Ermittlung der Gasqualität

Rund um die Serien-Erdgasmodelle von Volkswagen, Audi, Seat und Škoda.

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gasophil
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Re: Ermittlung der Gasqualität

Beitrag von gasophil » 26.06.2018 10:02

gato311 hat geschrieben:
26.06.2018 07:53
Hat der eigentlich wirklich noch einen LMM? Wäre ja für einen Motor aus der Generation eher ungewöhnlich. Beim Up hat man den sich ja geschenkt...
Ich dachte beim Benziner (und dann wohl auch Gaser) rechnet der die Luftmasse über den Saugrohrdruckgeber G71 und den Ansauglufttemperatugeber G42.
Ich habe bei meinem jetzt nachgesehen. Es ist kein LMM mehr verbaut. Statt dessen ein Ladedrucksensor und der von dir erwähnte Saugrohrdrucksensor.
War mein Fehler, dass ich davon ausgegangen bin.

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Bassmann
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Re: Ermittlung der Gasqualität

Beitrag von Bassmann » 26.06.2018 20:50

Gastra hat geschrieben:
26.06.2018 08:48
zunächst einmal, schön dass man hier schreiben kann obwohl man immer damit begrüßt wird hier nur lesen zu können...
...
Ich hab mal den Starttext angepasst. Lad mal die Startseite neu. Der Starttext wird demnächst auch verschwinden, aber das wohl erst nach einem Umzug auf einen preiswerteren Server, wir wollen ankündigen können, was kömmt. Aber das kann dauern, es sind Jahresverträge.

Sorry fürs Offtopic.

MfG Bassmann
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Re: Ermittlung der Gasqualität

Beitrag von tottesy » 28.06.2018 07:56

Auch etwas OT:

Wenn der Benzinbetrieb für die Kalibrierung des Gasbetriebes erforderlich ist, bedeutet das, dass es keinen reinen Erdgasmotor im Auto geben wird?
Ich hoffte ja immer, dass irgendwann so einer kommen wird, der dann auch die Klopffestigkeit des CNG ausnutzen und auf die ganzen Bauteile für den Benzinbetrieb verzichten würde.

Gruß,

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Re: Ermittlung der Gasqualität

Beitrag von gato311 » 28.06.2018 08:07

Nöö, da wird man sich ev. mal durchringen müssen und statt der 2 Sprunglamdasonden doch mal ne Breitbandsonde einzubauen.
Dann gibt es bei der Abgastemperaturüberwachung sicher noch weiteres Optimierungspotential.

Schlimmstenfalls muss zum Komponentenschutz die Leistung für ein paar Sekunden begrenzt werden, wenn Kaltstart und Tankvorgang zusammenkommen.

Derzeit stört die Einbindung des Benzins ja nicht und macht es einfacher, weil ja ohnehin mal ein paar Tropfen durch die Injektoren gehen sollten, damit das System gespült wird.

Das System wird ja immer möglichst billig ausgeführt. Natürlich kriegt man das auch anders in den Griff.

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dridders
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Re: Ermittlung der Gasqualität

Beitrag von dridders » 28.06.2018 08:11

Monovalente Erdgaser hat es bereits gegeben, und kann es natuerlich auch jederzeit wieder geben. VAG ist meines Wissen auch der einzige, der diese Kalibrierung durchfuehrt. Sie hilft halt um nach einem Wechsel der Gasqualitaet schneller wieder in allen Bereichen direkt passende Abgaswerte zu haben, und sie hilft etwas seltener die Abgaskontrollleuchte aufleuchten zu lassen, wenn das Fahrzeug nicht mehr "topfit" ist... also vor allem schon Undichtigkeiten eingetreten sind oder die Duesen nicht mehr so richtig wollen.
Zur Klopffestigkeit: die wird auch heute schon genutzt, deswegen bringen die Sauger unter Benzin ja nicht die Leistung, die der vergleichbare Benziner bringen wuerde. Beim aufgeladenen ist es da einfacher, da kann man halt den Ladedruck je nach verwendetem Kraftstoff anpassen.

gato311:
Ob Sprung- oder Breitbandsonde spielt dabei keine Rolle, damit kannst du trotzdem nicht erkennen warum dein Gemisch jetzt daneben liegt, ob es an der Aenderung der Kraftstoffqualitaet oder an einem Defekt am System liegt. Breitbandsonde ist eigentlich erst wichtig wenn man nicht mehr stoechometrisch fahren will, sondern den Magerbetrieb anstrebt. Aber da werden sich die Hersteller wohl hueten, die Erfahrungen damit waren nicht dolle, und im Rahmen der heutigen NOx-Problematik beim Diesel werden sie sich sicher nicht nochmal verbrennen wollen.

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Re: Ermittlung der Gasqualität

Beitrag von Gastra » 28.06.2018 09:00

ne Breitbandsonde schafft sehr viel schneller Klarheit darüber wieviel die Elektronik nachregeln muss, daher sehe ich das durchaus als Vorteil an. Ich denke dass VW mit Benzin starte, da man damit die HC Emissionen leichter im Griff hat, außerdem spart man sich eine aufwendige Applikation für einen Erdgasstart. Im Benzinbetrieb findet der Motor auch nichts über die Eigenschaften des Gases heraus, wär also für eine Kallibrierung ungeeignet.

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Re: Ermittlung der Gasqualität

Beitrag von tottesy » 28.06.2018 11:52

dridders hat geschrieben:
28.06.2018 08:11
…Zur Klopffestigkeit: die wird auch heute schon genutzt, deswegen bringen die Sauger unter Benzin ja nicht die Leistung, die der vergleichbare Benziner bringen wuerde. Beim aufgeladenen ist es da einfacher, da kann man halt den Ladedruck je nach verwendetem Kraftstoff anpassen.
Naja, es wurde zwar etwas die Kompression gegenüber der Benzinerversion erhöht, aber die möglichen 130 Oktan werden doch wohl nicht annähernd ausgenutzt, oder?

Gruß,

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dridders
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Re: Ermittlung der Gasqualität

Beitrag von dridders » 28.06.2018 12:02

Naja, das ist nicht nur "ein bisschen", statt um die 10:1 ploetzlich ueber 13:1. Wobei alles auch auf das "schlechteste" Gas abgestimmt sein muss, denn ja nach Bestandteilen (H/L) unterscheidet sich die Klopffestigkeit ja auch bei CNG. Aber frag mich nicht wieviel jetzt moeglich waere... koennte man ausrechnen, ich aber nicht ;-)

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Re: Ermittlung der Gasqualität

Beitrag von Gastra » 28.06.2018 15:54

welcher CNG Motor für PKW hat denn eine Verdichtung von 13:1??? Mir ist nur der Zafira (94 PS) mit 12,8:1 und der Astra G mit 12,5:1 bekannt, ansonsten hat m.W. kein anderer Hersteller die Kompression wirklich angehoben.

Der 1,5 TGI von VW wird zwar auch mit 12,5:1 angegeben, da aber die Einlasssteuerzeit beim Millern sehr kurz ist, ist die effektive Verdichtung dennoch nicht besonder hoch, die Benzinerversion ist ebenfals mit 12,5:1 verdichtet.

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Re: Ermittlung der Gasqualität

Beitrag von Robert » 28.06.2018 19:53

Gastra hat geschrieben:
28.06.2018 09:00
... außerdem spart man sich eine aufwendige Applikation für einen Erdgasstart. Im Benzinbetrieb findet der Motor auch nichts über die Eigenschaften des Gases heraus, wär also für eine Kallibrierung ungeeignet.
Was meinst du mit "aufwendige Applikation für einen Erdgasstart"? Den gibt es ja immer, nur nach dem Tanken nicht. Und richtig, im Benzinbetrieb findet man nichts über die Eigenschaften des Gases heraus, aber man findet heraus, wie die Umgebungsbedingungen aussehen und kann diese Parameter nutzen, um den Gasbetrieb schnellst möglich optimal einzustellen. Ohne diese Daten, wüsste man nicht direkt ob es an der Umgebung liegt oder am Gas.
Gastra hat geschrieben:
28.06.2018 15:54
Der 1,5 TGI von VW wird zwar auch mit 12,5:1 angegeben, da aber die Einlasssteuerzeit beim Millern sehr kurz ist, ist die effektive Verdichtung dennoch nicht besonder hoch, die Benzinerversion ist ebenfals mit 12,5:1 verdichtet.
Im Up ist die Kompression auch leicht angehoben, aber nicht auf 13:1.

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Re: Ermittlung der Gasqualität

Beitrag von tottesy » 28.06.2018 20:05

Der UP! hat wohl 11,5:1

Gruß
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Re: Ermittlung der Gasqualität

Beitrag von Gastra » 28.06.2018 22:06

"Was meinst du mit "aufwendige Applikation für einen Erdgasstart"? Den gibt es ja immer, nur nach dem Tanken nicht. "

Ist das so? Ich dachte nur die Opel (außer dem aktuellen Astra) und Benze starten auf Gas

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Re: Ermittlung der Gasqualität

Beitrag von Pohlkoetter » 28.06.2018 23:01

:cry:
Das werden wir nicht vergessen: das markante Knurren beim Kaltstart im Gasbetrieb. Zwar ist der A4 G-Tron deutlich besser gedämmt und entsprechend leiser als viele Erdgas-Kleinwagen, doch so ganz kann der Vierzylinder die rauere und härtere Verbrennung nicht kaschieren. Auch darin ist der G-Tron einem TDI also näher, als man glaubt.
[Quelle: http://www.spiegel.de/auto/fahrberichte ... 57326.html ]
Ab 10 Grad Außentemperatur startet der TGI bereits mit CNG und fährt automatisch CNG solange der Kraftstoff verfügbar ist.
[https://www.argesolar-saar.de/news.php? ... &rubr_id=3 ]

DIe CNG-Modelle aus dem VW-Konzern starten - außer nach einem CNG-Tankkvorgang oder bei leerem CNG-Tank oder unter -10 Grad wohl durchweg mit Gas.

gato311
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Re: Ermittlung der Gasqualität

Beitrag von gato311 » 29.06.2018 07:21

Die Applikation der festen Regelwerte beim Kaltstart muss ohne Referenzwerte sorgfältiger gemacht werden, damit er auch mit jeder Gasquali kalt halbwegs läuft.

Auf das Geschreibsel über Motorgeräusche beim Kaltstart und die angeblichen Ursachen in der Presse würde ich nix geben. Der Author hat erkennbar gar keine Ahnung von der Materie wie man schon an den falschen Fakten sieht.

Pohlkoetter
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Re: Ermittlung der Gasqualität

Beitrag von Pohlkoetter » 29.06.2018 10:20

Auf das Geschreibsel über Motorgeräusche beim Kaltstart und die angeblichen Ursachen in der Presse würde ich nix geben.
Darauf geb ich auch nix - es ging mir einzig und allein darum, dass das Fz kalt mit CNG startet ... das war die Frage des Vorposters ... und dazu gibt es noch weitere Nachweise, wenn man googelt

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