Astra G zündaussetzer

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Halda
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Astra G zündaussetzer

Beitrag von Halda » 02.09.2016 21:47


Hallo zusammen.
Ich habe einen Astra G Bj 94.
Seit längerem habe ich regelmäßig Zündazssetzer. Egal ob kalt oder warm, ich könnte bis jetzt kein Schema erkennen.
Zündkerzen gewechselt,
Zündspule neu,
Lamdadonde neu.
Nichts hat geholfen.
Nachdem ich nun ohne Erfolg viel Geld in Reparaturen gesteckt habe, suche ich Rat ohne 50€ die Stunde für nichts und wieder nichts zu bezahlen.
Als die Zündaussetzer anfingen, habe ich beim Anlassen des Motors im Gasbetrieb ein metallisches Geräusch gehört. Wie ein "pling". Da ich anfangs nur selten mal einen Aussetzer hatte, habe ich mir nicht viel dabei gedacht.
Neuerdings kann ich den Motor teilweise nicht mehr im Gasbetrieb starten. Dann schalte ich um und es dauert eine Weile bis der Motor angeht. Teilweise läuft er sowohl auf Gas als auch auf Benzin sehr unruhig.
Wenn ich nach dem starten von Benzin auf Gas umschalte, hört man seit ein paar Wochen ein lautes metallisches Geräusch. Danach läuft der Motor meistens zwar auf Gas, ist allerdings kaum fahrtüchtig.
Ich habe jetzt einen Termin bei Opel, da mir der ADAC gesagt hat es wäre wohl die Magnetkupplung. Bevor ich jetzt allerdings wieder hunderte € in eine möglicherweise unnötige Reparatur stecke, würde ich gerne den Rat von erfahrenen Erdgas Fahrern einholen.
Ich bedanke mich schonmal für die Hilfe 👍

Beste Grüße

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Bassmann
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Beitrag von Bassmann » 02.09.2016 22:12

Erstmal willkommen im Club!

Bj. 1994 ist allerdings schon ein harter Brocken, der mich mal wieder zur Frage nach der Gültigkeit einer Zulassung Deiner Gastanks veranlasst.
Lambdadonde neu
Welche?

Gibt es bei Deinem Auto Zündkabel? Zündkerzenstecker? (Ich hab keine Ahnung, wie es in Deinem Motorraum aussieht).

Mach bitte den Test mit der Blumenspritze. (Wenn es dunkel ist, Motor auf Gas laufen lassen, Zündanlage mit Wasser bespritzen.) Und dann achte bitte darauf, ob es Funkenüberschläge bei den Teilen der Zündanlage gibt. Wenn es britzelt, hast Du ein Bauteil gefunden, das ausgetauscht gehört.

Das mal so als ersten groben Test.

Metallische Geräusche können auch vom Öffnen der Gasbuddeln verursacht werden. Das ist imho nix Schlimmes.

MfG Bassmann
17 Zylinder, 4,85 Liter Hubraum, aber verteilt auf 2 Autos und 3 Motorräder:
Golf4 Kombi 1.6l autom. mit CNG-Nachrüstung, ca. 10€/100km
Polo4 9N3 united 1.4l 5-Gang mit CNG-Nachrüstung, ca. 8€/100km
(jeweils incl. Luxusbrühe)
Motorräder: 644ccm Suzuki Freewind (Eintopf), 600ccm Yamaha Fazer 35kW, 600ccm Yamaha Fazer ABS 72kW
Wenn ein einziger Baum umfällt, macht das mehr Lärm, als wenn ein ganzer Wald wächst.

Halda
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Beitrag von Halda » 03.09.2016 07:23


Danke schonmal für die Antwort.
Die vordere Sonde habe ich ersetzt. Zündkerzenstecker sind in der neuen zündspule drin.
Die Gastanks sind 20 Jahre verwendbar und nach ECE R 110 eingebaut. Also von der rechtlichen Seite kein Problem


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dridders
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Beitrag von dridders » 03.09.2016 08:55

Magnetkupplung gibts nur am Klimakompressor... und ich denke der macht hier keinen Ärger ;-)
Magnetventile gibt es natürlich, die können auch metallisch klingen beim Schalten. Aber auch die führen nicht zu ruckeln.
Für alles weitere mußt du erstmal Details zum Auto geben. Bei BJ94 kann es kein G sein, und kein Serienerdgaser. Dann müssen wir wissen was für eine Anlage verbaut wurde. Allerdings ist dann auch kein R110-Tank verbaut, gabs da nämlich noch nicht. Gehen wir von 04 aus kommt es mit dem Serien-Astra hin, dann würde ich als erstes Mal den Gastanks komplett leer fahren und dann ein paar Tage rein auf Benzin rumfahren. Bleiben die Startprobleme und das Ruckeln da bestehen? Wenn nein ist min. eine neue Gasdüse fällig.

opelix1
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Beitrag von opelix1 » 03.09.2016 09:18

Ich gehe auch von einem Bj 04 aus. Dazu passen die anderen Daten.
Etwas mehr Daten zum Fahrzeug wären aber sehr hilfreich.
Sonst wird es Glaskugelraten.
Welche Laufleistung hat er?
Ist der Fehlerspeicher ausgelesen worden? Ist da ggf. ein Fehler registriert?
Da die Zündaussetzer auch auf Benzin vorhanden zu sein scheinen, würde ich mal einen Kompressionstest machen, nicht das sich ein Ventilschaden abzeichnet.
Wo sind die Reparaturen gemacht worden? Beim FOH?
Ist beim Wechsel vom Zündmodul und von den Zündkerzen auch auf den richtigen Schlüssel geachtet worden. Das Zündmodul vom Benziner ist zwar baugleich, hat aber eine andere Schlüsselnummer und würde nicht sauber funktionieren.
Ansonsten, siehe dridders Antwort, die Gasdüsen.

Halda
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Beitrag von Halda » 03.09.2016 13:09

Oje.. Ich sollte nicht so spät noch Beiträge schreiben.

Ja der Astra ist Bj 2004.
Fehler wurden oft ausgelesen. Zündaussetzer in unterschiedlichen Zylindern.
Laufleistung steht bei knapp 180.000

Mehr Daten habe ich aktuell nicht zur Hand. Sobald ich wieder zuhause bin, kann ich weiter gucken.

Die Reparaturen habe ich selbst vorgenommen. War ja nichts wirklich schwieriges dabei.

OSV23
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Beitrag von OSV23 » 03.09.2016 18:18

Für mich klingt das doch fast so als wäre ein Einblaßventil verklebt.

Hat dein Astra einen Ölseperator?

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Beitrag von Halda » 04.09.2016 18:20

Das kann ich nicht sagen. Soweit reicht mein Wissen über Autos nicht.

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Bassmann
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Beitrag von Bassmann » 04.09.2016 19:34

Der Ölseparator sollte beim Astra zu sehen sein, wenn man die Motorhaube geöffnet hat. Ich meine, dass das ein weißer Zylinder ist, knapp unter der Größe des Handtellers an den Enden, er sitzt nicht weit von der Achse des Scheibenwischers auf der Fahrerseite. Könnte aber sein, dass ich mich da falsch erinnere...

Fotos helfen eigentlich immer ganz gut.

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Beitrag von OSV23 » 04.09.2016 20:05

Schau doch mal nach ob da eine Leitung vom Gasdruckregler auf den Motor geht. Oder ob da noch was zwischen hängt.


Der Gasdruckregler sitze, wenn du vorm Auto steht links an der Stirnwand. Neben dem Dom.

Der Ölseperator sitzt beim Astra sehr weit unten.


http://www.erdgasfahrer-forum.de/userpi ... tor1_1.jpg

Halda
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Beitrag von Halda » 08.09.2016 20:30

Hallo Leute,
Also mein Fahrzeug wurde jetzt in einer Werkstatt repariert. Es war eine einspritzdüse.
Könnte man die auch selber wechseln oder lieber Finger davon?
Habe für den Austausch einer Düse 428€ bezahlen müssen.

Grüße

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Bassmann
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Beitrag von Bassmann » 08.09.2016 21:02

Halda hat geschrieben:.... Habe für den Austausch einer Düse 428€ bezahlen müssen.

Grüße
Ähhmmm... Fast richtig.... Du hast für die Suche nach dem defekten Teil, dass es nämlich eine Einspritzdüse sein soll, und welche von den mehreren vorhandenen Düsen es war, nebst deren Austausch und dem Teil zzgl. Kleinteilen, Lagerhaltung, Logistiksystem etc. etc. etc. 428€ bezahlt.

Ferndiagnose per Forum ist immer noch ausbaufähig. :bassm:

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Trelo
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Beitrag von Trelo » 08.09.2016 21:26

Halda hat geschrieben:Hallo Leute,
Also mein Fahrzeug wurde jetzt in einer Werkstatt repariert. Es war eine einspritzdüse.
Könnte man die auch selber wechseln oder lieber Finger davon?
Habe für den Austausch einer Düse 428€ bezahlen müssen.

Grüße
Einspritzdüse für Benzin oder Einblasdüse für Gas?
Poste mal die bitte die Teilenummer Ersatzteiles von der Rechnung.
Grüße vom Würmsee
Trelo
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