Ermittlung der Gasqualität

Rund um die Serien-Erdgasmodelle von Volkswagen, Audi, Seat und Škoda.

Moderatoren: MiniDisc, SiggyV70, sparbrötchen

Robert
Beiträge: 1031
Registriert: 22.12.2014 22:29

Re: Ermittlung der Gasqualität

Beitrag von Robert » 29.06.2018 23:23

Gastra hat geschrieben:
28.06.2018 22:06
"Was meinst du mit "aufwendige Applikation für einen Erdgasstart"? Den gibt es ja immer, nur nach dem Tanken nicht. "

Ist das so? Ich dachte nur die Opel (außer dem aktuellen Astra) und Benze starten auf Gas
Ja, das ist so.
Alle VW-Konzernmodelle starten mit Erdgas seit den 2010ern, sprich alles was mit bzw. nach dem VW Up auf den Markt kam.

Pohlkoetter
Beiträge: 40
Registriert: 09.06.2018 09:10

Re: Ermittlung der Gasqualität

Beitrag von Pohlkoetter » 04.07.2018 00:17

Hier mal ein Schaubild von Seat zum Startverhalten und Treibstoff:

tottesy
Beiträge: 126
Registriert: 21.11.2013 13:34

Re: Ermittlung der Gasqualität

Beitrag von tottesy » 05.07.2018 07:06

Pohlkoetter hat geschrieben:
04.07.2018 00:17
Hier mal ein Schaubild von Seat zum Startverhalten und Treibstoff:
Bin ich der Einzige, der das Schaubild nicht sehen kann?
Ich wäre jedenfalls sehr interessiert.

Vielleicht kannst Du es ja nochmals hier einstellen.

Danke,

tottesy
ECO UP!
2,85 kg/100 km (ø auf 60 Mm)

Pohlkoetter
Beiträge: 40
Registriert: 09.06.2018 09:10

Re: Ermittlung der Gasqualität

Beitrag von Pohlkoetter » 05.07.2018 08:21

gasstart.jpg
gasstart.jpg (32.03 KiB) 590 mal betrachtet
So - jetzt scheint es zu funktionieren

gasophil
Beiträge: 75
Registriert: 18.11.2017 16:38

Re: Ermittlung der Gasqualität

Beitrag von gasophil » 05.07.2018 10:02

Danke Pohlkoetter für das Bild. Interessant finde ich dabei, dass offensichtlich bei Temperaturen unter -10 Grad Celsius die Gefahr besteht, dass die Gaseinblasventile vereisen und sich verstopfen. Das Gas wird durch die Ausdehnung kälter als die Umgebungstemperatur (Joule-Thomson-Effekt), der GDR ist mangels Warmwasser noch nicht beheizt und im Erdgas kann sich - auch nach der Trocknung - immer noch etwas Wasserdampf befinden, der dann die Ventile zueist. Deswegen erst einmal eine Aufwärmphase mit Benzin. So ein CNG-Fahrzeug ist doch der beste anschauliche Physik-Unterricht.

tottesy
Beiträge: 126
Registriert: 21.11.2013 13:34

Re: Ermittlung der Gasqualität

Beitrag von tottesy » 05.07.2018 12:41

Pohlkoetter hat geschrieben:
05.07.2018 08:21
gasstart.jpg
Auch von mir vielen Dank.

Leider erklärt das Schaubild nicht das lange Fahren auf Benzin, wenn der Wagen kurz nach dem Gas-Tanken abgestellt und erst später weitergefahren wird.
An der Benzinmenge und der Lambdaregelung wird es ja nicht liegen, oder?

Gruß,

tottesy
ECO UP!
2,85 kg/100 km (ø auf 60 Mm)

gasophil
Beiträge: 75
Registriert: 18.11.2017 16:38

Re: Ermittlung der Gasqualität

Beitrag von gasophil » 05.07.2018 14:27

Ich habe letztens nach dem Gastanken auf den Kilometerzähler geschaut: Es hat exakt 1,7 km gedauert, bis er von Benzin auf Gas umgeschaltet hat.
Das stimmt sehr gut mit der Theorie überein: Es werden 140 ml Benzin eingespritzt. Das entspricht etwa einem Verbrauch von 8 Litern auf 100 km bei einer Strecke von 1,7 km. Durchaus realistisch, wenn der Motor noch kalt ist.
Ausserdem dauert es auch eine Weile, bis die Lambdasonde die notwendige Betriebstemperatur hat, um valide Werte zu liefern.

Benutzeravatar
Bassmann
Site Admin
Beiträge: 29066
Registriert: 24.04.2006 20:25
Wohnort: Zu hause.
Kontaktdaten:

Re: Ermittlung der Gasqualität

Beitrag von Bassmann » 05.07.2018 23:43

Achtet bitte auf die Drehzahl nach dem Tankvorgang.
Es ging die Mär, dass diese möglichst lange um die 3000/min gehalten werden soll, um den Testvorgang möglichst schnell abzuschließen.

Stimmt das? Probiert das doch bitte mal aus.

MfG Bassmann
17 Zylinder, 4,85 Liter Hubraum, aber verteilt auf 2 Autos und 3 Motorräder:
Golf4 Kombi 1.6l autom. mit CNG-Nachrüstung, ca. 10€/100km
Polo4 9N3 united 1.4l 5-Gang mit CNG-Nachrüstung, ca. 8€/100km
(jeweils incl. Luxusbrühe)
Motorräder: 644ccm Suzuki Freewind (Eintopf), 600ccm Yamaha Fazer 35kW, 600ccm Yamaha Fazer ABS 72kW
Wenn ein einziger Baum umfällt, macht das mehr Lärm, als wenn ein ganzer Wald wächst.

gato311
Beiträge: 1112
Registriert: 20.10.2012 21:33

Re: Ermittlung der Gasqualität

Beitrag von gato311 » 06.07.2018 07:20

3000 wohl nicht. Aber irgendwas über 2000 oder Teillast muss schon länger anliegen. Sonst startet man auch nach 20 km wieder auf Benzin.

tottesy
Beiträge: 126
Registriert: 21.11.2013 13:34

Re: Ermittlung der Gasqualität

Beitrag von tottesy » 06.07.2018 07:57

gasophil hat geschrieben:
05.07.2018 14:27
Ich habe letztens nach dem Gastanken auf den Kilometerzähler geschaut: Es hat exakt 1,7 km gedauert, bis er von Benzin auf Gas umgeschaltet hat.
Das stimmt sehr gut mit der Theorie überein: Es werden 140 ml Benzin eingespritzt. Das entspricht etwa einem Verbrauch von 8 Litern auf 100 km bei einer Strecke von 1,7 km. Durchaus realistisch, wenn der Motor noch kalt ist.
Ausserdem dauert es auch eine Weile, bis die Lambdasonde die notwendige Betriebstemperatur hat, um valide Werte zu liefern.
Bei uns schaltet er nach dem Tanken – bei warmem Motor – i.d.R nach nicht mal 100m auf Gas um.

Das Problem, auf das ich abstellte, war folgendes:
  • Wagen wird mit Gas betankt
  • Nach ca. 100m schaltet er um auf Gas
  • Nach ca. 500m wird der Wagen für mehrere Stunden abgestellt
  • Der Wagen startet danach auf Benzin und schaltet erst nach – hm, ich habe gerade mal nachgesehen, es sind ca. 2 km, mir kam es viel länger vor
Okay, dann ist ja alles klar. Danke nochmals.

Gruß,

tottesy
ECO UP!
2,85 kg/100 km (ø auf 60 Mm)

gato311
Beiträge: 1112
Registriert: 20.10.2012 21:33

Re: Ermittlung der Gasqualität

Beitrag von gato311 » 06.07.2018 08:12

Es ist egal, ob der Wagen für Stunden oder nur Sekunden abgestellt wird.
Ist der Motor noch warm, springt er aber sehr schnell wieder auf Gas, so dass man den Benzinbetrieb ev. gar nicht mitkriegt.

Robert
Beiträge: 1031
Registriert: 22.12.2014 22:29

Re: Ermittlung der Gasqualität

Beitrag von Robert » 06.07.2018 23:04

Also für den 1,0 MPI ist diese Grafik definitiv falsch.
Min. 140ml Benzin nach dem Tanken gehen niemals durch die Einspritzdüsen. Dafür erfolgt die Umschaltung einfach zu schnell.
Und selbst ohne einen Kilometer auf Benzin (außer nach dem Tanken) müsste z.B. aktuell der Benzintank bei meinem fast leer sein ... ist er aber nicht.

Irgendwie glaube ich eher, hier hat sich jemand selbst eine solche Tabelle zusammengebastelt ... gibt es eine Quelle dazu?

gasophil
Beiträge: 75
Registriert: 18.11.2017 16:38

Re: Ermittlung der Gasqualität

Beitrag von gasophil » 07.07.2018 09:04

Bassmann hat geschrieben:
05.07.2018 23:43
Achtet bitte auf die Drehzahl nach dem Tankvorgang.
Es ging die Mär, dass diese möglichst lange um die 3000/min gehalten werden soll, um den Testvorgang möglichst schnell abzuschließen.
Ich bin gestern nach dem Tankvorgang (Gas) bewusst nicht höher als mit 1500/min gefahren. Es hat exakt 2,2 km gedauert, bis auf Benzin umgeschaltet wurde. Werde das nächste Mal höhere Umdrehungen testen ...

gato311
Beiträge: 1112
Registriert: 20.10.2012 21:33

Re: Ermittlung der Gasqualität

Beitrag von gato311 » 07.07.2018 09:56

Umschalten auf Benzin? Du meintest wohl umgekehrt?

Nach dem Umschalten auf Gas beginnt ja erst der Test im Gasbetrieb.
Erst NACH dem Umschalten muss die Drehzahl im mittleren Bereich bei mittlerer Last gehalten werden.

gasophil
Beiträge: 75
Registriert: 18.11.2017 16:38

Re: Ermittlung der Gasqualität

Beitrag von gasophil » 07.07.2018 10:44

Richtig! Es mussen heissen: "Es hat exakt 2,2 km gedauert, bis auf Gas umgeschaltet wurde."
Ich komme hier noch ganz durcheinander. ;-)

Antworten