Konventionelle Antriebe (Diesel und Benzin) meiden

Allgemeines zum Thema Erdgasfahrzeuge was nicht in die anderen Rubriken passt.

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supercruise
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Konventionelle Antriebe (Diesel und Benzin) meiden

Beitrag von supercruise » 31.05.2018 17:42

Ich will nicht leugnen das ich auf die Automobilindustrie, deren Sippenschaft, der Politik und den Medien ärgerlich bin.

Warum? Die Autombilindustrie führt den Verbraucher hinter das Licht. Es geht nicht nur um die Dieselthematik, sondern darum das steinalte Technik für viel zu hohe Preise angeboten wird. Besonders die deutsche Automobilindustie ist Schuld daran, Innovationen zu verhindern, die verbrauchsärmere, umweltschonendere und konstengünstigere Autos ermöglicht. Weil sie zu einseitig auf den Diesel als Antriebsform gesetzt hat und die Entwicklung verschläft, ja sogar bewusst verzögert.

Die deutschen Hersteller sind auf dem Gebiet Hybrid-Technik abgeschlagen, und damit meine ich nicht die aufwendigen Plug-In-Modelle, sondern den erschwinglichen Vollhybrid, welcher weniger als ein Diesel kostet (siehe Toyota HSD).

Die Politik hat viel zu spät die Weichen für fortschrittliche Antriebe gestellt, was man bei CNG besonders gut sieht. Und die Medien waren zu hörig gegenüber den Hersteller (FAZ u.a.) und zu kritisch gegenüber modernen Konzepten.

Falls ihr euch irgendwann von euren Gasauto verabschiedet, kauft diese veraltete angebotene Ware nicht. Weder Diesel noch reine Beziner. Und ratet euren Bekannten von Kauf solcher rückständigen Antrieben ab.

Überhaupt bin fest davon überzeugt, dass der Verbrennungsmotor ein Problem bekommen wird, sollte er nicht vereinfacht und wesentlich verbessert werden.
Also verbrauchsärmer, günstiger, leichter und kompakter sein. Die Technik wäre dafür da.

In wenigen Jahren kommen nämlich Feststoff-Akkumulatoren auf den Markt, die Reichweiten bei E-Autos von über 800km ermöglichen, preiswerter, leichter und sicherer sind und sich innerhalb weniger Minuten laden lassen.

Bezüglich CNG habe ich Frust, weil diese goldene Mittelweg ignoriert wird und weil das Tankstellennetz zu Wünschen übrig lässt. Angesichts der Wirkung ist da eine weitere Unverschämtheit seitens der Politik.

Robert
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Re: Konventionelle Antriebe (Diesel und Benzin) meiden

Beitrag von Robert » 01.06.2018 01:11

supercruise hat geschrieben:
Überhaupt bin fest davon überzeugt, dass der Verbrennungsmotor ein Problem bekommen wird, sollte er nicht vereinfacht und wesentlich verbessert werden.
Also verbrauchsärmer, günstiger, leichter und kompakter sein. Die Technik wäre dafür da.

In wenigen Jahren kommen nämlich Feststoff-Akkumulatoren auf den Markt, die Reichweiten bei E-Autos von über 800km ermöglichen, preiswerter, leichter und sicherer sind und sich innerhalb weniger Minuten laden lassen.
Wo bitte ist die Technik für dein Wunschkonzert denn bitte da?
Sorry, aber der Verbrenner ist weitgehend ausentwickelt, das gilt auch für den Erdgasantrieb.

Und wenn dein Wunderakku in wenigen Jahren kommt (woran ich noch nicht glaube), dann kann der Verbrenner natürlich sofort einpacken (inkl. Erdgas).

supercruise
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Beitrag von supercruise » 01.06.2018 07:38

Ich denke z.B. an die freie Ventilsteuerung. Ich frage mich echt, warum das nicht in Serie kommt, wenn schon längst funktionierende Autos damit ausgetattet wurden.

https://www.youtube.com/watch?v=OZWeNPi2XkE

In Kombination mit einen elektrischen Startgenerator, gespeist über ein 48 Boardnetz, würden viele Komponenten wegfallen. Der Motor würde deutlich sparsamer, kompakter, leichter, leiser und kraftvoller werden. Bei Gasmotoren kann man noch zusätzlich die Benzin-Direkteinspritzung durch eine Direkt-Einblasung ersetzen. Und das war noch nicht alles. Der Verbrennungsmotor ist keineswegs zu Ende entwickelt.

Zu den Batterien, ja da könntest du Recht haben, aber mein Vergleich bezieht sich auf die aktuelle Verbrenner-Technik, die verbaut wird. Diese wird nicht konkurenzfähig bleiben, die Industrie ist somit in Gefahr.

https://www.electrive.net/2018/05/07/ja ... ntwickeln/

Gastra
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Beitrag von Gastra » 01.06.2018 09:31

es gibt bereits seit längerer Zeit vollvariable mechanische Ventilsteuerungen in Serie (BMW Valvetronic z.B.), welche Vorteile bietet diese Technologie im Vergleich zu einer mechanischen Lösung? Wie hoch ist die Verlustleistung des pneumatischen Antriebs im Vergleich zu einer mechanischen Lösung?

Nur weil etwas neuer ist, ist es nicht automatisch besser, ich würde gerne mal ein konkretes Verbrauchskennfeld oder die Hubkurven davon sehen...

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JM1374
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Beitrag von JM1374 » 01.06.2018 11:54

Das Blöde ist doch das in den letzten Jahrzehnten jede technologische Verbesserung der Motoren durch höheres Fahrzeuggewicht, mehr Leistung und höhere Geschwindigkeit ausgeglichen wurde. Anfang der 90er Jahre hatte ich einen Kleinwagen mit 45PS der nur 640kg wog. Unser kleiner Zweitwagen heute hat 69PS und wiegt knapp 1t. Der Verbrauch bei gleicher Nutzung ist ähnlich hoch.
Der spürbare Innovationsfortschritt beschränkt sich auf mehr Komfort, besseres Design und gefühlt mehr Sicherheit.
Da sich CNG scheinbar nicht durchsetzen wird, bin ich immer seltener hier im Forum. Die Diskussionen drehen sich meist im Kreis.

VW Touran Bj. 2007 mittlerweile 250.000km
Green Mover Bulls E45 Bj. 2013 mittlerweile 75.000km

Robert
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Beitrag von Robert » 01.06.2018 21:15

supercruise hat geschrieben:Ich denke z.B. an die freie Ventilsteuerung. Ich frage mich echt, warum das nicht in Serie kommt, wenn schon längst funktionierende Autos damit ausgetattet wurden.
Weil es nicht wirklich was bringt und einmal mehr die Sache nicht einfacher macht (wie du es gerne hättest), sondern klar komplexer.

Gleiches gilt für 48V-Hybridlösungen. Diese fallen schon mal eh nicht unter einfacher und günstiger, sondern im Gegenteil, aber diese sind ja heute bereits Serie (zumindest bei innovativen Herstellern). Diese sparen sicher ein wenig, aber sind hoch komplex (und auch schwer).
JM1374 hat geschrieben: Der spürbare Innovationsfortschritt beschränkt sich auf mehr Komfort, besseres Design und gefühlt mehr Sicherheit.
Da gehe ich nicht komplett mit.

Klar, mehr Komfort ist richtig (z.B. eine Klimaanlage).
Aber der Fortschritt besteht vor allem in mehr Sicherheit (das ist ein wesentlicher Beitrag des Mehrgewichts). Und das hat mal gar nichts damit zu tun, dass das nur gefühlte Sicherheit ist! (auf deinem Bike ist die Sicherheit aber klar abwärts gegangen, denn mehr Geschwindigkeit ohne gegenläufige technische Maßnahmen erhöht die Risiken enorm).
"Besseres Design" ... Ansichtssache, aber auf jeden Fall sind die Auto aerodynamischer geworden (daher auch die Klage, dass sie alle "gleich" aussehen).

Und zu guter Letzt ist der Verbrauch auch ein gutes Stück weit gesunken, nur fahren die Menschen deutlich mehr, so dass insgesamt der Treibstoffverbrauch vor allem deshalb nicht gesunken ist.

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