr als die gesetzlichen Grenzwerte. Und warum nicht schon lange in D Fahrzeugen drin? Wer soll das denn noch glauben Bosch?
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dridders
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Beitrag von dridders » 26.04.2018 07:17

Wer hats in den USA denn entwickelt? DIe USA sind im Bereich Diesel jetzt ja eigentlich nicht als die führende Nation bekannt... um nicht zu sagen es gibt doch nahezu keine Ami-Diesel, oder täusche ich mich? Wenn dann hauptsächlich im Bereich Nutzfahrzeuge.

Den Kat näher an den Motor zu packen wird aber sicher nicht der Hauptteil der Lösung sein. Das reduziert zwar die Dauer ab Kaltstart, aber ist wohl nur für einen kleinen Teil der Emissionen im Fahrzeugleben verantwortlich. Somit also wohl eher eine Software-Geschichte... und damit nachrüstbar wenn man wollte.

Thema "staatliche Subventionen": es ist wohl eher peinlich für den Subventionsgeber wenn er einfach mal Geld rauswirft ohne irgendwelche Bedingungen daran zu knüpfen. Warum wurde die Subvention nicht nur dann gewährt wenn alle Erkenntnisse die daraus entstehen öffentlich sein müssen? Dann kann jede beliebige Firma das Wissen nutzen und weiter entwickeln, statt das man staatlich gefördert ein neues Monopol schafft. Bosch kann man da nichts vorwerfen, die machen das womit sie denken ihrem Konzern den größten Gewinn zu verschaffen. Täten sie das nicht sollten ihnen Aktionäre, Aufsichtsrat,... eins auf den Deckel geben.

Gastra
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Beitrag von Gastra » 26.04.2018 10:20

es gibt durchaus amerikanische Dieselmotoren für Privatfahrzeuge, in "Full Size SUV" und Pick Ups werden die zunehmend verbaut, mit zum Teil beachtlichen Leistungswerten. Die Einspritztechnik und Abgasnachbahndlung kommt dabei sicherlich zum Teil auch von Bosch.

Ich verstehe nicht ganz warum sich manche hier über technischen Fortschritt zu ärgern scheinen, ist doch gut wenn es möglich ist Dieselmotoren richtig sauber zu bekommen und das ohne nochmals vergrößerten Aufwand.

So wie ich es verstehe hat Bosch dafür nicht eine Bahnbrechnede Erfindung gemacht sondern das System immer weiter verbessert. Bei den Schadstoffmessungen nach Kat sah man zuletzt immer Emissionspeaks bei Laständerungen während im quasi stationären Betrieb die Abgasreinigung extrem gunt funktionierte. Offenbar hat man die Regelungstechnik nun so im Griff dass man diese Peaks vermeiden kann.

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SiggyV70
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Beitrag von SiggyV70 » 26.04.2018 10:29

Mich stört nur das das in den USA schon laufen soll und hier immer noch die Gammeldiesel verkauft werden. Ohne schlechtes Gewissen. Und die massive Unterschreitung der Abgaswerte die man jetzt erreichen will ohne höhere Kosten machen einfach nur skeptisch. War vorher wohl zu billig Gesetze zu missachten und Fakesoftware zu verbauen?
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Gastra
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Beitrag von Gastra » 26.04.2018 10:55

der technische Ansatz ist immer der selbe, nur funktioniert er immer besser. Du kannst die hierzulande durchaus ein Euro 6 temp Fahrzeug kaufen welches genausogut funktioniert wie die Diesel in den USA.

Jetzt tuen alle Schlauberger (wie der Resche) so als hätte Bosch absichtlich früher schlechtere Systeme verkauft obwohl es doch auch anders geht. Das ist genauso dämlich wie den Wright Brüdern vorzuwerfen, dass sie nicht gleich mit ner Boing 757 gestartet sind.

Robert
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Beitrag von Robert » 26.04.2018 10:59

dridders hat geschrieben: Den Kat näher an den Motor zu packen wird aber sicher nicht der Hauptteil der Lösung sein.
Doch, das ist der Hauptteil der Lösung. Die Regelung ist so deutlich besser möglich.

Was hier nicht wirklich passt ist die Meldung eines "Durchbruchs".
Im Artikel ist es ja eigentlich erwähnt, dass es genau diese sauberen Diesel längst auf der Straße gibt. Darum braucht man auch keine große Skepsis walten zu lassen, dass die jetzt genannten Werte noch ein bisschen besser sind, denn das stellt nur eine ganz normale Weiterentwicklung dar.

DerShaker
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Beitrag von DerShaker » 26.04.2018 11:13

Hallo,

eher bedenklich finde ich, dass in der heutige Presse groß der Golf mit dem Aufkleber 13mg zu sehen ist.
In den Artikeln dann aber zu lesen ist, dass dies ein einzelner Bestwert sein soll und mit der neuen Technik "auch die Vorgaben von 120mg ab 2020 sicher eingehalten werden" - was ja nun was anderes ist als die 13mg.
Das suggeriert einen deutlich größeren Erfolg als es in Wirklichkeit ist.


Dennoch - eines muss ich sagen - grundsätzlich habe ich gegen den Diesel soweit nichts, wenn er die gleichen Emissionswerte einhält wie Benziner mit Filter oder CNGler. Ohne Temp.Fenster, ohne Abschalteinrichtung und Hintertürchen.
Wenn diese Fahrzeuge mit dieser Technik auf der Straße fahren, meinetwegen.

Dass das ganze aber - wie im Artikel zu lesen war - mehr oder weniger zum Nulltarif zu haben sein soll, erscheint mir das irgendwie sehr merkwürdig.

Gruß
Shaker
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dridders
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Beitrag von dridders » 26.04.2018 11:16

Was läßt sich denn durch den Kat weiter vorne besser regeln? Maximal die Temperatur vom Kat selbst, die müsste für eine Regelung aber wohl schon gemessen werden, da die nicht nur rein vom Motor abhängt. Und es würde bedeuten das die Wirkung vom Kat dann nur in einem recht begrenzten Temperaturbereich gegeben wäre.

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Gulbenkian
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Beitrag von Gulbenkian » 26.04.2018 12:24

SiggyV70 hat geschrieben:Mich stört nur das das in den USA schon laufen soll und hier immer noch die Gammeldiesel verkauft werden.[...] War vorher wohl zu billig Gesetze zu missachten und Fakesoftware zu verbauen?
Wenn in der EU die Grenzwerte und Kontrollen lascher sind als in den USA, ist das die logische Konsequenz. Die Zulieferer/Hersteller können viel, nur müssen sie es oft nicht und dann bleibt die Technik in der Schublade.
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Robert
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Beitrag von Robert » 26.04.2018 12:26

DerShaker hat geschrieben: Dass das ganze aber - wie im Artikel zu lesen war - mehr oder weniger zum Nulltarif zu haben sein soll, erscheint mir das irgendwie sehr merkwürdig.
Warum?
Es sind doch nicht mehr Komponenten verbaut als heute auch schon.
Sie sind nur anders angeordnet.

Zur Regelung: Offensichtlich bekommt man die Einspritzmengen durch die motornahe Anordnung besser in den Griff.
Wie Gastra richtig geschrieben hat, waren vorher die Peaks bei Laständerungen ein Problem. Es scheint so, als wenn man die (weitgehend) dadurch eliminiert hat.

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Beitrag von Gastra » 26.04.2018 12:27

dridders hat geschrieben:Was läßt sich denn durch den Kat weiter vorne besser regeln? Maximal die Temperatur vom Kat selbst, die müsste für eine Regelung aber wohl schon gemessen werden, da die nicht nur rein vom Motor abhängt. Und es würde bedeuten das die Wirkung vom Kat dann nur in einem recht begrenzten Temperaturbereich gegeben wäre.
Die AGR Rate, Einspritzung (Einspritzmenge, Zeitpunkt, Dauer, Anzahl...), Add-Buel Dosierung, grad der Ladeluftkühlug (Bypassklappe für LLK), Ladedruck uvm..

Wenn es so einfach wäre, dann hätte man es schon früher so gemacht...

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dridders
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Beitrag von dridders » 27.04.2018 13:37

Die Einspritzmengen sind aber ja nicht abhängig vom Kat. Auch die Peaks haben da ja wenig mit zu tun, da geht es wohl eher um die korrekte Dosierung der Harnstoffmenge. Welche Sensoren gibt es denn hinter dem Kat, die jetzt die Regelung beschleunigen? Ich wüßte jetzt keine.

Gastra
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Beitrag von Gastra » 27.04.2018 14:34

aber umgekehrt ist die Temperatur im Kat ist abhängig von der Einspritzmenge, Zeitraum, Aufteilung etc...

Es geht nicht nur um einen Parameter, sondern das Lambda muss optimal geregelt sein ohne AGR Lücken, das Ansprechverhalten muss sauber sein, die Katalysatortemperatur (ebenfals AGR abhängig) muss stimmen, die Harnstoffmenge muss stimmen usw.

Es geht nicht um einen einzelnen Parameter sondern darum alle Parameter so zu regeln dass einerseits der Motor fahrbar und sparsam ist und andererseits immer optimale Bedingungen um Kat herrschen.

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