Abfrage, welche Motoren/Gasanlagen sind zuverlässig.

Alles über Umrüstungen und Umrüster von Erdgasfahrzeugen.

Moderatoren: MiniDisc, SiggyV70, sparbrötchen

mannebk
Beiträge: 10
Registriert: 14.02.2018 14:37
Wohnort: Benz-Town

Abfrage, welche Motoren/Gasanlagen sind zuverlässig.

Beitrag von mannebk » 15.02.2018 09:11

Hallo CNG Foriker,

ich bin der Manne, hab mit CNG noch nix am Hut, aber schon sehr lange 3 LPG Fahrzeuge.

Das man auch auf CNG umrüsten kann :eek: , war mir bisher nicht bewusst, ich dachte immer, das sei rein was für ab Werk.... wieder was gelernt. :D

Was ich von euch hier brauche?: Ein paar Empfehlungen.

Welche Fahrzeugmotoren sind wirklich CNG standfest (kein Vollast betrieb)

Also wer fährt seit gefühlt 3Mio Km mit seinem CNG Gefährt?

Welche CNG Gasanlagen könnt ihr Empfehlen? (für LPG würde ich immer KME nehmen)

Hintergrund:

In meinem Betrieb erzeugen wir die Druckluft mangels dickem Kabel vom Energieversorger mit einem Verbrennungsmotor. Aktuelle ein alter 8 Zylinder Deutz Diesel.

Jetzt wird Stadtgas verlegt. Endlich kein "Bestellen" von kritischen Betriebsstoffen mehr, außerdem ist ein Benziner erheblich leiser und mit Erdgas werd ich vom Grobstaubproduzent zum Saubermann.

Ergo meine Idee, ich bau mir eine Kaskade aus 3-4 (wegen der Ausfallsicherheit, die war bei dem alten Deutz nie ein Thema, der läuft und läuft) benzingetriebenen Kompressoren. Dafür nehme ich einen 110kw / 150ps Benziner und bau mir ein neues Aggregat.

Das ist dann auch gar nicht mehr cool, zumindest im Winter in der Halle, denn dann können wir auch entlich die Abwärme zum Heizen nutzen. Der Deutz steht draußen und ist Luftgekühlt.... nicht ideal.

Aktueller Betrieb: Der Motor moduliert so das per Übersetzung die Kompressoren dann zwischen 2100 und 4200 rpm drehen. Der Deutz ist ja recht langsam. 2000 oder so als Max. Drehzahl. Für Benziner wär das jedoch fast wie im Autobetrieb. Mit nem kleinen Benziner könnte ich mir die Riemen sparen und direkt auf die Kompressorenwelle gehen. Außerdem sind 3000rmp im Mittel für die meisten Benziner ja Kindergarten.

Was meint ihr?

VW? Fiat? Welchen Motor soll ich dafür nehmen, und mit welcher Anlage bestücken?

Dann bin ich mal auf eure Meinung gespannt.
Danke

Gruß
Manne

Gastra
Beiträge: 543
Registriert: 22.04.2017 10:04

Beitrag von Gastra » 15.02.2018 11:42

An Marken würd ich es nicht festmachen, der 1,4er von VW geht anscheinend alle 50.000 km kaputte (Ventilsitze, Steuerkette etc.), aber der etwas ältere 2 L aus dem Caddy (Zweiventiler) ist sehr robust, dieser basiert auf dem BHKW Motor von VW. Den würde ich empfeheln, was für BHKW taugt ist von den Laufstunden her auch für Deine Anwendung geeignet. Außerdem ist wegen der Anwendung imBHKW (der Motor wird für stationäre Anwendungen immer noch neu verkauft) die Ersatzteilversorgung noch lange gesichert.

Den Motor kann man im Übrigen auch als Industriemotor erwerben (z.B. für Gabelstabler)

viel Erfolg!

mannebk
Beiträge: 10
Registriert: 14.02.2018 14:37
Wohnort: Benz-Town

Beitrag von mannebk » 15.02.2018 12:51

Danke für deine Meinung, ja den Motor habe ich über das Lichtblick und senertec BHKW schon auf meiner Liste potenzieller Antriebe. Auch Sill hat den wohl verbaut.

In der Tat bin ich ein Fan von VW :D

Hat sonst noch wer gute Vorschläge?

Fehlt noch eine brauchbare Gasanlage, oder sollte ich mir einfach einen CNG VW holen und schlachten. Dann hätte ich ja quasi alles.

Gruß
Manne

DerRaucher
Beiträge: 534
Registriert: 20.09.2016 19:53
Wohnort: Oldenburg

Beitrag von DerRaucher » 15.02.2018 13:11

Ich kenne die gesetzlichen Richtlinien nicht aber evt muss Du dann eine Gaswarnanlage für Methan nachrüsten. Außerdem empfehle ich einen Trockner zwischen Gasleitung und Motor einzubauen. Bei Sommer/Winterumstellung wird im Gasnetz die Speicher dazu geschaltet. In den Rohren sammeln sich teilweise Feuchtigkeit die für den Motor schädlich sein könnte.

Benutzeravatar
bljack
Forums-Sponsor
Beiträge: 1379
Registriert: 07.12.2012 13:49
Wohnort: Stuttgart

Beitrag von bljack » 15.02.2018 13:15

Gastra hat geschrieben:der 1,4er von VW geht anscheinend alle 50.000 km kaputte (Ventilsitze, Steuerkette etc.)
Da Du explizit die Steuerkette erwähnst: man könnte an der Stelle gleich den vorhandenen 1.4TGI verwenden; der ist hier im Forum sehr unauffällig und hat keine Steuerkette.
Gastra hat geschrieben:aber der etwas ältere 2 L aus dem Caddy (Zweiventiler) ist sehr robust, dieser basiert auf dem BHKW Motor von VW
Da sind Basis und Weiterentwicklung vertauscht, s. hier und hier ;-)

Sind die 110kW eigentlich das Ergebnis einer Bedarfsanalyse oder "aus dem Bauch heraus inkl. Reserve"? Ich würde dafür ja, wenn möglich, einen bereits auf Gas ausgelegten Motor nehmen.
Die 2.0 Sauger aus dem Caddy/Touran gelten hier ja als fast unzerstörbare Lastesel; leider nicht mehr neu zu bekommen. Von den 1.4TGI hört man auch noch keine vermehrten Defekte, der 1.0MPI (ecoup etc.) dürfte wohl von der Leistung her weit weg vom Bedarf sein; bliebe noch die Variante mit 1.0TGI, wobei das ein Schuss ins Blaue wird, da der Motor noch komplett neu ist. Der 2.0TGI aus dem A4/A5 dürfte wohl etwas über das Ziel hinausschießen.
Mit dem ecoup umweltfreundlich unterwegs :-)
Lebensdauer der ersten Flaschen: 3 Jahre (1. HU nach Kauf), 104tkm; Austausch auf Kulanz (100%) bei 105tkm

Seit 06/2017 hin und wieder auch mit einem Leon ST TGI, wenn meine Holde mich lässt :-) :-)

VW ecoup [ externes Bild ]
Seat Leon ST TGI [ externes Bild ]

Benutzeravatar
dridders
Beiträge: 6205
Registriert: 17.11.2005 17:53
Wohnort: Weidenbach

Beitrag von dridders » 15.02.2018 14:29

Dir ist aber bewusst das dein "Stadtgas" dir vermutlich einen Anschluß mit nichtmals 1 Bar präsentiert, während die CNG-Anlage locker 2,5 Bat Ausgangsdruck hinter dem Druckminderer haben möchte? Mit den niedrigen Drücken der Erdgasleitungen bei normalen Hausanschlüssen wird wohl maximal 'ne Venturi laufen.
Das ganze angeschlossen zu bekommen könnte auch "lustig" werden, immerhin muß ein Installateur seinen Kopf dann dafür hinhalten... für etwas was nicht im Ansatz eine DVGW-Prüfung/Kennzeichnung hat. Der Verbundnetzbetreiber der Gasleitung könnte ggf. auch mal neugierig werden wenn er von deinem geplanten Anschlußbedarf erfährt... denn der Standardanschluß wird wohl so oder so nicht reichen.
Das nächste wäre der Motorstart. Selbst wenn deine Kompressoren es erlauben lastlos zu starten dürfte der direkt angeflanscht eine ziemliche Zusatzlast für den Anlasser sein. Wenn die Kompressoren es nicht erlauben lastlos zu starten... dann bewegt der Anlasser den Motor vielleicht 2mm.

Allerdings verstehe ich zugegeben auch den Sinn des ganzen nicht, denn wir reden ja anscheinend nicht von irgendwo-in-Afrika, sondern Baden Würstchenberg. Wenn ich mir da Kosten für den Ergasanschluß plus Kosten für Motoren, Gasanlagen, etc. anschaue... dafür sollte doch wohl ein anständiger Drehstromanschluß zu bekommen sein, der über die Leistungen nur müde lächelt... und im Betrieb dann wesentlich günstiger ist. Erstrecht wo du den Motor ja auch noch häufig vor hast gedrosselt zu betreiben, was nochmal den Wirkungsgrad deutlich drückt.

DerRaucher:
über Feuchtigkeit lacht der Motor nichtmals, erstrecht bei CNG... da ist ja fast nur Feuchtigkeit. Und gerade bei Stationärmaschinen lässt sich sogar "mieses" Gas verwenden, siehe Biogasanlagen. Probleme würde wohl eher Schwefel bereiten.

Benutzeravatar
Sven2
Forums-Sponsor
Beiträge: 3984
Registriert: 29.07.2010 17:38
Wohnort: im Ländle

Beitrag von Sven2 » 15.02.2018 14:38

Keine Ahnung, wie sich ein Turbomotor aus einem PKW in der Stationäranwendung verhält. Es fehlt der kühlende Fahrtwind!
Gibts den alten 2,0 l Sauger evtl. als Industriemotor noch?
Der hat in der PKW Anwendung als einzigster das lange Ölwechselintervall 2 Jahre / 30 Tkm.

Riemen weglassen ist m.E. ne gute Idee: Ich vermute mal, ein kleiner PKW Motor reagiert wesentlich empfindlicher auf die Riemenkräfte an der Kurbelwelle als ein alter Deutz.

Nächste Idee: MAN Industriemotoren. Die haben fertige Stationärmotoren auf Erdgas. Eigentlich zur Stromerzeugung gedacht und deshalb mit 1500 RPM.
Wiederholungstäter: früher Touran TSI_EF, jetzt B200 NGD
CNG-Aufkleberimporteur

Gastra
Beiträge: 543
Registriert: 22.04.2017 10:04

Beitrag von Gastra » 15.02.2018 16:07

der 2L Sauger von VW (ich weiß, den gab es auch mal im Passat vor langer langer Zeit...) gibt es als Industriemotor und BHKW Motor von VW zu kaufen. Direkt für den Betrieb mit Gas aus der Leitung. Dieser Motor ist in vielen BHKW zu finden (z.B. bei denen von der Energiewerkstatt in Hannover), der Bezug sollte daher kein Problem sein.

Auch Zulassungstechnisch ist ein Industriemotor sicher einfacher als ein KW Motor


Gruß
Dominik

mannebk
Beiträge: 10
Registriert: 14.02.2018 14:37
Wohnort: Benz-Town

Beitrag von mannebk » 15.02.2018 18:22

Hallo Zusammen,

herzlichen Dank für eure ausführliche Rückmeldung.

Finanziell sieht es so aus, das wir, als wir Luft noch mit Strom gemacht haben, rund 145.000 Euro also Monatlich 11.000 an den Stromversorger überwiesen haben.

Mit Diesel und dem Deutz, haben wir aktuell (trozt gesteigertem Luftbedarf) so gut 8.000 im Monat, beim aktuellen Diesel-Netto-Preis von rund 1€/L

Klar hab ich immer noch 4St 22kw Stromkompressoren da stehen, is nicht so das ich grad zuwenig Platz hätte oder so. Aber als wir den 5. hin gestellt haben, ist bei dessen Start dann die 250A Panzersicherung geflogen. Bei unserer Nachfrage zu dickeren Sicherungen war Syna hell entsetzt, laut deren Leitungsplan dürften wir Aufgrund der anderen Nutzer an unserem Strang eigentlich nur 125A drin haben :-) wobei der Techniker meinte, es hätte wohl bisher so funktioniert, daher sehe er nun keinen Grund uns runter zu stufen. Eine neue eigene stärkere Leitung wurde uns für knapp unter 100.000 offeriert. (2,5km unter Straße zum nächsten Traffo. Wir sitzen im Mischgebiet... zum Kotzen)

So, neben dem Diesel für den Deutz heizen wir die 1000m² (und das Wohnhaus mit 6 Wohnungen a 110m² natürlich im Winter. Während wir Zeitlgiech Abwärme für 50 Einfamilienhäuser vom Luftgekühlten Deutz in die Umwelt blasen.

Wenn ich also ein "BHKW" draus mache, kann ich

1. die Abwärme nutzen und mir 100% der Heizkosten sparen
2. das Wohnhaus kostenlos beheizen und damit meinen Mietern mehr Miete und weniger nebenkosten berechnen, ohne das die sparen müssen :-)
3. anstelle von Diesel oder Fahrgas, Erdgas oder Heizgas verfahren. (ist gleich ne ecke günstiger)
4. meine Abgas-Emmisionen deutlich reduzieren (-100% Grobstaub, Nox etc was ein alter Diesel im vergleich zu modernem Erdgas Motor so produziert)
5. meine Lärmbelastung deutlich reduzieren
6. aufgrund der kleineren Aggregate meine Total-Ausfallwahrscheinleichkeit auf quasi 0% senken.

So, nun kann ich das realisieren in dem ich:
a: 4 St. CNG Kompressoren der Energiewerkstatt a 65.000 kaufe
b: 2 St. CNG Kompressoren von Bosch a 105.000 kaufe
c: selbst hand anlege, 2 CNG Caddys schlachte, 4 Kompressoren kaufe und das zusammen für gut 30.000 Euro und es dann selbst aufbaue.

Einsparpotzenzial Diesel zu CNG: 100% meiner Gesamtheizkosten zzgl effizenzsteigerung von altem Deutz zu neuem CNG Motor. Würde ich auf 50.000 p.a. schätzen.

Einsparpotenzial zwischen A/B und C: > 100.000€

Egal wie man das betrachtet, und wie viel Aufwand für die Realisierung drin ist, bei den Summen, gibts da keinen Grund um auch nur länger als 1 Minute drüber zu rätzeln was man denn nun macht.

In sofern hab ich mich nun für den 2,0l CNG Sauger mit 85kw von VW als Triebwerk entschieden.

Für den gibts auch in 30 Jahren noch Ersatzteile.

Und nun kommts zur Gasanlage.

Wie schon richtig angemerkt, ist die Stadtgasleitung mit 20mbar nicht der ideale Vordruck.

Andererseits, bei 85kw und 35% effizens, kommt ein Verbrauch von 250kw/h zusammen. Bei Stadgas sind das 50m³/h und bei Erdgas sind es 25m³/h.

Angesichts unserer Betriebsgröße und der Tatsache das die Leitung die zu uns rein kommt fast 10cm im Durchmesser hat, dürfte der Verbrauch nicht als "Ungewöhnlich" eingestuft werden. Der Anschluss ans Gasnetzt kostet übrigens, wenn wirs beim Verlegen gleich mit machen lassen 2.500 + der Aufwand auf unserem Gelände, das sind 3m, also nochmal so 3.000€. Im Vergleich zum Stromkabel brauch ich da nicht zu überlegen.

Allerdings muss ich aus 20mbar den für die Motoren passenden Vordruck machen, sonst wirds nix mit Gasen.

Einfachste Variante wäre ein Klimakompressor, die machen bis zu 25 Bar, sind für brennbare Gase aus Methan, Propan etc. ausgelegt. Problem Öleintrag ins Brenngas, wird also nix.

Vermutlich wärs eher ein Professioneller Erdgasverdichter wie der hier:
https://www.ebay.de/itm/Erdgas-KOMPRESS ... SwY3daaZ0f

Damit kann ich die Tanks aus den Autos füllen während zeitgleich die Luftkompressoren laufen. Dem seine Leistung ist auch erheblich höher, wenn er nicht gegen 200bar kämpfen muss, also wenn im Tank blos 30-50 bar drin sind.

Eventuell investiere ich einfach 10.000 mehr und kauf mir ne gebrauchte Erdgastankstelle, dann hab ich alles um legal Glücklich zu sein, die sind schließlich fürs Gasnetz gemacht.

Alternatv könne ich den VW Sauger-Motor mit einer KME LPG Anlage ausrüsten, deren Einblasdruck liegt üblicherweise nur unwesentlich höher als der Saugrohrdruck, welcher bei einem Benziner in Teillast immer negativ ist.

Die KME an die Lambda klemmen und der KME die Gemischanpassung für Gasänderungen überlassen. Den Einblasventilen ist es sicher recht egal ob sie gasförmiges LPG oder gasformiges CNG strömen. Dann könnte ich sogar ohne Benzin starten.

Wobei mir, aufgrund der "originalität" und der millionenfachen Erprobung die Originale CNG Variante am liebsten ist. Gibt kein Stress mit der Abgasprüfung :-)

Gruß Manne

mannebk
Beiträge: 10
Registriert: 14.02.2018 14:37
Wohnort: Benz-Town

Beitrag von mannebk » 15.02.2018 18:44

ich hab grad mal nach dem 2,0er Sauger gesucht. Die 85KW Version im Golf.

Wow gibts da viele mit deutlich über 200.000km

Scheint ein toller Motor zu sein :D

Gruß Manne

Gastra
Beiträge: 543
Registriert: 22.04.2017 10:04

Beitrag von Gastra » 15.02.2018 18:58

Du solltest bedenken, dass bei der Energiewerkstatt direkt ein effizienter Abgaswärmetauscher, Überwachung, Schalldämmung etc. vorhanden ist. Wenn es darum ginge als Privatmann ein Häuschen mit Hobbywerkstatt zu versorgen, dann könnt ich das mit dem Selberbasteln gut verstehen, aber bei einem Unternehmen glaub ich nicht,dass dies der billigste Weg ist. Da werden ne Menge Stunden bei draufgehen bis alles so funktioniert wie es soll und es würde ich wundern wenn Cheffstunden kostenlos wären...

Den Ansatz find ich trotzdem gut. viel Erfolg!

mannebk
Beiträge: 10
Registriert: 14.02.2018 14:37
Wohnort: Benz-Town

Beitrag von mannebk » 15.02.2018 19:00

Naja, angesichts der Tatsache das ich gern schraube, sind die Chefstunden tatsächlich kostenfrei :-) Ich war der erste mit nem 2,5L Turob Subaru Motor im T3 Bus (250PS machen sogar in nem Camper richtig laune) *lach* hab schon nen bissel übung im Schrauben und TÜV-Gutachten erstellen lassen *kotz*, das waren damals mal eben 30.000 für die Abgasabnahme.

Und 100.000 Euro Kosteneinsparung, ohne Zeitdurck, weil "Deutz" ist ja da. Nun ja, da lacht das Schwabenherz.

pps: die Anlage steht, genau wie jetzt der Deutz, dann in einem Seecontainer, der wirklich gut belüftet und natürlich EX sicher ist (Schaltschränke außerhalb, nix mit offenen Funken etc.)

edit: is übrigens gar nicht sooo wild mit dem Schrauben.

Adapterplatte zwischen den bisherigen 2 Kompressorkupplungsglocken auf der einen Seite und auf der anderen Seite passend auf das VW Bohrbild. Nen Zahnriementrieb dazwischen, so das 2 Kompis an einem Motor hängen.

Dazu passend ein Motorlager und 2 Kompi-Lager für die Aggregats-Grundplatte

Plattenwärmetauscher fürs Kühlwasser
2x Abgaswärmetauscher aus nem Diesel-Schlachter
Plattenwärmetauscher ÖL<->Kühlwasser (kleiner Kreislauf) je nach dem ob Betrieb oder Start zustand.
Plattenwärmetauscher Kompressoröl-Kaltwasser, da Schraubenkompis am liebsten Öl mit 25°C bekommen.
Ne Heizungsregelung von TA Österreich die die Rückläufe in den Heizungsspeicher auf dem gewünschten Temp. Niveau hält in dem die Heizungswasserpumpe entsprechend moduliert.

Summe an Material: 3,500-5000 euro je Aggregat.
1-2 Wochen Arbeitszeit.

Das 2. geht schneller weil alles schon konstruiert.

Dazu kommen 4 Kompressoren ohne Elektromotoren a 5mille
Und 2 Golf Schlachter a 2-3 Mille

Kosten: Unter 50.000 Euro, während die Bosch Kompressoren 200.000 und die von der Energiewerkstatt 260.000 kosten.

Also, selbst wenn ich da nen halbes Jahr dan schraube, ist das immer noch nen SEHR guter Stundensatz.

Lärm ist mir im Conainter und verglichen mit dem Deutz übrigens erstmal Wurscht.

DerRaucher
Beiträge: 534
Registriert: 20.09.2016 19:53
Wohnort: Oldenburg

Beitrag von DerRaucher » 15.02.2018 19:27

dridders hat geschrieben:Dir ist aber bewusst das dein "Stadtgas" dir vermutlich einen Anschluß mit nichtmals 1 Bar präsentiert, während die CNG-Anlage locker 2,5 Bat Ausgangsdruck hinter dem Druckminderer haben möchte? Mit den niedrigen Drücken der Erdgasleitungen bei normalen Hausanschlüssen wird wohl maximal 'ne Venturi laufen.
Das ganze angeschlossen zu bekommen könnte auch "lustig" werden, immerhin muß ein Installateur seinen Kopf dann dafür hinhalten... für etwas was nicht im Ansatz eine DVGW-Prüfung/Kennzeichnung hat. Der Verbundnetzbetreiber der Gasleitung könnte ggf. auch mal neugierig werden wenn er von deinem geplanten Anschlußbedarf erfährt... denn der Standardanschluß wird wohl so oder so nicht reichen.
Das nächste wäre der Motorstart. Selbst wenn deine Kompressoren es erlauben lastlos zu starten dürfte der direkt angeflanscht eine ziemliche Zusatzlast für den Anlasser sein. Wenn die Kompressoren es nicht erlauben lastlos zu starten... dann bewegt der Anlasser den Motor vielleicht 2mm.

Allerdings verstehe ich zugegeben auch den Sinn des ganzen nicht, denn wir reden ja anscheinend nicht von irgendwo-in-Afrika, sondern Baden Würstchenberg. Wenn ich mir da Kosten für den Ergasanschluß plus Kosten für Motoren, Gasanlagen, etc. anschaue... dafür sollte doch wohl ein anständiger Drehstromanschluß zu bekommen sein, der über die Leistungen nur müde lächelt... und im Betrieb dann wesentlich günstiger ist. Erstrecht wo du den Motor ja auch noch häufig vor hast gedrosselt zu betreiben, was nochmal den Wirkungsgrad deutlich drückt.

DerRaucher:
über Feuchtigkeit lacht der Motor nichtmals, erstrecht bei CNG... da ist ja fast nur Feuchtigkeit. Und gerade bei Stationärmaschinen lässt sich sogar "mieses" Gas verwenden, siehe Biogasanlagen. Probleme würde wohl eher Schwefel bereiten.
Ein Gasinstallateur bzw der Betrieb ist normalerweise nach DVGW zugelassen und dementsprechend wäre die Installation es dann auch. Sehr viele Betriebe benutzen zum heizen oder für Maschinen eigene LPG Anlagen. Die Verrohrung wird auch durch einen Gasinstallateur durchgenommen.
Bei Biogas-Anlagen bzw BHKW´s ist die Reinigung des Gases sehr wichtig. In der Branche habe ich paar Jahre gearbeitet. Genauso gibt es auch sehr viele Betriebe die eigene BHKW´s betreiben. Denn Firmen zahlen nicht nur für den "verbrauchten" Strom sondern auch für den Anschluss. Je grösser der Anschluss ist umso teurer wird es und das ist nicht wenig.

Aber man sollte vorher mit dem Gasversorger klären ob so eine grosse Abnahme in Ordnung ist. Sonst könnte bei der vorgeschalteten Druck-Regelanlage ein Sicherheitsventil fallen.

@mannebk,
bei so einem Projekt könnte man an ein BHKW denken zur eigenen Stromproduktion was dann aber eine Anpassung der bereits vorhandenen E-Installation bedeuten würde.

Edit: Auch wenn bereits ein Ex-Schutz vorhanden ist, ist dieser zu kontrollieren und ggf auf Methan anzupassen. Berechnung des eigensicheres Kreises muss neu durchgeführt werden, Zündschutzarten, wichtig das die verbauten Komponenten in den Ex-Zonen für Gas (G) zugelassen sind usw.

mannebk
Beiträge: 10
Registriert: 14.02.2018 14:37
Wohnort: Benz-Town

Beitrag von mannebk » 15.02.2018 19:58

Danke für den hinweis mit ExSchutz für Gas, die kommen auf meine Check-Liste und klar ist der Gasversorger im Boot, sowie das Konzept steht, ohne den gehts net.

Ja, wenns mit Stadtgas nix wird, dann ist es eben LPG, macht für den Motor nicht wirklich nen unterschied, und Finaziell nur dahingehend, das man jede Lieferung bestellen und danach dann bezahlen muss, und nicht an ner Pipeline hängt und monatlichen Abschlag hat. Fürn Motor gilt, wenn er CNG/Ethanol kann, geht LPG sowiso.

Mein Frauchen ist beim Stern in der Ventiltriebentwicklung gewesen, daher hab ich hier die Fachfrau bezüglich Vorgaben für die einzelenen Kraftstoffe und deren Probleme im Haus.

Ich denke was dridders meinte war, das die Verbindung vom Stadt-Netz zum Motor kein "eigenbau gefriggel" sein soll. Sonst gibts da ärger und probleme.

edit: ja in der Tat, die Idee noch nen 3. Gasmotor mit nem 55kw Generator hin zu stellen und meinen Betriebsstrom im Netzparalellbetrieb selbst zu produzieren, ist mir durchaus schon gekommen. Wie du ganz richtig vermutet hast, zahlen wir nicht nur nach Verbrauch sondern nach Anschlusswert. Und wenn ich in Zukunft mit 3x 63A Panzern durchkomm wird es ERHEBLICH günstiger.

Allerdings hab ich schon mit den Kompressoren eine Überkapazität an Wärmeleistung. Bedenkt bitte, das bei Druckluft 90% in Wärme gewandelt wird. Ergo habe ich 90% von den 35% die der Motor in Kraft umwandelt als Abwärme beim Kompressor. Damit habe ich nur 3,5% der gesamtheizleistung als NICHT-Wärme entnommen. Und wenn mann dann an 500kw/h primärenergie bei 2 Kompressoren in Vollast denkt, da kann ich pro Stunde Betriebszeit mal eben 10 Einfamilienhäuser für nen kalten Wintertag mit Abwärme versorgen (mein eigenes 3 Fam Haus brauch bei -10°C rund 120kwh pro Tag und ohne WW). In sofern muss man den Strom dann schon mit wirklich spitzem Griffel rechnen, ob sich das lohnt und man das will. Hätte einzig den Vorteil, wenns auch Insel-Strom kann, das man von Netzausfällen unabhängig wird, was bei uns ja nun nicht sooo häufig ist. Hier im Betrieb 0x seit ich da bin. Zuhause 4x in 10 Jahren wegen def. Muffen in unserer Straße. Außer wenns mal ganz kalt wird, dann könnte man zusätzlich den Strom herstellen und somit hätte man dann mehr an Wärme zur verfügung. Ich denke jedoch nicht, das sich unser Klima in absehbarer Zeit (also bis nach meinem Ableben) dramatisch verändern wird. Daher ist hier wirklich detaillierte Gesamtkostenbetrachtung angesagt. Kurz, ich denke, ohne die Wärmenutzung rechnet sich das nicht.

mannebk
Beiträge: 10
Registriert: 14.02.2018 14:37
Wohnort: Benz-Town

Beitrag von mannebk » 15.02.2018 20:24

wenn ich noch einen CNG Kompressor für die Erdgasaufbereitung benötige, könnte man an den Primären Luftkompressor die Übersetzung für die Kompressoren etwas niedriger auslegen, so das diese langsamer laufen, daher weniger KW ziehen und so Leistungsüberschuss für dieses Aggreagt:
https://www.rotek.at/a000/000/000000055_00_RT_A_de.html
bleibt.

Da das aber ein 1500rpm Generator ist, müsste da noch eine Regelung dazwischen, damit ich mit dem Luftkompressor weiterhin modulieren kann. Wäre dann eine verstellbare hydraulikpumpe + Motor. Was die Geschichte um 20% Abwärme verschlechtert und außerdem 2000 euro mehr kostet.

Aber wie bereits gesagt, Wärme hab ich eh schon übrig (klar, kann man schlicht im Winter die Fenster öffnen, das Problem ist der Sommer), es macht daher vermutlich keinen Sinn, hier auch noch den Strom zu erzeugen.

Antworten