Kalibrierung Benzin 102 vs 95

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gato311
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Re: Kalibrierung Benzin 102 vs 95

Beitrag von gato311 » 11.12.2018 15:32

Das die Normen für E10 oder E5 keinen Mindestethanolgehalt vorgeben, dürfte doch unstrittig sein.

Die Frage war nur, inwieweit die Mineralölunternehmen aufgrund anderer Regeln faktisch dazu verpflichtet sind, so viel Kraftstoff aus Biomasse im Verhältnis zu fossilen Brennstoffen zu verkaufen, dass faktisch im E10 mehr als 5 % Ethanol drin sein müssen, um das zu schaffen. Aufgrund der geringen Verkaufsmengen von E10 in Europa dürfte der Hebeleffekt allerdings ohnehin derzeit entsprechend gering sein.

Gruß

Gastra
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Re: Kalibrierung Benzin 102 vs 95

Beitrag von Gastra » 11.12.2018 15:38

sie müssen es gar nicht erfüllen, wenn die Mineralölfirmen 100 % fossil anbieten, hat das nur den Nachteil, dass sie 100% davon als Mineralöl voll versteuern müssen. Wie mein Link zeigt, wählen sie den bequemen weg und mischen immer weniger Biokraftstofe dazu. Wir CNG Tanker machen ihnen das leben neuerdings noch ein bisschen leichter da auch konventionelles Erdgas teilweise angerechnet werden darf.

Robert
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Re: Kalibrierung Benzin 102 vs 95

Beitrag von Robert » 11.12.2018 15:54

Gastra hat geschrieben:
11.12.2018 15:21
hier nachzulesen:
Kann ich da nicht erkennen.
Man muss hier zwischen politischen Zielen und klaren gesetzlichen Vorgaben an die Mineralölwirtschaft schon unterscheiden.

Das erste echte verpflichtende Gesetz war ja das mit der "Treibhausgasminderungs-Quote". Alles davor waren irgendwelche Ziele in EU-Richtlinien, die aber in keiner konkreten Zumischungsquote endeten.
Ob die "Treibhausgasminderungs-Quote" aktuell eigehalten ist, steht da in dem Bericht gar nicht drin (oder ich habe es überlesen). "Treibhausgasminderungs-Quote" und Bioanteil sind zwar nicht zu 100% gleichzusetzen, aber hängen schon voneinander ja stark ab, daher gehe ich bei einer "Treibhausgasminderungs-Quote" von 4% als muss und einem Bioanteil im Sprit von 5,9% (derzeitig ... was auch immer das bedeutet ... so toll ist der Bericht nicht) durchaus davon aus, dass die Vorgaben eingehalten werden.
gato311 hat geschrieben:
11.12.2018 15:32
Die Frage war nur, inwieweit die Mineralölunternehmen aufgrund anderer Regeln faktisch dazu verpflichtet sind, so viel Kraftstoff aus Biomasse im Verhältnis zu fossilen Brennstoffen zu verkaufen, dass faktisch im E10 mehr als 5 % Ethanol drin sein müssen, um das zu schaffen.
Sind sie über die "Treibhausgasminderungs-Quote" (das was Gastra erzählt wird nicht richtiger), allerdings erst seit 2015. Aber mit 3,5% (ab 2017 4%) dürften sie halt keine großen Probleme gehabt haben bzw. haben nichts verändern müssen, da die Bioquote eh drüber lag. Ab 2020 könnte das mit 6% "Treibhausgasminderungs-Quote" aber eng werden. Dann müssen sie da vielleicht doch etwas mehr zumischen.

Und um es noch einmal klar zu betonen, der Bioanteil muss seit 2015 voll versteuert werden. Das was Gastra erzählt, das galt vor 2015. Da hat man versucht über die Steuervergünstigungen die Mineralölunternehmen unverbindlich dazu zu bewegen das Biozeugs beizumischen. Da das nur mittelprächtig funktioniert hat, hat man die "Treibhausgasminderungs-Quote" eigeführt, die verbindlich ist.

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Re: Kalibrierung Benzin 102 vs 95

Beitrag von Bassmann » 12.12.2018 02:42

Robert hat geschrieben:
11.12.2018 15:54
... Und um es noch einmal klar zu betonen, der Bioanteil muss seit 2015 voll versteuert werden. ...
Auf www.gesetze-im-internet.de gibt es auch die Regeln für die Besteuerung von Kraftstoffen. Zeig mir doch mal bitte, wo das steht, was Du da behauptet hast.

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Re: Kalibrierung Benzin 102 vs 95

Beitrag von gato311 » 12.12.2018 08:52

Ich habe jetzt keine Zeit, die genaue Fundstelle zu suchen, aber das stimmt meines Wissens.

Ev. hat jemand die Fundstelle ja parat.

P.S.
Hier
https://www.gesetze-im-internet.de/ener ... 10006.html

-> § 2 Abs. 4
Die ganzen Ausnahmen findet man unten im Gesetz. Die relevanten sind aber meines Wissens alle schon ausgelaufen.

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Re: Kalibrierung Benzin 102 vs 95

Beitrag von Robert » 12.12.2018 14:16

Auch Sekundärquellen sehen es so, dort steht es etwas einfacher drin.
Energiesteuer:
Auf die Beimischung in Super (E5), Super Plus und Super E10 sowie für ETBE wird der volle Energiesteuersatz von 65,45 Cent pro Liter erhoben.
Zwischen 2007 und 2015 wurde nur der besonders förderungswürdige Biokraftstoff E85 steuerlich entlastet, d.h. er Bioethanolanteil im Kraftstoff E85 war bis zum 31.12.2015 von der Energiesteuer befreit.
https://www.bdbe.de/politik/deutschland

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Re: Kalibrierung Benzin 102 vs 95

Beitrag von Gastra » 13.12.2018 13:26

bis 2015 war es also genau so wie ich geschrieben habe, wie es jetzt ist weiß leider niemand so richtig... Allerdings besteht wohl die Möglichkeit auch treibhausgas reduzierte fossile Kraftstoffe anzurechnen wie unser Erdgas. Noch besser schneidet Biogas ab, da es als günstigster Biokraftstoff (CO2 Minderungspotential) eingestuft worden ist.

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Re: Kalibrierung Benzin 102 vs 95

Beitrag von Robert » 13.12.2018 15:34

Gastra hat geschrieben:
13.12.2018 13:26
bis 2015 war es also genau so wie ich geschrieben habe
Nein, es wird nicht richtiger, was du geschrieben hast. Ja, bis 2015 gab es keine "Treibhausgasminderungs-Quote". Daraus leitet sich aber nicht ab, wie du geschrieben hast, dass sich nicht an die Quote gehalten wurde. Wo keine Quote vorhanden ist, da kann man gegen diese auch nicht verstoßen.

Und ansonsten schreibe bitte, dass du nicht weißt, wie es heute geregelt ist ;).

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Re: Kalibrierung Benzin 102 vs 95

Beitrag von Gastra » 13.12.2018 16:22

Du hast die ANgewohnheit laufend Behauptungen aufzustellen, ohne einen Nachweiß dafür zu bringen (siehe "Power to Gas" Anlage, da stimmte gar nichts...). Bis 2015 gab es eine Quote zur Beimischung die zunehmend nicht erfüllt worden ist (siehe meine Quellenangabe). Die Konsequenz daraus war dann der Ansatz über allgemeine Treinhausgasminderung von Kraftstoffen unter Einbeziehung von CNG/Biogas und Elektro(?)

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Re: Kalibrierung Benzin 102 vs 95

Beitrag von Robert » 13.12.2018 16:35

Gastra hat geschrieben:
13.12.2018 16:22
Bis 2015 gab es eine Quote zur Beimischung die zunehmend nicht erfüllt worden ist (siehe meine Quellenangabe).
Bis 2015 gab es keine verbindliche Quote für Mineralölfirmen, von der du behauptet hast, dass sie gerissen wird, sondern nur Ziele der EU. Wo es keine verbindliche Quote für Mineralölfirmen gibt, kann diese logischer Weise auch nicht gerissen werden bzw. erfüllt werden.

Aber es ist schön, dass du wenigstens inzwischen gelernt hast, dass deine Aussagen für den aktuellen Stand (über den wir natürlich von Anfang weg die ganze Zeit sprachen) überhaupt nicht passen.

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Re: Kalibrierung Benzin 102 vs 95

Beitrag von Gastra » 16.12.2018 11:18

eben, es gab keine Verbindliche Quote, dass hatte ich ja auch so geschrieben:

"nach meinem Verständniss muss diese Quote nicht eingehalten werden und wird auch nicht eingehalten. Die Mineralölfirmen haben die möglichkeit steuervergünstigt Biokraftstoffe bis zur Quotenerfüllung beizumischen und genau das tun sie nicht mehr, weshalb E10 und 95 Oktan ohne E 10 identisch sind."

Darauf hin hast Du meiner Aussage widersprochen...

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Re: Kalibrierung Benzin 102 vs 95

Beitrag von Robert » 16.12.2018 19:11

Gastra hat geschrieben:
16.12.2018 11:18
eben, es gab keine Verbindliche Quote, dass hatte ich ja auch so geschrieben:
Nein, du hast geschrieben, dass es keine verbindliche Quote gibt (Gegenwart und nicht irgendeine Vergangenheit).

Du hast geschrieben: "muss diese Quote nicht eingehalten werden". Dabei bezieht sich "diese" eindeutig auf die von mir genannte verbindliche Treibhausgasminderungs-Quote. Das gleiche Spiel bei der Steuervergünstigung.

Sag doch einfach, dass du einen alten Stand so ungefähr im Kopf hattest, der seit ein paar Jahren nicht mehr gilt ... und schon ist gut ... ist doch keine Schande (im Gegensatz zu der Diskutierei hier).

Gastra
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Re: Kalibrierung Benzin 102 vs 95

Beitrag von Gastra » 17.12.2018 11:32

Gastra hat geschrieben:
13.12.2018 13:26
bis 2015 war es also genau so wie ich geschrieben habe, wie es jetzt ist weiß leider niemand so richtig... Allerdings besteht wohl die Möglichkeit auch treibhausgas reduzierte fossile Kraftstoffe anzurechnen wie unser Erdgas. Noch besser schneidet Biogas ab, da es als günstigster Biokraftstoff (CO2 Minderungspotential) eingestuft worden ist.
hab ich doch längst....

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