Bargteheide: CNG-Zapfsäulen defekt

Hier könnt Ihr über deutsche Erdgastankstellen berichten.

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wumpel
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Beitrag von wumpel » 22.02.2018 23:41

Danke, dass du da warst! :D
Ich musste leider krankheitsbedingt zuhause bleiben. :cry:

Kann ich mir gut vorstellen, wie das ablief. Alles nur aalglatte Personen ohne Rückgrat und echtem Interesse, die Situation in der Stadt wirklich verbessern zu wollen, nicht nur beim Thema CNG.

Die Entscheidungsvorlage war ja nun wirklich rechtzeitig genug fertiggestellt, hatte auch ausreichend Zahlenmaterial. Mit ein bisschen Interesse hätte man das gut ordentlich verhandeln können.
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gato311
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Beitrag von gato311 » 23.02.2018 08:40

Nee, aalglatt war da keiner. Das findeste eher auf höherer Ebene.
Die Ausschussmitglieder wussten nur nicht mehr als wir aus der Tagesordnung und hatten sich mit der dürren Faktenlage ihre eigenen Gedanken gemacht.

Die CDU konzentrierte sich auf die Haare in der Suppe, man schwadronierte etwas unqualifiziert über Duderstadt im Zusammenhang mit Haftungsproblemen der Stadt und wollte die Eigentumsverhältnisse er Tanke "geheimhalten". Die SPD-Fraktion war wohl auch dagegen bis auf 1 Person aus Überzeugung, die aber auch die Bedenken sah, aber wohl notfalls gegen die Fraktion stimmen wollte. Grüne usw. haben sich erstmal rausgehalten.

Die Abstimmungfrage, 30000 bzw. 14000 und mit Förderung auf gut Glück rauszuhauen, ohne die wesentlichen Fragen geklärt zu haben, wie lange die Tanke dann überhaupt realistischerweise weiterbetrieben wird, ist halt einfach nicht entscheidungsreif gewesen. Und dafür braucht man kein Hellseher zu sein, dass man für den Vorschlag nur eine Ablehnung kassieren kann.

Ich habe dem Bekannten aus dem Ausschuss geschrieben, dass nach Plausibilitätscheck bzgl. Gesamtbetriebsstunden und genauer Detailauflistung der letzten großen Reparaturen der Anlage man wohl vom Betreiber ne Verpflichtung für ne Mindestbetriebsdauer von 5 Jahre verlangen müsste, um sich nicht dem Vorwurf auszusetzen, Steuergelder potentiell zum Fenster rauszuwerfen.

DerRaucher
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Beitrag von DerRaucher » 23.02.2018 16:58

Die Stadt bzw die Politik wird eine Fachfirma beauftragen müssen welche dann anhand der Daten (Stromverbrauch der letzten Monate, Gasverbrauch in kubik, Pacht?) der Anlage sowie die wiederkehrende/geplante Tätigkeiten ermittelt und so die Kosten für die nächsten 5 Jahre ohne Reparaturen berechnen kann.
Wenn z.B. in 2 Jahren die 10jährige Prüfung fällig ist wird es teuer.

Wir können das sicherlich auch, bei Fragen um welche Firma es handelt bitte per PN nachfragen.

gato311
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Beitrag von gato311 » 23.02.2018 17:35

Angeblich wollen ja die Vereinigten Stadtwerke alle Kosten inkl. Reparaturen usw. tragen und die Anlage würde gewartet und voll i.O. übergeben. Das sollte man nur wohl zumindest auf Plausibilität überprüfen. Denn dies Stadtwerke sind ja durch die Tanke in Oldesloe schon aufgefallen, dass sie nicht wirklich in der Lage sind, so eine CNG Tanke richtig zu vermarkten, wenn die Flotte der Stadt wegfällt.

Eine Anwaltskanzlei sei auf die Verträge auch angesetzt.

Selbst grundlegende Details will/kann man aber trotzdem dem Ausschuss nicht rausrücken, die aber über den Kauf entscheiden sollen...

@Raucher
Ich dachte mir schon, dass Du ev. helfen könntest.
Ich habe dem mir bekannten Ausschussmitglied den Link hier zum Mitlesen geschickt.
Insofern kann er direkt übers Forum oder über mich den Kontakt ja herstellen...

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Bassmann
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Beitrag von Bassmann » 24.02.2018 22:45

Die Bürgermeisterin von Bargteheide wollte die CNG-Tankstelle von dem aktuellen Betreiber kaufen lassen. Das ist gescheitert, die nötigen Mittel wurden vom Stadtparlament nicht bewilligt.

Hamburger Abendblatt
Lübecker Nachrichten

Schade eigentlich.

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Beitrag von gato311 » 24.02.2018 22:57

Fragt sich, ob es Sinn macht, mal OrangeGas mitzuteilen, dass die Anlage zum Verkauf steht. Und so schlecht soll sie im Zustand ja angeblich nicht sein.

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Beitrag von Bassmann » 26.02.2018 17:55

Prompt gab es Schelte von einem Ratsmitglied, das sich mit CNG offenbar besser auskennt:
Link zu Bargteheide aktuell

Die relevante Textstelle ist ziemlich weit unten.

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Beitrag von wumpel » 26.02.2018 23:54

Ich denke und hoffe auch, dass das letzte Wort in dieser Sache noch nicht gesprochen ist.
Werde das Thema weiter beobachten.
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Beitrag von gato311 » 27.02.2018 08:25

Das Problem ist, dass EON die Anlage in bald 4 Wochen abbauen will...
Das bleibt also nur in der Diskussion, wenn die Verwaltung entgegen aller Abstimmungen weiter am Ball bleibt und EON vertröstet.
Die Chance besteht allerdings...

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Beitrag von wumpel » 27.02.2018 08:54

Das wäre in der Tat ärgerlich, denn dann hätten die beiden großen Fraktionen (die mif den IMHO unberechtigt geführten Buchstaben "C" bzw. "S" in ihren Namen) mit ihrer allseits bekannten Verschleppungstaktik mal wieder ein sinnvolles Projekt erfolgreich torpediert :evil:

Ich denke, die Quittung dafür bekommen sie in den anstehenden Kommunalwahlen. Denn dass die Bürger hier sich nicht länger von denen veräppeln lassen, haben sie bei der letzten Wahl zu spüren bekommen - ihr Kandidat wurde von 2/3 der Wähler abgewatscht.

Aber ich schweife ab, sorry.
Ich gebe jedenfalls noch nicht auf. Morgen ist wieder die Sitzung eines anderen Ausschusses, bei dem das Thema aufgegriffen werden kann ;-)
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Beitrag von gato311 » 27.02.2018 10:58

Nach meinem Eindruck war in dem Fall das Ziel zumindest in dem Ausschuss, wo ich war, bei der CDU klar. Bei der SPD war man sich uneinig.
Es war in dem Fall aber auch selten blöd von der Verwaltung eingefädelt.
Man kann doch nicht so eine Investition zur Abstimmung stellen, ohne die wesentlichen Eckdaten offenzulegen.

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Beitrag von wumpel » 27.02.2018 14:19

Naja, es geht hier um gerade mal 30k€, das ist nicht so viel und verglichen mit dem letzten "alternative Energie" - Desaster (ein hoher 6-stelliger Betrag) ein Schnäppchen ;-)

Zugegeben, das hätte nan noch etwas engagierter betreiben können.
Ich bin und bleibe gespannt....
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Beitrag von gato311 » 27.02.2018 14:30

Meinst Du die unbenutzte E-Säule der VSG oder sonst irgendwas, was an mir vorbeigegangen ist?

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Beitrag von wumpel » 27.02.2018 19:43

Ich meine das unglückliche "Bürgerwindpark"-Projekt. Wie das ablief und was da getrieben wurde, geht auf keine Kuhhaut. Letztendlich haben sie das Projekt ordentlich vergeigt (handwerkliche und politische Fehler) und der Stadt damit Kosten in genannter Höhe verursacht. Natürlich, ohne dass auch nur einer der Verantwortlichen dafür zur Rechenschaft gezogen wurde - sitzen alle noch in ihren Sesseln.

Und jetzt läuft das wie im Kindergarten: du hast meine Burg (die ich auf deine Kosten und zu meinem Nutzen bauen wollte) ksputt gemacht, dafür mache ich jetzt deine kaputt, egal, wie gut sie ist.
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Robert
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Beitrag von Robert » 27.02.2018 20:42

Mein Gott, die Tanke ist, da kann man es drehen und wenden wie man will, defizär.

Die Frage ist nun, will man sich als Stadt so einen Verlustbringer ans Bein binden?
Und das für eine Hand voll Erdgasfahrer?
Ja, dazu kann und darf man zwei Meinungen haben.
Auch Lokalpolitiker haben hier das Gemeinwohl zu beachten und die entscheiden eben nicht laufend über Millionenprojekte, sondern 30.000€ sind in dem Maßstab auch viel Geld. Damit kann der örtliche Kindergarten oder die Schule viel anfangen. Mit dem Geld gilt es verantwortlich umzugehen. Und das Projekt ist eben aus Sicht der Stadt nicht als kompromisslos gut zu betrachten.

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