Skoda G-Tec - Umstellung auf Benziner wenn Stahltanks rosten

Rund um die Serien-Erdgasmodelle von Volkswagen, Audi, Seat und Škoda.

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Gulbenkian
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Beitrag von Gulbenkian » 22.05.2018 13:02

Mircka hat geschrieben:URTEIL IM ZWEIFEL FÜR DEN ANGEKLAGTEN
Das Urteil und die Begründung sind blanker Hohn:
Das Kraftfahrtbundesamt in Flensburg hat auch die Rückrufaktion der Volkswagen AG im Zusammenhang mit dem VW Touran geprüft. Dabei wurde festgestellt, dass die Rückrufaktion im Jahr 2016 zeitlich nicht zu beanstanden ist. Dies deckt sich mit der Aussage der Volkswagen AG, dass Korrosionsschäden an den vorderen Tanks vor dem Zeitpunkt dieser Rückrufaktion nicht erker.rnbar geneser.r sind. Eine institutionelle Sorgfaltspflichtverletzung der Volkswagen AG oder des Kraftfahrtbundesamtes liegen daher nicht vor.
Die rostigen Tanks, auch die vorderen, sind sowohl dem KBA, als auch VW vorher bekannt gewesen und hätten bereits vor 2016 zu einem verpflichtenden Rückruf führen müssen. Diesel-PKW-Besitzern wird die Stilllegung ihres PKW angedroht, wenn sie Rückrufen nicht nachkommen. Leute mit rostenden Tanks werden trotzdem zurück auf die Strasse gelassen.

Mein VW Händler hätte uns mit rostigen Tanks nicht wieder vom Gelände gelassen. Sie wollten mindestens die Tanks zudrehen. Sich mit einer Belehrung aus der Haftung zu ziehen und keine weiteren Maßnahmen zu ergreifen ist fahrlässig.
Dass der TÜV ein Jahr zuvor keinen Rot gesehen hat ist eh klar, wenn man nicht ordentlich schaut. Dass der Tank innerhalb eines Jahres so sehr rostet, dass er bei der Betankung platzt, ist nicht sehr glaubhaft. Bei unserem Touran hatte der KÜS im August die GWP durchgeführt. Im darauffolgenden September wurden die Tanks wegen Rost getauscht. Die vorderen wurden dabei nicht beachtet. Allein die Häufigkeit rostender Tanks bei der ersten Rückrufaktion (20T3) hätte VW dazu bringen müssen, alle 3/4 Tanks zu untersuchen. Der Aufwand wäre angesichts der Folgen durchaus vertretbar gewesen. Hier haben das KBA, die Prüforganisationen und VW versagt. Aber das ist ja anscheinend eher die Regel, als die Ausnahme :rolleyes:
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Robert
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Beitrag von Robert » 22.05.2018 14:18

Gulbenkian hat geschrieben: Die rostigen Tanks, auch die vorderen, sind sowohl dem KBA, als auch VW vorher bekannt gewesen und hätten bereits vor 2016 zu einem verpflichtenden Rückruf führen müssen. Diesel-PKW-Besitzern wird die Stilllegung ihres PKW angedroht, wenn sie Rückrufen nicht nachkommen.
Naja, was bedeutet "bekannt"?
Wie groß ist das Ausmaß, ist da ja die zentrale Frage?

Ich denke schon, dass das Gericht dieser Frage nachgekommen ist und hier sicher auch wesentlich bessere Informationen zur Verfügung hat, als wir alle zusammen.

Bei einem "echten" Rückruf ist der Satz mit der Stilllegung übrigens Standard.
Wenn es nur um freiwillige Servicemaßnahmen seitens der Hersteller geht, dann fehlt der natürlich.

Gulbenkian hat geschrieben: Leute mit rostenden Tanks werden trotzdem zurück auf die Strasse gelassen.

Mein VW Händler hätte uns mit rostigen Tanks nicht wieder vom Gelände gelassen. Sie wollten mindestens die Tanks zudrehen. Sich mit einer Belehrung aus der Haftung zu ziehen und keine weiteren Maßnahmen zu ergreifen ist fahrlässig.
Auch wenn es sicher bitter ist, die Werkstatt hat keinerlei Recht fremdes Eigentum einzubehalten oder daran gegen den Willen des Eigentümers Veränderungen vorzunehmen.
Wenn dann gibt es wohl nur die Möglichkeit über die Polizei eine entsprechende Stilllegung zu veranlassen. Hier hat dann aber jemand in der Werkstatt wohl auch die Lage nicht ganz so schlimm eingeschätzt.

gato311
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Beitrag von gato311 » 22.05.2018 17:47

Man hätte als Werkstatt die Flaschen zudrehen können.
Ein dreister Kunde hätte sie wieder aufgedreht oder noch schlimmer mit Rechtsschutzversicherung kostentreibend die Werkstatt auf Zivilrechtsweg dazu verpflichtet (und nach meiner Prognose auch durchaus erfolgreich).

Der Polizei oder Zulassungsstelle hätte die Werkstatt den Umstand melden können.

Woraus entnehmt ihr, dass ein Gericht überhaupt befasst war? Meines Wissens hat die StA ermittelt und die Verfahren mangels hinreichenden Tatverdachtes eingestellt...

Aus meiner Sicht kann man hier nur diskutieren, dass VW die Prüforganisationen früher hätte sensibilisieren müssen bei den bereits vorher aufgetretenen Unfällen.

Robert
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Beitrag von Robert » 22.05.2018 18:18

gato311 hat geschrieben:Man hätte als Werkstatt die Flaschen zudrehen können.
Ein dreister Kunde hätte sie wieder aufgedreht oder noch schlimmer mit Rechtsschutzversicherung kostentreibend die Werkstatt auf Zivilrechtsweg dazu verpflichtet (und nach meiner Prognose auch durchaus erfolgreich).

Der Polizei oder Zulassungsstelle hätte die Werkstatt den Umstand melden können.

Woraus entnehmt ihr, dass ein Gericht überhaupt befasst war? Meines Wissens hat die StA ermittelt und die Verfahren mangels hinreichenden Tatverdachtes eingestellt...

Aus meiner Sicht kann man hier nur diskutieren, dass VW die Prüforganisationen früher hätte sensibilisieren müssen bei den bereits vorher aufgetretenen Unfällen.
Richtig, streng genommen darf die Werkstatt gar nichts machen ohne Einverständnis des Eigentümers, auch nicht die Flaschen zu drehen.
Melden wäre der einzige echte Weg gewesen, sofern wie gesagt, die Werkstatt selbst überhaupt das Ausmaß erkennt.

Ansonsten sehe ich es nicht so, dass VW hier zu informieren hat. Ein Sachverständiger hat relevante Bauteile auf Korrosion zu prüfen, ansonsten ist er ein Sachverständiger ohne Sachverstand. Das kommt leider zu oft vor, aber dafür kann man nicht VW verantwortlich machen.

CNG_Interessent
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Beitrag von CNG_Interessent » 22.05.2018 20:32

Gastra hat geschrieben:Das Problem bei den Unterflurtanks ist, dass sie immer Feuchtigkeit und Streusalz ausgesetzt sind. Durch den Gesetzgeber ist das Auftragen eines wirksamen rostschutzes verhindert worden, um eine Kontrolle der Oberflächen zu gewährleisten. Lack alleine hält halt nicht auf die Dauer, ein Konservierungsfett (Mike Sanders, Fluid Film etc.) hätte den Rost wirksam verhindert, aber diese Lösung kommt für die OEM selber leider nicht in Frage. Glücklicherweise scheint der TÜV dies in den meisten Fällen zu tolerieren, zumal durch die Transparenz immer noch eine Sichtkontrolle möglich ist.
Die Unsicherheit mit dem Rost ist genau wovor ich Angst habe, v.a. da man den Skoda nicht auf Benzin "ummelden" kann (siehe oben).
Kann man das Konservierungsfett auch von einer Skoda-Werkstatt drauf machen lassen? Der Skoda G-Tec hätte noch Garantie bis Anfang 2020, so dass ich zum Ölwechsel und Inspektion die nahegelegene Skoda-Werkstatt aufsuchen würde...

Vielen Dank!

buendisch
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Beitrag von buendisch » 23.05.2018 07:35

CNG_Interessent hat geschrieben:Die Unsicherheit mit dem Rost ist genau wovor ich Angst habe, v.a. da man den Skoda nicht auf Benzin "ummelden" kann (siehe oben).
Kann man das Konservierungsfett auch von einer Skoda-Werkstatt drauf machen lassen? Der Skoda G-Tec hätte noch Garantie bis Anfang 2020, so dass ich zum Ölwechsel und Inspektion die nahegelegene Skoda-Werkstatt aufsuchen würde...

Vielen Dank!
Ich habe den Eindruck, Du wirst immer ein ungutes Gefühl haben, wenn Du mit einem CNG-Auto unterwegs sein solltest - dazu machst Du Dir zuviele Gedanken und nimmst unwahrscheinlichliche Fälle an. Das ist nicht schlimm, nicht jeder ist für alternativere und vermeintlich unsicherer Technologie bereit. Ich persönlich rate Dir daher nicht zu einem CNG-Auto. Vielleicht wäre ein Fahrrad eine Möglichkeit, da kann nämlich kein Tank explodieren - aber durchrosten kann trotzdem was.

Gastra
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Beitrag von Gastra » 23.05.2018 08:59

ich finde auch, Du solltest Dich nicht verrückt machen, wahrscheinlich sind die Flaschen eh schon besser geworden. Mit dem Konservierungsfett begibt man sich in eine Graustufe, eigentlich darf man auf die Tanks nichts drauf schmieren, da dies die Überprüfung der Tanks behindern könnte. Da Fluid Film etc. transparant und notfalls auch abwaschbar ist, ist das eine gute Lösung aber nichts was eine Vertragswerkstatt auftragen wird.

Robert
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Beitrag von Robert » 23.05.2018 09:29

buendisch hat geschrieben:Ich persönlich rate Dir daher nicht zu einem CNG-Auto. Vielleicht wäre ein Fahrrad eine Möglichkeit, da kann nämlich kein Tank explodieren - aber durchrosten kann trotzdem was.
Ich denke sein Bauchschmerz besteht nicht darin, dass er einen explodierenden Tank fürchtet, sondern eine leere Brieftasche aufgrund von rostigen Tanks, die getauscht werden müssen.

Diese Sorge kann man nur nehmen, indem man die Kosten und die Ersparnis entsprechend ausrechnet. Das habe ich ja versucht, gebe aber auch zu, dass das unter dem Strich nicht so einfach darstellbar ist.

einherzfuerCNG
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Beitrag von einherzfuerCNG » 23.05.2018 12:06

CNG_Interessent hat geschrieben: Die Unsicherheit mit dem Rost ist genau wovor ich Angst habe, v.a. da man den Skoda nicht auf Benzin "ummelden" kann (siehe oben).
Die kann dir hier keiner nehmen, man steckt nunmal nicht drin. Daher rate ich zum Kauf eines sparsamen Benziners MIT RUSSFILTER, so wie sie nun immer mehr Hersteller anbieten und anbieten werden.

Ängste dieser Art sind irrational, aber ein Forum wie dieses ist keine Therapiemöglichkeit. Man kann nur mit Wahrscheinlichkeiten rechnen, Gewissheit gibt es nicht, nur den Glauben, dass etwas einfach funktioniert. Und wenn nicht, werden sich eben Lösungen ergeben, vielleicht teurere, als wenn man anders gehandelt hätte, aber wer weiß das schon im Voraus? Schlimmstenfalls verliert man etwas Geld ... aber es ist eben nur Geld (nein, ich bin auch kein Krösus, aber ab und zu zahlt man eben drauf, aber im Mittel alle das gleiche).
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gato311
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Beitrag von gato311 » 23.05.2018 13:04

Ich habe für meine Paranoia bei meinem Mii einfach 190 Euro investiert und habe eine komplette intakte Tankanlage aus 2014 mit Leitungen und Ventilen gekauft und zur Seite gelegt, als es sich ergeben hat. War nicht schwer zu finden, wenn man die Augen online gelegentlich offen hält. Wird bei den neueren Fahrzeugen auch dazu kommen, wenn die 0-Serienfahrzeuge langsam zerlegt werden. Dann tauchen auch die Teile auf.

Wenn irgendeine Flasche Probleme macht, wird eben eine neue reingesetzt.

Auch habe ich mich schlau gemacht, wie genau die Überwurfmuttern bei den verwendeten Leistungen in gebrauchtem Zustand anzuziehen sind, falls sich keine Werkstatt findet, die die Flaschen tauscht (wegen Gewährleistungs-blabla).

Wenn die Laufleistung hoch genug ist und man etwas vorsorgt, kann man diese Risiken alle wirtschaftlich im Vergleich zum Diesel oder Benziner verschmerzen.

paderradler
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Beitrag von paderradler » 24.05.2018 07:43

buendisch hat geschrieben:Vielleicht wäre ein Fahrrad eine Möglichkeit, da kann nämlich kein Tank explodieren - aber durchrosten kann trotzdem was.
OT: nicht unbedingt, im Faschenhalter unter dem Unterrohr transportiere ich auf Reisen die Bezinflasche vom Kocher :lol:
Gruß
paderradler

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Gulbenkian
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Beitrag von Gulbenkian » 24.05.2018 13:03

Robert hat geschrieben:Naja, was bedeutet "bekannt"?
Wie groß ist das Ausmaß, ist da ja die zentrale Frage?
Kennt hier jemand einen Touran/Caddy BJ 2006-2009, bei dem die Flaschen nicht rosteten und auch noch nicht getauscht wurden? Ich würde mal davon ausgehen, dass bei normaler Nutzung jedes Fahrzeug der beiden Baureihen betroffen ist.
Wenn dann gibt es wohl nur die Möglichkeit über die Polizei eine entsprechende Stilllegung zu veranlassen. Hier hat dann aber jemand in der Werkstatt wohl auch die Lage nicht ganz so schlimm eingeschätzt.
Wenn das Auto im August in der Werkstatt war und die Abdeckung bereits gefehlt hat, dann muss doch der Mechaniker den bedenklichen Zustand der Tanks gesehen haben. Wenn dann am 9.9. ein Tank birst, muss er im August schon erheblich geschwächt gewesen sein. De Rückruf von VW war vom Juni 2016. Klar kann niemand gezwungen werden sein Fahrzeug einem angeordneten Rückruf zu unterziehen. Wenn aber Gefahr für Leib und Leben absehbar ist, gehört so ein Fahrzeug unmittelbar aus dem Verkehr gezogen. Vielleicht hat der Halter dem Autohaus ja eine Art Enthaftungserklärung unterschrieben, eine mündliche Belehrung dürfte durch das Autohaus nur schwer nachweisbar sein. Egal wie es gelaufen ist, das KBA wusste seit ca. 2009 von sich häufenden Problemen mit Stahltanks beim Touran und VW ebenso. Die ganzen Kulanzanträge der Händler dürfte nicht spurlos an denen vorbeigegangen sein.
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Beitrag von Robert » 24.05.2018 13:09

Gulbenkian hat geschrieben:De Rückruf von VW war vom Juni 2016. Klar kann niemand gezwungen werden sein Fahrzeug einem angeordneten Rückruf zu unterziehen.
Aber der "Rückruf" von VW zu diesem Zeitpunkt war kein echter Rückruf, sondern nur eine freiwillige Servicemaßnahme. Der echte Rückruf kam dann erst nach dem Ereignis.
Und natürlich wird man bei einem vom KBA angeordneten Rückruf gezwungen. Anders gesagt, entweder kommt man dem nach oder das Fahrzeug wird stillgelegt.

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Gövi
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Rost aus gutenm Hause.....??

Beitrag von Gövi » 26.05.2018 11:01

:cool:
Moin,
das mit dem Rost ist Hausgemacht und auch das diese Aktion vom KBA
zum Schluss verlangt wurde kommt für jeden Techniker mit dem
Auge am Tank nicht unvorbereitet, diese Tanks rosten schon seit dem Einbau
mehr oder weniger vor sich hin, das liegt schlicht an der schlechten
Versiegelung. Es hätte auch kein Tank platzen müssen, wenn alle Prüfbereiche
ihre Hausaufgaben gemacht hätten und der Hersteller der Tanks sich an
die geltenden Regeln der Technik gehalten hätte.
Das ist aber nicht geschehen, erst wurde bei der Umstellung auf das neue Recht
(§41a STVZO) der Passus mit dem Hinweis auf eine ausreichende Versiegelung
gestrichen, da sich ja jeder Hersteller sowieso an dem Stand der Technik halten
würde, dann kam der Sparzwang und hat den Einkaufspreis immer weiter zu
Lasten der Flaschenhersteller nach unten gedrückt, mit dem bekannten Ergebnis.
Andere Fahrzeughersteller haben ihre Flaschen im Griff und müssen keine
oder nur wenige Flaschen tauschen.
Ich sehe keinen Grund alle Flaschen aus GFK zu bauen, die Gewichtsersparnis
mal aussen vor. Wenn an den üblichen Sauerstoffwerken die Flaschen, die bis
auf Tauchflaschen meist aus Stahl sind, geprüft werden, dann kannst du gut
sehen welche dauerstabilität Stahlflaschen haben, auch wenn diese an Baustellen
nicht gerade sorgfältig behandelt werden.

Gruß
G
Gasgeben schadet ja nicht !

CNG_Interessent
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Registriert: 05.05.2018 09:35

Beitrag von CNG_Interessent » 26.05.2018 17:40

Vielen Dank für eure zahlreichen Kommentare!!! Und nahezu alle waren sehr hilfreich ;-)

Mit geht es tatsächlich um eine Abschätzung des möglichen wirtschaftlichen Schadens. Für mich ist ein solches Auto eine sehr große Investition (bisher nie wirklich Geld für Autos ausgegeben, da nicht benötigt), so dass ich nicht nach 3 bis 4 Jahren mit einer sehr hohen Werkstatt-Rechnung dastehen will - und dass trotz einer möglichen Garantierverlängerung, die eben rostige Stahltanks wohl nicht umfasst. Die Erdgas-Technologie finde ich super interessant und die wesentlichen Nachteile von mehr Tankvorgängen, kürzeren Wartungsintervallen und kleinerem Kofferraumvolumen nehme ich auch sehr gerne in Kauf. Aber eben nicht den wirtschaftlichen Totalschaden. Ich kann auch leider der Automobilbranche keinesfalls gutgläubig vertrauen.

Sämtliche Werkstätten und Mechaniker, die ich kontaktiert habe, rieten mir übrigens von einem Erdgas-Auto ab (neben freien Werkstätten insbesondere auch eine VW-/Skoda-Vertragswerkstatt mit guter Erdgas-Erfahrung).

Daher bin ich echt hin- und hergerissen zwischen nem gebrauchten Euro6-Diesel-Auto (das nur 50-60 % an Investitionskosten hat) und einem nahezu neuen Erdgas-Auto (die gebrauchten Octavias erscheinen mir doch relativ teuer unter Berücksichtigung der Unsicherheit mit den Tanks). Dabei wäre Erdgas aus meiner Sicht eigentlich ideal wegen der vielen Autobahnfahrten von ca. 200 km/Tag...

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