Erdgas LKW

Auch BMW hatte mal Modelle wie 316g u. 518g im Programm und auch fernöstliche Modelle werden kommen.

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Beitrag von ikonengold.de » 07.10.2014 22:16

lies sie Zahlen noch einmal. 90 kg Tankmasse, 45 kg Verbrauch.
Freundlicher Gruß
Eberhard

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Bassmann
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Beitrag von Bassmann » 07.10.2014 22:23

... wobei sich die Tankmasse mit relativ wenig Aufwand verdoppeln lässt.

(Ja, die Nutzlast sinkt im gleichen Maße, wie die Bunkermasse zunimmt, etc. und lamento)

... und wenn es statt 50Kg/100km nur 45kg/100km sind: Um so besser. Das nährt die Hoffnung, dass bei 100kg Tankkapazität nach 200km sogar noch 10kg übrig sind...

MfG Bassmann
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Beitrag von ikonengold.de » 08.10.2014 04:25

hör auf zu träumen. Mehr als ca. 100 kg kriegst Du in einem Solofahrzeug nicht unter ohne auf die Ladefläche zu gehen.

Vom der Nutzlast wollen wir garnicht reden.
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Solo Fahrzeug - Reichweite

Beitrag von PhileasFogg » 08.10.2014 06:12

Wobei die Maschine ja nicht im Solo-Betrieb eingesetzt wird. Und den Auflieger kann man als Reichweiten-Extender nutzen. Vor einem Jahr ca. wurde mal von einem CNG-LKW berichtet, der im Fernverkehr eingesetzt wurde. Iveco-Zugmaschine und Kögel-Trailer. Dadurch wurde die 3-fache Reichweite im Vergleich zu ansonsten erhältlichen Zugmaschinen erreicht.

http://www.koegel.com/de/news/artikel/d ... rdgas-lkw/

Ein weiterer Trend ist ja aktuell, einen CNG Hybrid zu entwickeln. Für mittelschwere LKW und Busse.

http://www.erdgas-mobil.de/presse-aktue ... gestartet/

http://green.autoblog.com/2011/02/10/hy ... ybrid-bus/

Wobei der Hybrid auf reiner Fernverkehrs-Strecke seine Stärke natürlich nicht ausspielen kann.

Für den reinen Fernverkehr wäre es zudem immer noch zu Wünschen, dass unsere Regierung ein einsehen hätte, und den Verkehr unter wettbewerbsgerechten Bedingungen von der Straße auf die Schiene bringt. Und somit die Emissionen auf ein Viertel zu senken.

Neben der Senkung der Emissionen sind auch die Kosten ein Aspekt für die von schweren LKW produzierten Straßenschäden / Brückenschäden. Da die Instandhaltungskosten durch eine signifikante Entlastung massiv entlastet werden müssten. Da der LKW Hauptverursacher der Straßenschäden ist.

http://www.zeit.de/2011/31/Stimmts-Strasse

Bedauerlich, dass man nichts hört und sieht von sinnvollen Maßnahmen für die Zukunft, Emissionen so zu sparen und ökonomischer zu haushalten.

Umso mehr freut es mich, wenn ich das im Kleinen mitbekomme. Und zum Beispiel mit dem Rad in Oldenburg in der Innenstadt unterwegs bin. Stehe ich an der Ampel neben einem Bus der VWG, dann ist die Wahrscheinlichkeit extrem hoch, nicht eingedieselt zu werden. Denn 66 der 91 Busse werden bereits mit CNG betrieben.

Ich glaub, ich schreib mal meinem MdB und frag ihn, wann er anfängt, mein hier beschriebenes Anliegen in die Tat umzusetzen... :-)
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Beitrag von ikonengold.de » 08.10.2014 06:34

Die Schiene ist jetzt schon überlastet, wie soll die noch die extra-Kapazität zur Verfügung stellen? Der Kögel-Trailer ein Messemuster, von dem man seithe nichts mehr gehört hat. Zündstrahlmotor kriegt man abgasseitig nicht in den Griff umd der reine Gasmotor nach Otto-Prinzip ist zu schwach auf der Brust, um ernsthaft mitspielen zu können.

Würde es ein überzeugendes Konzept für den Einsatz von CNG im Güterstraßenverkehr geben, würde es eingesetzt. Gibt es aber nicht.

Die Busse in Oldenburg habe ich letzten Monat öfters benutzt. Wenn ein politischer Wille dahinter steht, ist sowas erfolgreich.
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Beitrag von DerBjoern » 08.10.2014 07:42

ikonengold.de hat geschrieben:Zündstrahlmotor kriegt man abgasseitig nicht in den Griff umd der reine Gasmotor nach Otto-Prinzip ist zu schwach auf der Brust, um ernsthaft mitspielen zu können.
lies die Zahlen noch einmal.
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Beitrag von ikonengold.de » 08.10.2014 08:23

welche Zahlen? edi-Konzept? Kann ich so ein Auto heute kaufen?
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Beitrag von DerBjoern » 08.10.2014 10:14

ikonengold.de hat geschrieben:welche Zahlen? edi-Konzept? Kann ich so ein Auto heute kaufen?
Die Zahlen in dem Artikel bzgl. dem Leistungsvergleich zum Diesel und den Abgaswerten... :confused:

Hier nochmal der Link, damit du ihn auch findest:

http://blog.mercedes-benz-passion.com/2 ... m-m-936-g/
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Beitrag von ikonengold.de » 08.10.2014 10:55

302 PS und 1200 Nm. Gut für Müllsammler und Stadtbus.

Nicht gut für Fernverkehr. Da sind 430 PS und etwa das doppelte Drehmoment Standard.
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Beitrag von DerBjoern » 08.10.2014 11:26

ikonengold.de hat geschrieben:302 PS und 1200 Nm. Gut für Müllsammler und Stadtbus.

Nicht gut für Fernverkehr. Da sind 430 PS und etwa das doppelte Drehmoment Standard.
Bei entsprechendem mehr an Hubraum. ;)

Wenn ein 7,7L Motor als Erdgaser gleiche Werte wie ein Diesel in Sachen Leistung liefern kann, dann klappt das auch bei 12L Hubraum.
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Beitrag von jupp » 08.10.2014 13:17

DerBjoern hat geschrieben: Wenn ein 7,7L Motor als Erdgaser gleiche Werte wie ein Diesel in Sachen Leistung liefern kann, dann klappt das auch bei 12L Hubraum.
Wodurch direkt wieder ein höherer Verbrauch resultiert und sofort die Frage aufkommt, wohin mit den Flaschen?
Den Trailer zu nutzen ist auch keine ernsthafte Alternative. Nicht umsonst gibt es eine Trennung zwischen Trailer und Zugmaschine.

gruss

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Beitrag von DerBjoern » 08.10.2014 13:35

jupp hat geschrieben:
DerBjoern hat geschrieben: Wenn ein 7,7L Motor als Erdgaser gleiche Werte wie ein Diesel in Sachen Leistung liefern kann, dann klappt das auch bei 12L Hubraum.
Wodurch direkt wieder ein höherer Verbrauch resultiert und sofort die Frage aufkommt, wohin mit den Flaschen?
Den Trailer zu nutzen ist auch keine ernsthafte Alternative. Nicht umsonst gibt es eine Trennung zwischen Trailer und Zugmaschine.

gruss
Keine Ahnung, will ich auch nicht in Frage stellen. Habe ich auch nicht in Frage gestellt. Mir gings mal wieder um eine Falschaussage die ins Blaue gemacht wurde, das ein reiner Gasmotor nach Ottoprinzip in Sachen Leistung nicht mitspielen kann, obwohl ein paar Beiträge vorher in einem verlinkten Artikel die Wahrheit beschrieben wurde.

Zu deiner Anmerkung:
Um ausreichend viel Gas bunkern zu können bedarf es wohl erheblicher Änderungsaufwände an einer Zugmaschine oder ein völlig anderes Konzept. Im Trailer bunkern macht meiner Ansicht nach auch keinen Sinn, da diese doch häufig gewechselt werden...
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Beitrag von ikonengold.de » 08.10.2014 17:39

Es ist doch keine Falschaussage ins Blaue, dass es keinen CNG-Motor in dem für den Fernverkehr relevanten Bereich ab 430 PS gibt?

302 PS bei Mercedes, 330 PS bei Iveco und 340 PS bei Scania sind derzeit die Spitzenmotorisierungen. Bei Mercedes und Scania kombiniert mit einer Sechsgang-Automatik (die eigentlich nur richtig für den Stadtverkehr geeignet ist), der Iveco wird, soweit ich weiß, noch richtig oldschool handgeschaltet. Es gibt von Cummins einen 400 PS CNG-Motor mit 1700 Nm und Euro VI, aber die europäischen Hersteller würden ihre Prototypen eher verbrennen, als einen amerikanischen Motor einzubauen.

Eine stärkere Motorisierung zu realisieren ist bei einem Frontlenker nicht ganz so trivial, da der CNG-Motor wesentlich mehr Abwärme produziert als ein vergleichbar leistungsfähiger Dieselmotor. Dazu braucht es große Kühler, die erstmal untergebracht werden wollen. Und einen Schwerlastkühlturm aufzubauen ist vielleicht auch etwas übertrieben.

Wie schon geschrieben, es gibt Anwendungen, für die eine CNG-Motorisierung sinnvoll realisiert werden kann, aber es gibt eben auch sehr viele Anwendungen, bei denen das (aus verschiedenen Gründen) eben nicht geht bzw. es zu keinem wirklich sinnvollen Einsatz kommt.

Der Kögel-Trailer ist eigentlich ein sehr guter Ansatz. Er wird halt eine eigene Tankkarte benötigen ;-) . Eine Spedition bzw. ein Speditionsverbund oder ein Logistiker wie DHL oder UPS könnte solche Trailer zwischen ihren Hubs pendeln lassen, am besten mit eigener Betriebshoftanke, an der tagsüber das Ding vom Hofdackel aufgetankt wird oder mit Slowfill-Anlage direkt an der Laderampe. Für Firmen wir DHL oder UPS könnte das sogar eine bessere Auslastung einer eigenen Tankanlage bringen, wenn die Zustellfahrzeuge nachts betankt werden (die ja typischerweise tagsüber unterwegs sind) und die Brücken dann tagsüber befüllt werden, die dann im Nachtsprung zum nächsten Hub gebracht werden müssen. Mit solch einer Auslastung gibt es ganz andere Perspektiven für die Auslegung der Betankungsanlage. Höhere Effizienz, größere Redundanz etc.

Allerdings sollten die Strecken dann auch auf Eignung geprüft werden und möglichst keine ernsthaften Steigungen aufweisen. Berlin <-> Dresden beispielsweise, Berlin <-> Hamburg, Hamburg <-> Hannover, Hamburg <-> Ruhrgebiet.

Alles mit Mittelgebirge dazwischen ist derzeit für Gasmotoren nur bedingt geeignet.
Freundlicher Gruß
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Beitrag von jupp » 08.10.2014 18:52

Für Sonderanwendungen mag es hier und da funktionieren, aber im allgemeinen Speditionsgeschäft ist Erdgas eben nicht konkurrenzfähig, trotz massiver Steuerermäßigung.

gruss

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Beitrag von Bassmann » 08.10.2014 23:29

Man ist doch gerade erst dabei "Blue Corridors" aufzubauen, auf denen LNG-betriebene LKWs verlässliche Infrastruktur finden, die die Versorgung mit Kraftstoff gewährleisten. CNG-betriebene LKWs finden bereits die aktuell vorhandenen Tankstellen vor, allerdings haben diese Fahrzeuge imho durchaus einen Nutzlast-Nachteil. Übrigens gilt das auch für die Laderaumlänge. Wenn die Anzahl der Palettenstellplätze nicht mehr passt, weil das Gespann sonst zu lang würde, geht es auch gleich bei der Einnahmenseite um Geld, nicht nur auf der Kostenseite.

Im ganzen PKW-Bereich ist Downsizing Trumpf. (Außer bei den Klimawandel-Leugnern, die treten immer noch feste auf den Pin)

Warum soll das bei den LKWs denn anders sein? Ja, ok, LKW-Kolonnen mit 40km/h in den Kassler Bergen sind mir auch irgendwie suspekt, aber liegt das zwangsläufig an dort verkehrenden CNG-Lastern?

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