DIESEL 4.0

Allgemeines zum Thema Erdgasfahrzeuge was nicht in die anderen Rubriken passt.

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supercruise
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Beitrag von supercruise » 20.05.2018 09:50

Volvo fokusiert die Elektrifizierung, also Hybridsysteme. Reine E-Autos möchte man später anbieten.

Spannender ist eher, wie sich VW, Mercedes und BMW aufstellen werden, weil hier die Absatzzahlen ganz andere sind. Bei Audi, Mercedes und BMW ist der Dieselanteil noch mal deutlich höher als bei VW.

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Gasgeberin
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Beitrag von Gasgeberin » 20.05.2018 16:13

Bei den kleinen Fahrzeugen wird VW sich auch vom Diesel abwenden. Den kaufen ja auch Privatkunden von "ihrem" Geld. Bei den Dickschiffen - Dienstwägen - zahlt ja der Steuerzahler quasi mit, beim Einkauf und nur die Spritkosten bleiben beim Fuhrpark hängen. Da werden sich die Diesel weiterhin verkaufen... müssen, sonst wird die CO2 Strafsteuer für die Automobilhersteller (noch) gewaltig(er) werden.
Wenn Du ein Schiff bauen willst, so trommle nicht Menschen zusammen, um Holz zu beschaffen, Werkzeuge vorzubereiten, Aufgaben zu vergeben und die Arbeit einzuteilen, sondern lehre die Menschen die Sehnsucht nach dem weiten endlosen Meer.

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Bassmann
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Beitrag von Bassmann » 20.05.2018 20:08

Gasgeberin hat geschrieben:... Bei den Dickschiffen - Dienstwägen - zahlt ja der Steuerzahler quasi mit, beim Einkauf und nur die Spritkosten bleiben beim Fuhrpark hängen...
Irrtum. Auch die Spritkosten fließen in die Kalkulation ein und werden letztlich vom Endverbraucher bezahlt.

Vor diesem Hintergrund ist eigentlich nicht zu erklären, warum für Pkw-Anschaffungskosten keine Obergrenze existiert. Man könnte zB alles über 100.000€ allein dem jeweiligen Nutzer aufs Auge drücken.

MfG Bassmann
17 Zylinder, 4,85 Liter Hubraum, aber verteilt auf 2 Autos und 3 Motorräder:
Golf4 Kombi 1.6l autom. mit CNG-Nachrüstung, ca. 10€/100km
Polo4 9N3 united 1.4l 5-Gang mit CNG-Nachrüstung, ca. 8€/100km
(jeweils incl. Luxusbrühe)
Motorräder: 644ccm Suzuki Freewind (Eintopf), 600ccm Yamaha Fazer 35kW, 600ccm Yamaha Fazer ABS 72kW
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Robert
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Beitrag von Robert » 21.05.2018 20:21

Bassmann hat geschrieben: Vor diesem Hintergrund ist eigentlich nicht zu erklären, warum für Pkw-Anschaffungskosten keine Obergrenze existiert. Man könnte zB alles über 100.000€ allein dem jeweiligen Nutzer aufs Auge drücken.
Mach dir nichts vor, über 100.000€ als Dienstwagen ... da reden wir über weniger als 1%.

Davon abgesehen zahlen Dienstwagennutzer im Schnitt viel mehr an den Fiskus als Privatwagenfahrer im Schnitt.
Bei Kaufberatungen fasse ich mir gerne an den Kopf wie viel viele bereit sind, für ihren Dienstwagen mittels der 1% Regel an den Staat abzudrücken. Klar, zwei neue Fahrzeuge wären noch teurer, aber wenn man ehrlich rechnet, lohnt sich der Dienstwagen nur über die Komponente, dass nicht zwei Fahrzeuge betrieben werden müssen (was an sich gut ist). Der Staat langt da schon mehr als gut hin.

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Beitrag von Bassmann » 21.05.2018 20:43

Dass ich da ziemlich einsam bin mit der Meinung, war mir eh klar. Man könnte die Daumenschrauben noch anziehen und den Betrag herabsetzen. Wäre doch lustig: Alles, was über bla € hinausgeht, muss aus dem versteuerten Vermögen bezahlt werden und kann nicht als Kosten abgesetzt werden. Schade, dass da so vielen das Hemd näher ist als der Rock.

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Hans_L
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Beitrag von Hans_L » 21.05.2018 21:03

@Bassmann,
also 100T ist schon sehr hoch gegriffen, in den meisten Firmen gibt es "Kleiderordnungen", da liegt für die Masse der Angestellten die Grenze max. bei ca. 60 bis 70T, drüber musst Du schon GF (oder Vorstand) sein.
und ich bezahle für einen A6 in guter Ausstattung mit der 1% Regel (ohne km) knapp 4.000.-€/Jahr. da kann ich privat kein solches Auto dafür fahren, also müsstest Du Deine Grenze schon tiefer legen, um hier wirkungsvoll gegenzusteuern.
Gruß
Hans

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Beitrag von Bassmann » 21.05.2018 21:29

Ich wollte eigentlich keine Betragsdiskussion lostreten, ob bei 55.000€ eine Grenze liegen soll, oder ob die besser bei 65.000 oder bei 55.000,01 liegen sollte. Das sollen Politiker auskungeln oder durch die Volksvertretung beschließen lassen.

Mir sind eher die Ausreißer wichtig. Wenn in einem Kleinbetrieb der Chef ein 200.000€-Fahrzeug bewegt: Warum soll der gesamte Betrag als Anschaffungskosten in die Kalkulation der produzierten und weiterverkauften Dinge einfließen? Warum soll der Endverbraucher für Schwanzersatz des Herstellers bezahlen?

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Robert
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Beitrag von Robert » 21.05.2018 21:34

Unter dem Strich würgt man damit einfach nur ab und lässt sie alle nur was Kleineres fahren ... das was sonst andere auch fahren.
Dem Staat würden dadurch übrigens Milliardeneinnahmen flöten gehen.

P.S.:
Nein, der Staat verdient immer noch unglaublich viel an einer 200.000€ Schüssel. Allein 1%/Monat sind min. 2000€ die auf ein sicher gut notiertes Einkommen aufgeschlagen werden.
Zahlst du so viel Steuer? Ich sicher nicht!

Hans_L
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Beitrag von Hans_L » 21.05.2018 21:37

ich habe Deine Intention verstanden, aber Du kannst eben (gesetzlich) nur eine Grenze einführen, unabhängig davon ob Kleinbetrieb oder Konzern, und unabhängig davon mit welchem Kraftstoff ein Fahrzeug betrieben wird.
Sinvoll wäre eine Grenze allemal, (ähnlich der Diskussion über absetzbare Gehaltsobergrenzen)
Gruß
Hans

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Bassmann
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Beitrag von Bassmann » 21.05.2018 21:43

@Robert: Milliardeneinnahmen ist doch völlig überschätzt.

@Hans_L: Ja, richtig.

Die 1% werden ja nicht als Steuern abgeführt, sondern sie werden als Einkommen gewertet. Alternativ immer noch die Fahrtenbuch-Lösung: Man zahlt nur für die Fahrten, die nicht als "betrieblich" getürkt werden können.

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Beitrag von Robert » 21.05.2018 21:53

Bassmann hat geschrieben:@Robert: Milliardeneinnahmen ist doch völlig überschätzt.
Bist du da sicher?
Das ist ein riesen Posten.

Was wäre denn die Alternative? Der Firmenchef, der auf Firmenkosten sich so ein Fahrzeug anschafft, das ist doch die echte Ausnahme.

Die Regel sind halbwegs ordentlich bis gut bezahlte Mitarbeiter, von denen gute 50% das Fahrzeug ernsthaft auch beruflich bewegen (das sind eher die schlecht bezahlten von denen), die anderen knapp 50% sind eher die gut bezahlten, für die es ein zusätzlicher "Bonus" ist, der aber selbst für die teuer erkauft ist (1%-Regelung ist bei denen gar nicht so ohne ... und Fahrtenbuch lohnt da eh nicht).

P.S.:
Die Fahrtenbuchlösung ist wirklich nur für die etwas, die es klar nachweisen können. Inzwischen sind die Finanzämter da extrem scharf.

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Beitrag von Bassmann » 21.05.2018 21:57

Robert hat geschrieben:...
Die Fahrtenbuchlösung ist wirklich nur für die etwas, die es klar nachweisen können. Inzwischen sind die Finanzämter da extrem scharf.
Und zu was? Zu recht!

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Beitrag von Robert » 21.05.2018 22:11

Bassmann hat geschrieben: Und zu was? Zu recht!
Natürlich und deshalb ist das nur in wirklich extremen Ausnahmefällen eine echte Lösung (und für die Fälle auch angemessen).

Aber du hast es so dargestellt, als wäre das eine Gang-und-Gäbe Methode das Finanzamt übers Ohr zu hauen. Sorry, aber diese Annahme ist einfach falsch.

Der Steuerzahler fährt alles andere als schlecht mit der Betriebswagenregelung. In vielen Betrieben zahlt einfach nur das Unternehmen gut dafür. Aber das muss man als Bestandteil des Gehalts sehen und nicht mehr und nicht weniger.

Ich habe da immer einen meiner Bekannten vor Augen, der fuhr lange 5er BMW und könnte das auch immer noch ganz locker (verdient richtig gut, die Firma setzt ihm auch sehr hohe Limits). Der fährt inzwischen einen recht günstigen Golf TGI, tankt leider "nie" Erdgas, aber der TGI ist nunmal seitens der Firma gefördert. Der sieht auch nicht mehr ein vielleicht 70.000€ Listenpreis via 1% zu versteuern, sondern nimmt lieber die vielleich 25-30t€ hin.
Der vermeidet klassisch bereits die von Gasgeberin so hoch gepriesene "Subventionierung".
Das kann man natürlich gerne fortführen, ich denke kaum einer der Sparmeister hier würde sich ernsthaft ein Firmenfahrzeug wünschen.

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Beitrag von Hans_L » 22.05.2018 07:36

@Bassmann
ich kenne die 1% Regelung schon, (wende sie ja selbst an)
aber ich bezahle ja die ca. 4000,-€ / Jahr an Steuern für das Auto

Die Fa. setzt natürlich die Leasingrate auch wieder ab.
Ich bin jetzt nicht unser Buchhalter, drum kann ich nicht exakt sagen, was das Auto jetzt wirklich Netto kostet, und wieviel der Fiskus in Summe erhält.

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Beitrag von Bassmann » 22.05.2018 22:53

Hans_L hat geschrieben:@Bassmann
ich kenne die 1% Regelung schon, (wende sie ja selbst an)
aber ich bezahle ja die ca. 4000,-€ / Jahr an Steuern für das Auto. ...
Na, wenn das Auto 40.000€ gekostet hat, werden ja nicht 400€*12= 4800€ Steuern fällig, sondern die 4800€ werden als Einkommen gewertet und werden versteuert, mit irgendwas zwischen 30 und 45%, Steuerkundige können das sicherlich genauer eingrenzen, ich lass mich da gern belehren.

Es wird jedenfalls nicht der 1%-Betrag als Steuer ans Finanzamt gezahlt.

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