DIESEL 4.0

Allgemeines zum Thema Erdgasfahrzeuge was nicht in die anderen Rubriken passt.

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Robert
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Beitrag von Robert » 23.05.2018 09:23

Bassmann hat geschrieben: Na, wenn das Auto 40.000€ gekostet hat, werden ja nicht 400€*12= 4800€ Steuern fällig, sondern die 4800€ werden als Einkommen gewertet und werden versteuert, mit irgendwas zwischen 30 und 45%, Steuerkundige können das sicherlich genauer eingrenzen, ich lass mich da gern belehren.

Es wird jedenfalls nicht der 1%-Betrag als Steuer ans Finanzamt gezahlt.
Das ist so schon richtig, aber seine Aussage mit den ca. 4000€ Einkommenssteuer/Jahr für das Auto wird schon halbwegs passen.
Denn einen "gut ausgestatteten Audi A6" gibt es nicht für 40.000€ Listenpreis (nicht mal irgendeinen). Da ist man schnell bei 70-80t€.
Und wer solch ein Auto vom Arbeitgeber bekommt liegt dann doch eher selten beim Lohn nur knapp über Mindestlohn (würde den 30% Einkommenssteuer entsprechen), sondern überwiegend bei 42%, was dann einem Listenpreis von knappen 80.000€ entsprechen würde.
Und dazu kommt übrigens noch die Distanz zur Arbeit mit 0,03%/km. Das kann schnell noch einmal so viel ausmachen.

Zum Vergleich, so viel kostet mich nicht mal der Familienkombi im Jahr gesamt (und von den Gesamtkosten besteht ja nur ein Bruchteil aus Steuern).
So viel dazu, dass der Steuerzahler ihm das Auto quasi mit bezahlt.

supercruise
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Beitrag von supercruise » 23.05.2018 10:04

Aktuell tanke ich wieder CNG für 20 Cent weniger als Diesel, so wie sich das gehört.

Wenn doch endlich die Steuer für den Dieselkraftstoff an Benzin angeglichen würde, aber die Politiker ignorieren konsequent die Forderung des Bundesrechnungshofs und die des BUND.

Der Dieselmotor ist dür die deutsche Autombilindustrie die Todesfalle. Wir brauchen sparsamere Hybrid- und Gasantriebe, als auch weiterentwickelte Benziner. Und natürlich auch reine Elektroautos.

Gastra
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Beitrag von Gastra » 23.05.2018 11:49

supercruise hat geschrieben:Aktuell tanke ich wieder CNG für 20 Cent weniger als Diesel, so wie sich das gehört.

Wenn doch endlich die Steuer für den Dieselkraftstoff an Benzin angeglichen würde, aber die Politiker ignorieren konsequent die Forderung des Bundesrechnungshofs und die des BUND.

Der Dieselmotor ist dür die deutsche Autombilindustrie die Todesfalle. Wir brauchen sparsamere Hybrid- und Gasantriebe, als auch weiterentwickelte Benziner. Und natürlich auch reine Elektroautos.
Was wäre wenn die Steuer für CNG bei der Gelegenheit auch an Benzin angeglichen würde?

einherzfuerCNG
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Beitrag von einherzfuerCNG » 23.05.2018 11:58

Gastra hat geschrieben:
supercruise hat geschrieben:Aktuell tanke ich wieder CNG für 20 Cent weniger als Diesel, so wie sich das gehört.

Wenn doch endlich die Steuer für den Dieselkraftstoff an Benzin angeglichen würde, aber die Politiker ignorieren konsequent die Forderung des Bundesrechnungshofs und die des BUND.

Der Dieselmotor ist dür die deutsche Autombilindustrie die Todesfalle. Wir brauchen sparsamere Hybrid- und Gasantriebe, als auch weiterentwickelte Benziner. Und natürlich auch reine Elektroautos.
Was wäre wenn die Steuer für CNG bei der Gelegenheit auch an Benzin angeglichen würde?
Finde die Regelung, dass die Steuer von Schadstoffausstoß und der Fahrleistung abhängt eigentlich ok. Was nicht ok ist, ist die Sache, dass mit der Mineralölsteuer andere Steuerlöcher gestopft werden.
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supercruise
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Beitrag von supercruise » 23.05.2018 12:19

CNG wird eh ab 2026 mit den vollen Satz besteuert (ab 2024 abschmelzend), ist dann aber immer noch deutlich preiswerter als Benzin, da mehr Energiegehalt. Insofern kann man das entspannt sehen.

Deutschland braucht die Steuereinahmen für die Verkehrsinfrastruktur, es ist ja vieles kaputt.

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Bassmann
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Beitrag von Bassmann » 23.05.2018 20:19

Robert hat geschrieben: So viel dazu, dass der Steuerzahler ihm das Auto quasi mit bezahlt.
Nein, ich meine deutlich gemacht zu haben, dass nicht "der Steuerzahler" den Dienstwagen bezahlt, sondern eben der Endverbraucher, der die Dienste oder die Produkte jenes Unternehmens nutzt. Die Kosten des Dienstwagens fließen in die Kalkulation der Produkte oder Dienste des Unternehmens ein, die dann der Abnehmer bezahlen soll. Selbst bei überteuerten Dienstwagen soll also der Kunde dafür bezahlen. Da hab ich als Endverbraucher es eben lieber etwas preiswerter. selbst wenn das dazu führt, dass die Dienstwagen eine oder mehrere Nummern kleiner beschafft werden müssen.

MfG Bassmann
13 Zylinder, 4,25 Liter Hubraum, aber verteilt auf 2 Autos und 2 Motorräder:
Golf4 Kombi 1.6l autom. mit CNG-Nachrüstung, ca. 10€/100km
Polo4 9N3 united 1.4l 5-Gang mit CNG-Nachrüstung, ca. 8€/100km
(jeweils incl. Luxusbrühe)
Motorräder: 644ccm Suzuki Freewind (Eintopf), 600ccm Yamaha Fazer
Wenn ein einziger Baum umfällt, macht das mehr Lärm, als wenn ein ganzer Wald wächst.

Robert
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Beitrag von Robert » 23.05.2018 20:51

Bassmann hat geschrieben: Nein, ich meine deutlich gemacht zu haben, dass nicht "der Steuerzahler" den Dienstwagen bezahlt, sondern eben der Endverbraucher, der die Dienste oder die Produkte jenes Unternehmens nutzt. Die Kosten des Dienstwagens fließen in die Kalkulation der Produkte oder Dienste des Unternehmens ein, die dann der Abnehmer bezahlen soll. Selbst bei überteuerten Dienstwagen soll also der Kunde dafür bezahlen. Da hab ich als Endverbraucher es eben lieber etwas preiswerter. selbst wenn das dazu führt, dass die Dienstwagen eine oder mehrere Nummern kleiner beschafft werden müssen.
Da bin ich bei dir, aber das regelt die freie Marktwirtschaft tatsächlich von allein.

Wobei mir als Verbraucher am Ende egal ist, ob es große Dienstwagen, üppige Vorstandsgehälter, ineffiziente Orginationsstrukturen oder was auch immer sind. Da differenziere ich nicht (und könnte es nicht mal, selbst wenn ich es wollte).

Bei der Gasgeberin, die ich zitiert habe, klang das aber ganz anders und das liest man leider immer wieder.

Gastra
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Beitrag von Gastra » 24.05.2018 11:17

supercruise hat geschrieben:CNG wird eh ab 2026 mit den vollen Satz besteuert (ab 2024 abschmelzend), ist dann aber immer noch deutlich preiswerter als Benzin, da mehr Energiegehalt. Insofern kann man das entspannt sehen.

Deutschland braucht die Steuereinahmen für die Verkehrsinfrastruktur, es ist ja vieles kaputt.
definiere bitte "vollen Steuersatz", auch nach 2026 bleibt es günstiger, das wäre sicher nicht der Fall wenn man die volle Mineralölsteuer pro L Gas unter Normbedingungen abführen müsste.... Der Steuersatz ab 2026 ist niedriger als der von Diesel oder Benzin bezogen auf den gleichen Energieinhalt.

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Beitrag von einherzfuerCNG » 24.05.2018 12:22

Derzeit fahre ich aufwandsbereinigt etwa 14-15% günstiger, als mit einem vergleichbaren Euro6 Diesel. Weiter darf sich also prozentual gesehen der CNG-Preis nicht nach oben bewegen, damit die Sparfüchse noch CNG kaufen. Mir wäre das egal, da ich auch die Laufruhe und den Umweltaspekt genieße. Viel teurer fände ich aber auch blöd, da müsste ich doch noch über einen Job mehr in der Nähe nachdenken, was in meiner Altersklasse aber vermutlich keine Option mehr ist.
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Robert
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Beitrag von Robert » 24.05.2018 12:43

Gastra hat geschrieben: Der Steuersatz ab 2026 ist niedriger als der von Diesel oder Benzin bezogen auf den gleichen Energieinhalt.
Supercruise misst halt gerne mit zweierlei Maß ;).

supercruise
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Beitrag von supercruise » 26.05.2018 14:14

Nur weiter so. :)
AUTOMOBILWOCHE: SOFTWARE-PROBLEME BEI 2.0-TDI-DIESELMOTOR
- VW-CHEF STOPPT PRODUKTION VON ARTEON UND PASSAT

....... VW muss nun ein Software-Update für den vielfach verbauten Volumenmotor entwickeln. Das soll nicht vor dem September 2018 fertig sein........
https://www.motor-talk.de/news/vw-chef- ... 56177.html

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Gasgeberin
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Beitrag von Gasgeberin » 27.05.2018 20:13

Immerhin ist es der EA288, also der Nachfolge-TDI der "angeblich" keine Probleme hat. O.K. es ist ein Lämpchen, aber es gibt so ein paar Lämpchen die angehen sollten, wenn die Abgaswerte nicht stimmen. Ob die Entwicklung der Software in die Zeit fällt, als Herr Diess schon bei VW war?
Wenn Du ein Schiff bauen willst, so trommle nicht Menschen zusammen, um Holz zu beschaffen, Werkzeuge vorzubereiten, Aufgaben zu vergeben und die Arbeit einzuteilen, sondern lehre die Menschen die Sehnsucht nach dem weiten endlosen Meer.

supercruise
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Beitrag von supercruise » 02.06.2018 10:40

Fiat steigt aus.
FCA STEIGT BIS 2021 AUS DEM DIESEL AUS
https://www.motor-talk.de/news/fca-stei ... 61786.html

Und vielleicht auch der PSA-Konzern, zumindest wird es überlegt.

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JM1374
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Beitrag von JM1374 » 02.06.2018 10:49

Der Dieselausstieg ist aber das einzig positive in dem Artikel. Kein Wort über die Zukunft von CNG bei FCA.
FCA will mehr SUV verkaufen und im Premiumsegment wachsen. Das sind ja tolle Aussichten. Wie wäre es mit kleinen und leichten Pkw mit ausreichend dimensionierten Antrieben? Diese Windbeutel braucht niemand.
Bertolt Brecht:"Scharfes Denken ist schmerzhaft, der vernünftige Mensch vermeidet es, wo er kann"

[ externes Bild ] VW Touran Bj. 2007 mittlerweile 237.000km
[ externes Bild ] Green Mover Bulls E45 Bj. 2013 mittlerweile 67.000km

Robert
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Re: DIESEL 4.0

Beitrag von Robert » 17.07.2018 15:51

Es scheint beim Diesel wieder aufwärts zu gehen.

"Die Autobauer VW, BMW und Daimler haben ihren Absatz von Dieselfahrzeugen laut einem Bericht deutlich gesteigert "

http://www.spiegel.de/wirtschaft/untern ... 18802.html

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