Neue Zündverfahren

Es tut sich was in den Labors der Auto- und/oder Gasanlagenhersteller? Hier ist Platz für Informationen darüber.

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Gastra
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Re: Neue Zündverfahren

Beitrag von Gastra » 13.03.2019 16:50

ich gönne den Mazda Leuten und der Wankelidee ja den Erfolg!

BeimZweitakter addiere ich genau wie beim Viertakter die maximalen Hubräume aller Arbeitsräume, nur beim Wankel teile ich durch 3....

ZT_CBG
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Re: Neue Zündverfahren

Beitrag von ZT_CBG » 13.03.2019 17:19

Das mit den Räumen ist eben Definitionssache. Sehe ich aber so o.k. wie es definiert ist, ich weiss nicht worauf Du Deine Kritik an der Betrachtungsweise aufbaust, schliesslich sollten (im Motorsport) geometrische Ansaugvolumina verglichen werden?
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Gastra
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Re: Neue Zündverfahren

Beitrag von Gastra » 13.03.2019 19:11

Der Wankel mit drei Arbeitsräumen saugt bei einer Umdrehung der Trochoide 3x das Kammervolumen an, bei einer Umdrehung der Exenterwelle 2x das Kammervolumen an und der Hubraum wird mit 1x dem gesammten Kammervolumen angesetzt was 1/3 des gesamten Hubraums entspricht.

Ein Viertaktmotor saugt bei einer Umdrehung der KW das 0,5 fache des Hubvolumen an, es wird aber die Summe aller Einzelhubräume als Gesamthubraum angesezt.

Wo ist hier die Logik?

ZT_CBG
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Re: Neue Zündverfahren

Beitrag von ZT_CBG » 13.03.2019 19:33

Gastra hat geschrieben:
13.03.2019 19:11
Wo ist hier die Logik?
Dieselbe wie beim Vergleich Zwei/Viertakter! Und es gilt die kleinste mögliche Bauweise (Einzylinder)!

Also imho alles logisch!?
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Gastra
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Re: Neue Zündverfahren

Beitrag von Gastra » 13.03.2019 19:55

bei zwei und Viertaktern wird das gesamte Arbeitsvolumen angenommen, nur beim Wankel macht man es anders und setzt ein Drittel des Hubraums an. Hubraum ist halt der Raum derdurch den Kolbenhub genutzt wird, die Analogie zum Hub ist die Exzentrizität der Trochoide, damit sehe ich keinen Grund anders zu verfahren als bei normalen Motoren. Mit meiner betrachtungsweise stimmen auch die thermodynamischen Formeln wieder und die Kenngrößen für Leistung und Mitteldruck (quasi spezifisches Drehmoment) liegen im Rahmen des Üblichen....

supercruise
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Re: Neue Zündverfahren

Beitrag von supercruise » 13.03.2019 20:47

ZT_CBG hat geschrieben:
13.03.2019 02:01
supercruise hat geschrieben:
12.03.2019 21:22
Das gebildete Plasma vermindert die Bildung von Stickoxiden.
Die Frage ist aber, bei den Mengen über die wir inzwischen reden, ob das durch das Plasma selbst gebildete NOx nicht die bei der verbesserten Verbrennung erreichte Verminderung zum grossen Teil wieder aufhebt? Ist kein Witz!

Imho ist Plasmazündung tot, Laserzündung zu teuer (im PKW) und MW-Zündung wurde erst gar nicht richtig angegangen...
Bei der Laserzündung ensteht ein Plasma.
Schadstoffsenkung und Effizienzsteigerung durch Laserzündung
Im Mittelpunkt des Projekts steht ein spezieller Typ von Laserzündkerzen, die aufgrund ihrer
Funktionsweise als „passiv gütegeschaltet“ bezeichnet werden. Sie sind sehr robust,
können daher den Vibrationen und hohen Temperaturen eines Motors standhalten und sind
zudem vergleichsweise kostengünstig. Diese Zündkerzen sind in der Lage, Lichtimpulse
auszusenden, die in winzigen Abständen zwischen 60 und 250 Mikrosekunden aufein
ander folgen. Wird eine solche Impulskette auf einen bestimmten Punkt im Brennraum
fokussiert, entsteht ein leuchtendes Plasma, das eine Temperatur von nahezu 100.000
Grad Celsius hat. Innerhalb einiger hundert Nanosekunden kühlt sich das Plasma ab und
sendet eine Druckwelle aus. Diese setzt sich mit Überschallgeschwindig
keit im Brennraum fort und führt schließlich zur Zündung des Gasgemisches, das den Plasmakern umgibt.
https://www.uni-bayreuth.de/de/universi ... endung.pdf

Würde man das bei Gasmotoren antwenden, gäbe es praktisch keinen Schadstoffausstoß mehr?

Robert
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Re: Neue Zündverfahren

Beitrag von Robert » 13.03.2019 20:48

Das mit dem Drittel ist eine passable Faustformel, mehr aber auch nicht.

Insgesamt ist eine Hubraumangabe in der heutigen "Turbo" Zeit aber ja eh nicht mehr so wirklich aussagekräftig.

Gastra
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Re: Neue Zündverfahren

Beitrag von Gastra » 13.03.2019 21:00

Robert hat geschrieben:
13.03.2019 20:48
Das mit dem Drittel ist eine passable Faustformel, mehr aber auch nicht.

Insgesamt ist eine Hubraumangabe in der heutigen "Turbo" Zeit aber ja eh nicht mehr so wirklich aussagekräftig.
es ist eine Fausformel (anderswo gilt übgrigends das 2 fache des Kammervolumens) bei der man für alle gültigen Werte wie Mitteldruck, Leistung etc. immer das Dreifache erhält wie bei einem konventionellen Viertakter, das zeigt wie unsinnig diese Betrachtungsweise ist!

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Re: Neue Zündverfahren

Beitrag von ZT_CBG » 13.03.2019 21:05

Gastra hat geschrieben:
13.03.2019 19:55
bei zwei und Viertaktern wird das gesamte Arbeitsvolumen angenommen, nur beim Wankel macht man es anders und setzt ein Drittel des Hubraums an.
Man nimmt das Volumen zwischen unterem und oberen Totpunkt des (Ansaug)hubs. Das gleiche macht man beim Wankel (VKmax-VKmin). Wieviel Saughübe/U dabei stattfinden wird dabei nicht berücksichtigt. Der Zweitakter saugt ja bei gleichem Hubraum auch ca. das doppelte Volumen an Luft/U an wie der Viertakter!
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Robert
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Re: Neue Zündverfahren

Beitrag von Robert » 13.03.2019 21:17

Worüber diskutiert ihr eigentlich?

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Re: Neue Zündverfahren

Beitrag von ZT_CBG » 13.03.2019 21:26

Über Hubraum und Kammervolumen beim HKM/Wankel. Gastra hat da wieder mal eine sehr von der Norm abweichende Ansicht!
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Re: Neue Zündverfahren

Beitrag von Gastra » 13.03.2019 21:32

ne, es gibt bei Wankelmotoren noch nicht mal eine einheitliche Norm. Bei der Formel 1 sind sie (nie zum Einsatz gekommen) mit 2/3 des Kammervolumens bilanziert worden, das macht immerhin ein bischen Sinn, da die Exenterwelle bei einer Umdrehung die Trochoide um 2/3 Umdrehung weiterdreht. Die Einstufung mit dem einfachen Kammervolumen ist wohl in Japan üblich, in anderen Ländern sieht es wieder ganz anders aus.

Verwendet man die üblichen Formeln zur Leistungsberechung bei Viertaktern (z.B. P = 1/2 VH * pmi * n) dann erhalte ich mit meiner Betrachtungsweise (als Drehzahl verwende ich die Trochoidendrehzahl) die richtigen Werte, mit dem einfachen Kammervolumen liege ich um Faktor 3 daneben. Alternativ kann ich 2/3 der Kammervolumens mit der Drehzahl der Exenterwelle verwenden, dann stimmt es auch wieder, mit dem einfachen Kammervolumen ist es schlicht falsch!

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Re: Neue Zündverfahren

Beitrag von ZT_CBG » 13.03.2019 21:45

Die FIA ist international!

Und die Einstufung erfolgt in D wie in Japan gleich! Imho hatte ein Ro 80 ca. 1l! Nach Deiner Defenition hätte er ca. 3l gehabt?
Ich glaube die Autoquartette dieser Welt müssen wegen Dir neu gedruckt werden? :eek:
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Re: Neue Zündverfahren

Beitrag von Gastra » 13.03.2019 22:25

so eindeutig ist das Ganze eben nicht:

http://rx8forum.de/index.php/Thread/948 ... uivalentz/

In Deutschland werden Wankelmotoren mit dem doppelten Kammervolumen versteuert:

https://www.focus.de/auto/ratgeber/unte ... 11659.html

beim DMSB wird das 2,2 fache des Kammervolumens angesetzt

Ich bin mir sicher dass in der Formel 1 früher (hat es nie gegeben) ebenfalls 2x Kammervolumen angesetzt worde, Quelle folgt...

Also einfaches Kammervolmen = Hubraum gibt es so weit ich es sehe bei uns nirgends als Definition, dann stimmen auch die Fromeln zu Leistungsberechnung nicht mehr.

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