Erfolgreich KEINE Erdgasautos verkaufen

Der Marktführer der Erdgasfahrzeuge findet hier seinen Platz mit den Serienmodellen Zafira, Astra u. Combo.

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ZafiraCNG
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Beitrag von ZafiraCNG » 23.03.2017 21:00

Bassmann hat geschrieben:Das hängt wohl von der Marge ab. Ich hab keine Ahnung, ob die zB bei Dieseln für das Autohaus besser ist als bei Benzinern oder Erdgasern gleichen Typs. Wenn die Marge gleich sein sollte, kann es dem Verkäufer -und seinem Bankkonto- egal sein.
Wenn ein Kunde ins Autohaus kommt, dann hat man als Verkäufer die Möglichkeit ein Auto zu verkaufen. Was biete ich ihm an? Das mit der höchsten Wahrscheinlichkeit, dass dieses Produkt gekauft wird. Ein Verkäufer, der den Kunden aktiv ein CNG Fahrzeug verkaufen möchte, wird am Ende des Monats auf der Straße sitzen. Da quatscht man dem Kunden besser etwas an, dass er mit großer Wahrscheinlichkeit auch kaufen wird.

O-TON Verkäufer auf Anfrage an VW Tiguan: Die Dieseldebatte ist in ein paar Monaten wieder Geschichte. deutlich mehr als 50% der Tiguan werden mit Diesel verkauft.

Peter_81
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Beitrag von Peter_81 » 23.03.2017 21:17

ZafiraCNG hat geschrieben: O-TON Verkäufer auf Anfrage an VW Tiguan: Die Dieseldebatte ist in ein paar Monaten wieder Geschichte. deutlich mehr als 50% der Tiguan werden mit Diesel verkauft.
Das muss jeder selber wissen – wenn die heutigen Käufer in einem Jahr von der Hälfte aller Großstädte ausgesperrt werden,
und der Wiederverkaufswert fällt, braucht dann aber auch keiner jammern und nach Schadenersatz schreien.
Wer dieses Risiko jetzt eingeht, muss auch damit leben.
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Gulbenkian
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Beitrag von Gulbenkian » 24.03.2017 08:40

Peter_81 hat geschrieben:wenn die heutigen Käufer in einem Jahr von der Hälfte aller Großstädte ausgesperrt werden, und der Wiederverkaufswert fällt, braucht dann aber auch keiner jammern und nach Schadenersatz schreien.
Aber genau das wird passieren. Sieht man ja heute schon bei der Debatte um den EA189. Da wollen am liebsten alle Schadenersatz (für welchen Schaden eigentlich?) und die Karren zurückgeben. Da lernt der deutsche Autofahrer einfach nicht.

Auf der anderen Seite würde ich als Verkäufer auch nicht unbedingt die negativen Aspekte eine Produkts hervorheben. Warum also von mögliche, aber eher unwahrscheinlichen Fahrverboten reden, wenn der Kunde doch unbedingt ein SUV haben will, aber keine Lust auf Spritkosten von 15€/100km hat?

Der Automarkt ist ein Käufermarkt und es wir verkauft, was der Kunde will. Natürlich haben einige Hersteller betrogen, oder machen das möglicherweise immernoch, aber der Käufer lernts halt auch nicht. Drum wird der Dieselverkauf erst einbrechen, wenn Kosequenzen nicht nur angdroht, sondern auch umgesetzt werden. Das wird im Autofahrerland Deutschalnd aber noch etliche Jahre dauern. Zudem müssen die Hersteller dem Kunden dann eine Alternative anbieten können. Bei vielen gibt es schlicht keine. Da hast Du die Wahl zwischen Turbodirekteinspritzer (Benziner) und Turbodiesel. Der eine haut über Gebühr Feinstaub raus, der andere Stickoxide und Feinstaub. :ka:
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bljack
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Beitrag von bljack » 24.03.2017 11:15

Gulbenkian hat geschrieben:[...] Da hast Du die Wahl zwischen Turbodirekteinspritzer (Benziner) und Turbodiesel. Der eine haut über Gebühr Feinstaub raus, der andere Stickoxide und Feinstaub. :ka:
Ab Euro6c ist der Benziner bei Feinstaub dem Diesel gleichgestellt - und das Feinstaubproblem lässt sich recht gut mit einem einfachen, bereits verfügbaren (und beim Mercedes S500 bereits verbauten) Otto-Partikelfilter lösen. Und auf Grund der höheren Abgastemperatur beim Benziner dürfte auch das Freibrennen (hoffentlich) kein Thema werden. Hast dann bei Neuwagen also noch die Wahl zwischen "relativ sauber" und "relativ sauber auf dem Papier" ;-)
Mit dem ecoup umweltfreundlich unterwegs :-)
Lebensdauer der ersten Flaschen: 3 Jahre (1. HU nach Kauf), 104tkm; Austausch auf Kulanz (100%) bei 105tkm

Seit 06/2017 hin und wieder auch mit einem Leon ST TGI, wenn meine Holde mich lässt :-) :-)

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Peter_81
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Beitrag von Peter_81 » 24.03.2017 11:31

Man möge mir erklären, warum man überhaupt Direkteinspritzer baut. Höherer Verschleiß der Komponenten und Feinstaubschleuder. Toyota schafft es mit Atkinson-Zyklus auf einen besseren Wirkungsgrad mit Saugrohreinspritzung. Ich finde es nach wie vor einen absoluten Schwachsinn, dass bei den TGI Motoren keine einfache Saugrohreinspritzung verbaut wurde. Es gäbe es kein Problem mit Feinstaub im Benzinbetrieb und die Probleme mit den Benzineinspritzdüsen wären stark gemindert. Zu viele Nachteile für 2% weniger Benzinverbrauch, wo doch Benzinbetrieb ohnehin die Ausnahme sein sollte
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Beitrag von Gulbenkian » 24.03.2017 21:05

bljack hat geschrieben:Hast dann bei Neuwagen also noch die Wahl zwischen "relativ sauber" und "relativ sauber auf dem Papier" ;-)
Aber erst ab Euro 6c. ;-) Vorher dürfen die Benziner sehr viel mehr ausstossen. Partikelfilter kommen z.B. bei VW frühestens mit MJ 2018. Der nächste Polo wird einen PF haben, meine ich irgendwo gelesen zu haben.

@Peter_81

Die Vorteile der Direkteinspritzung auf den Punkt gebracht: Verbrauchssenkung und besserer Durchzug auch bei niedrigen Drehzahlen.
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Beitrag von ExUser2007 » 25.03.2017 02:01

so manchmal konnte ich lesen das Käufer sich nicht genügend informieren. Falsche Denkweise? Ich gehe in ein Fachgeschäft um mich zu informieren, ggf. kaufen. Dort kann ich doch fachkundige Beratung erwarten? Der Gegenstand kann auch ein Auto sein :-)

Nun steht auch der Direkteinspritzer im Kreuzfeuer? Mag alles verstehen wer will, zukünftige Käufer werden vor Vertragsabschluß also eine Prüfung ablegen müssen ALLES verstanden zu haben über jegliche Formen der Abgase!

Autoverkäufer müssen endlich zertifiziert werden sämtliche Feinheiten zu kennen um entsprechend sachgerecht zu beraten. Kein Verkauf ohne ausführliches Beratungsprotokoll. Wie üblich bei allen Versicherungen.

Nicht so ganz ernst gemeint, Grüße aus Absurdistan!

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Beitrag von kpo9 » 25.03.2017 07:35

Das kommt auf die Sichtweise an, abgekürzt, wer sich nicht informiert und wird beim Kauf vom Verkäufer oder Hersteller über das Ohr gehauen, sollte sich an den Ausspruch von Dieter Nuhr zu Herzen nehmen und "Einfach mal die.....halten!"

Denn es sind in den meisten Fällen genau jene Trottel, die anschließend Klage einreichen und wiederum dadurch Kosten verursachen die die Allgemeinheit zum größten Teil trägt. Es braucht kein Studium um Sachen zu Kaufen, aber ein bisschen Informieren kann der mündige Bürger sich schon, das ist doch nicht zu viel verlangt.

Was allerdings nichts mit Betrügereien ala EA189 zu tun hat, so etwas muss hart bestraft werden, denn wissentlich mit der Gesundheit der Umwelt und anderer Personen zu spielen um Aktienkurse hoch zu halten das geht gar nicht. Das trifft im übrigen auch auf Technikschrott und manch giftige Kinderspielzeuge zu die so aus gutem Grund über das Internet und Flohmärkte verscherbelt werden...

Das mit der Bezeichnung vom Fachgeschäft (im Kfz-Gewerbe) würde ich auch überdenken, meiner Erfahrung nach sind die sehr rar....

Es bleibt dabei, wer sein Ohr auf die heiße Herdplatte drückt, kann riechen wie doof er ist...(muss er aber nicht)

Gruß
KPO9

P.S Auch ich habe Macken und Kanten und erhebe nicht den Anspruch auf Unfehlbarkeit
[ externes Bild ] VW Passat Variant Highline 1.4 TSI EcoFuel EZ 07/2012

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