Umweltbundesamt fordert Abschaffung d Privilegien für Diesel

Hier könnt Ihr euch über all das auslassen, was nicht unbedingt zum Thema Erdgasfahrzeuge passt.

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supercruise
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Beitrag von supercruise » 25.11.2017 12:07

einherzfuerCNG hat geschrieben:Wir sollten uns darüber bestenfalls leise freuen. Spätestens wenn CNG mal etwas mehr Marktanteil hat, sehen sich die Politiker sicher genötigt, auch uns steuerlich etwas weniger entgegenzukommen ...
Das denke ich nicht. :cool:

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Bassmann
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Beitrag von Bassmann » 25.11.2017 20:41

Das tun sie doch eh de lege lata ab 2026... Na und? Bis dahin wird es sicherlich auch ein paar weitere unzufriedene Stromerfahrer geben.

MfG Bassmann
21 Zylinder, 5,25 Liter Hubraum, aber verteilt auf 3 Autos und 3 Motorräder:
Golf4 Kombi 1.6l autom. mit CNG-Nachrüstung, ca. 10€/100km
Polo4 9N3 united 1.4l 5-Gang mit CNG-Nachrüstung, ca. 8€/100km
(jeweils incl. Luxusbrühe)
FIAT Punto evo EZ2010 1,4l (Verbrauch noch unbekannt)
Motorräder: 644ccm Suzuki Freewind (Eintopf), 600ccm Yamaha Fazer 35kW, 600ccm Yamaha Fazer ABS 72kW
Wenn ein einziger Baum umfällt, macht das mehr Lärm, als wenn ein ganzer Wald wächst.

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Gasgeberin
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Die Städte sprechen Klartext

Beitrag von Gasgeberin » 27.11.2017 17:12

https://www.ksta.de/nrw/grenzwerte-kaum ... h-28958984

Es ist ja nicht nur Stuttgart und München. Und es ist immer so leicht zu sagen: " Ist ja eine Kessellage" oder " da ist ja auch ein Grüner Bürgermeister". ... so einfach ist es halt nicht.
Herr Dobrindt hat sich letztes Jahr durchgesetzt und die blaue Plakette nicht eingeführt, weil seine politische Karriere bei der CSU besudelt gewesen wäre. Reiner Eigennutz. Und jetzt müssen alle Dieselfahrer bluten, weil es kein gestuftes Gesetz gibt.
Deshalb braucht es jetzt ganz schnell eine Regierung aus Sicht des VDA, weil denen grad die Zeit abläuft. 1.1.2018 ist der Stichtag.
Wenn Du ein Schiff bauen willst, so trommle nicht Menschen zusammen, um Holz zu beschaffen, Werkzeuge vorzubereiten, Aufgaben zu vergeben und die Arbeit einzuteilen, sondern lehre die Menschen die Sehnsucht nach dem weiten endlosen Meer.

supercruise
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Beitrag von supercruise » 10.12.2017 23:39

VW-Chef: Zeit für Diesel-Privileg ist abgelaufen
https://www.ndr.de/nachrichten/niedersa ... w4002.html

Das ist nicht das erste Mal, dass der Müller sich kritisch zum Diesel äußert.
Aber er hat ja Recht, jetzt muss die höhere Besteuerung kommen.

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Bassmann
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Beitrag von Bassmann » 11.12.2017 01:31

Da wird man auch noch was zum Thema Hubraum-Steuer lesen müssen. Diesel sind bekanntlich höher besteuert in dieser Hinsicht.

Na und? Um wie viel Geld geht es da? Die meisten noch angemeldeten Diesel werden doch eh nach älteren Steuern zur Kasse gebeten. Euro3 und weniger. Daran ändert sich bestimmt nichts.

MfG Bassmann
21 Zylinder, 5,25 Liter Hubraum, aber verteilt auf 3 Autos und 3 Motorräder:
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Polo4 9N3 united 1.4l 5-Gang mit CNG-Nachrüstung, ca. 8€/100km
(jeweils incl. Luxusbrühe)
FIAT Punto evo EZ2010 1,4l (Verbrauch noch unbekannt)
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DerShaker
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Beitrag von DerShaker » 11.12.2017 07:26

Mein Wunschträum wäre ja

- eine "Mineralöl"-Besteuerung rein nach Energiegehalt.
- eine Kfz-Steuer, die berücksichtigt:

Schadstoff-Ausstoss (Co2, NOx, Feinstaub, etc. etc.
Energieverbrauch der Herstellung
Fahrzeuggewicht/Größe

eben eine Komplett-Betrachtung aller Faktoren, die zur Herstellung und zum Betrieb notwendig sind.

Wer viel fährt, zahlt viel.
Wer sparsam fährt, zahlt weniger
wer eine Riesenkiste fährt, zahlt mehr.
Wer einen kleinen, sparsamen CNG'ler fährt, ist der König
;-)

Shaker
Octavia G-Tec
Durchschnittsverbrauch: 4,0kg H-Gas / 100km
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Robert
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Beitrag von Robert » 11.12.2017 10:05

DerShaker hat geschrieben:Mein Wunschträum wäre ja

- eine "Mineralöl"-Besteuerung rein nach Energiegehalt.
...
Wer viel fährt, zahlt viel.
Wer sparsam fährt, zahlt weniger
Dir ist schon klar, dass eine Energiesteuer nach Energiegehalt einen Preis von ca. 2€/kg CNG zur Folge hätte (wenn man als Basis die Steuer auf Benzin nimmt)?

Ansonsten liegt die Hauptsteuerlast doch heute schon auf dem Kraftstoff, so dass sich ganz von allein die Grundsätze ergeben, dass wer viel fährt viel zahlt, genauso wie der der viel verbraucht.

DerShaker
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Beitrag von DerShaker » 11.12.2017 15:46

Hallo Robert,

kläre mich auch, da ich es tatsächlich nicht weiß:

Wenn die Besteuerung von CNG ab 2024 ausläuft, auf welches Niveau wird die Steuer dann angehoben??
Was ist die Bemessungsgrundlage?

Der Ansatz ist aus meiner Sicht - CNG-Preis hin oder her - dennoch richtig.
Die Energie, die ich tanke, muss ich als Basis für eine Verbrauchssteuer hernehmen.
Ein Verbrauch in Litern, kg etc. ist ja irrelevant, siehe CNG vs. LPG

Man wird sich aber mit dem E-Auto schwer tun.
Das setzt zwar direkt im Fahrzeug die gespeicherte Energie sehr effizient und sauber in Bewegung um.

Wenn der Strom aber aus dem Kohlekraftwerk stammt, ist die Energie
schmutzig
mit sehr niedrigen Wirkungsgrad.

Naja,
nicht einfach.

Shaker
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Robert
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Beitrag von Robert » 11.12.2017 16:20

DerShaker hat geschrieben: Wenn die Besteuerung von CNG ab 2024 ausläuft, auf welches Niveau wird die Steuer dann angehoben??
Was ist die Bemessungsgrundlage?
Bemessungsgrundlage?
Ehrlich gesagt, ich bezweifle, dass die aktuellen Steuersätze auf Energie eine Bemessungsgrundlage haben. Die wurden einfach politisch ausgeklüngelt.

Fakt sind folgende Steuersätze auf den Energiegehalt (bei Benzin und Diesel sind das ca. Werte, weil der Liter und nicht die kWh besteuert ist, bei CNG ist die kWh bereits besteuert):
Benzin: 7,4 Cent/kWh
Diesel: 4,8 Cent/kWh
Erdgas: 1,39 Cent/kWh
Erdgas ab 2027: 3,18 Cent/kWh

Sprich würde man CNG so wie Benzin besteuern, dann würden 6 Cent/kWh oben drauf kommen. Bei 14kWh/kg bei H-Gas wären das 84 Cent zusätzlich. Da auf die Energiesteuer, wie auch bei Benzin, noch die Mehrwertsteuer drauf kommt, kämen da noch einmal 19% drauf. Sprich CNG würde pro kg ca. 1€ allein an Steuern zulegen.
2027 wird CNG als ca. 30 Cent/kg allein aufgrund der Steuer teurer.

Minimal freundlicher für CNG würde sich übrigens eine Steuer nach CO2 und nicht nach Energieinhalt darstellen. Das wäre sicher auch vertretbar.
Und in der Richtung könnte man sicher auch eine Vergleichsebene zum Strom schaffen, die auch ökologisch begründbar wäre. Nur darf man dann eben keine Rosinenpickerei auf dem Papier zulassen. Jeder Energieträger bekommt seinen Mix abgerechnet.

Aber vormachen braucht man sich dabei nichts, Erdgas und auch Strom wären die klaren Verlierer von solchen Varianten.

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Sven2
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Beitrag von Sven2 » 11.12.2017 19:37

So sieht wirkungsvolle Lobbyarbeit aus:
https://www.automobilwoche.de/article/2 ... t-abbau-ab
Wiederholungstäter: früher Touran TSI_EF, jetzt B200 NGD
CNG-Aufkleberimporteur

Robert
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Beitrag von Robert » 11.12.2017 19:49

Sven2 hat geschrieben:So sieht wirkungsvolle Lobbyarbeit aus:
https://www.automobilwoche.de/article/2 ... t-abbau-ab
Jein.
Ich persönlich sage, macht eine komplette Gleichstellung und gut ist. Das aber würde weniger ändern, als manch einer so meint. Denn man sollte das Steuerprivileg (von Subvention mag ich in dem Zusammenhang einfach nicht sprechen) des Benziners in dem Zusammenhang auch nicht unter den Tisch fallen lassen und streichen, dann ist da wieder der Unterschied nicht groß gegeben.

Denn unter dem Strich wird man sich in wenigen Jahren umdrehen und einmal mehr "wundern", warum der CO2 Ausstoß nicht runter, sondern rauf gegangen ist deutschlandweit. Der Diesel ist aktuell echter Prügelknabe, das ist aber klar überzogen.
Jeder Kraftstoff hat seine Stärke und wirklich wichtig wäre diese entsprechend einzusetzen. Dann das ist etwas, was ohne Verzicht ginge. Ansonsten geht es nur mit Verboten und Co..

buendisch
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Beitrag von buendisch » 16.01.2018 18:50

Von der derzeitigen noch im Amt befindlichen Regierung ist zum Thema nichts mehr zu erwarten:

https://rsw.beck.de/aktuell/meldung/bun ... vileg-fest

supercruise
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Re: Umweltbundesamt fordert Abschaffung d Privilegien für Diesel

Beitrag von supercruise » 09.05.2019 20:24

Jetzt aber?
Bundesfinanzminister Olaf Scholz (SPD) hat heute die neuen Zahlen zur Steuerschätzung präsentiert. Insgesamt kommen bis 2023 bei Bund, Ländern und Kommunen 124,3 Milliarden Euro weniger rein als zuletzt kalkuliert.
https://www.focus.de/politik/steuereinn ... 91473.html

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