Baubeginn von Nordstream 2

Allgemeines zum Thema Erdgasfahrzeuge was nicht in die anderen Rubriken passt.

Moderatoren: MiniDisc, SiggyV70, sparbrötchen

Antworten
supercruise
Beiträge: 465
Registriert: 25.03.2017 21:10

Baubeginn von Nordstream 2

Beitrag von supercruise » 16.05.2018 16:59

Eine gute Sache, wie ich finde. Wie seht ihr das?

https://www.n-tv.de/wirtschaft/Nord-Str ... 35675.html

Was interessant ist, aufgrund des Wasserdrucks braucht man im Vergleich zu Pipelines auf dem Land keine zusätzliche Verdichter, was Kosten spart und den CO2 Ausstoß weiter senkt.

Für Dänemark und Schweden stehen die Genehmigungen zwar noch aus, aber selbst wenn diese nicht erteilt werden, wird man die Pipeline auf einer abweichenden Route bauen was zwar teurer wird, das Projekt aber nicht verhindern kann.

Gastra
Beiträge: 543
Registriert: 22.04.2017 10:04

Beitrag von Gastra » 16.05.2018 17:49

erklär mit doch bitte mal die Sache mit dem Wasserdruck, das Gas in der Leitung merkt von diesem Druck jedenfalls nichts...

Ich könnte mir allenfalls Vorstellen, dass aufgrund des Wasserdrucks bei gleichem Gasdruck die Belastung der Rohrwand geringer ist, und damit ein höherer Verdichtungsdruck vor dem Pumpen unter der Meeresoberfläche möglich wird (ohne viel Geld für teure dicke Leitungen). Damit könnte man sich dann eine teure Offshore Verdichterstation sparen, nur Energie spart man damit nicht ein.

Ansonsten freud es mich wenn es mit diesem Projekt vorangeht!

Robert
Beiträge: 942
Registriert: 22.12.2014 22:29

Beitrag von Robert » 16.05.2018 20:24

Das mit dem Wasserdruck ist natürlich Unsinn.
Selbst höhere Drücke wird man nicht einfach so realisieren können, denn nicht die Wanddicke wird da die entscheidende Rolle spielen, sondern eher eine Minimierung der Leckagen und dass das Wasser unter Druck steht juckt das Gas herzlich wenig (Stichwort Partialdruck).

Ansonsten ist natürlich positiv, dass osteuropäische Trasitländer da nicht mehr mitreden können, aber die weiter steigende Abhängigkeit von Russland kann und muss man durchaus kritisch sehen. Zumal Pipelines eben eine wirkliche einseitige Abhängigkeit bedingen, die z.B. beim Öl, welches mittels Tanker transportiert wird, so nicht vorhanden ist.

Benutzeravatar
Bassmann
Site Admin
Beiträge: 28979
Registriert: 24.04.2006 20:25
Wohnort: Zu hause.
Kontaktdaten:

Beitrag von Bassmann » 16.05.2018 22:45

Hmm. Ja. Wasserdruck ist Unsinn, aber Höhendifferenz ist für Gas durchaus ein Thema. Das CNG muss ja auch an der tiefsten Stelle der Pipeline ankommen, da kann jedes beliebige Stadtwerk mit großen Höhendifferenzen im Versorgungsgebiet die Problematik bestätigen.

MfG Bassmann
17 Zylinder, 4,85 Liter Hubraum, aber verteilt auf 2 Autos und 3 Motorräder:
Golf4 Kombi 1.6l autom. mit CNG-Nachrüstung, ca. 10€/100km
Polo4 9N3 united 1.4l 5-Gang mit CNG-Nachrüstung, ca. 8€/100km
(jeweils incl. Luxusbrühe)
Motorräder: 644ccm Suzuki Freewind (Eintopf), 600ccm Yamaha Fazer 35kW, 600ccm Yamaha Fazer ABS 72kW
Wenn ein einziger Baum umfällt, macht das mehr Lärm, als wenn ein ganzer Wald wächst.

supercruise
Beiträge: 465
Registriert: 25.03.2017 21:10

Beitrag von supercruise » 17.05.2018 16:34

Wie der Transport ohne Kompression funktionieren soll war mir auch nicht schlüssig, ich habe diese Information aus einer Reportage auf Youtube über Nordstream 2 und einfach übernommen. Offenbar war diese falsch. Wenn ich das Video wieder finden sollte, reiche ich es nach.

Die Kompression gibt es natürlich.
Vom Kontrollzentrum der nahegelegenen Gazprom-Verdichterstation Portowaja aus wurde der Gasfluss durch den zweiten Pipelinestrang gestartet. Von hier aus wird das russische Gas durch die Ostsee bis in das europäische Fernleitungsnetz gepumpt. Die hochmodernen Kompressoren der Verdichterstation erzeugen einen Druck von bis zu 220 bar. Dies reicht aus, um das Gas durch die beiden jeweils 1.224 Kilometer langen Pipelinestränge ohne zusätzliche Kompressorstationen bis nach Lubmin an der deutschen Ostseeküste zu transportieren.
https://www.nord-stream.com/de/presse-i ... trieb-425/

Robert
Beiträge: 942
Registriert: 22.12.2014 22:29

Beitrag von Robert » 17.05.2018 20:03

Bassmann hat geschrieben:aber Höhendifferenz ist für Gas durchaus ein Thema. Das CNG muss ja auch an der tiefsten Stelle der Pipeline ankommen, da kann jedes beliebige Stadtwerk mit großen Höhendifferenzen im Versorgungsgebiet die Problematik bestätigen.
Das ist schon bedingt richtig, denn eigentlich wäre starke Steigungen bzw. Gefälle präziser. Das macht die eigentlichen Probleme. Höhendifferenzen von vielleicht 60m (viel tiefer ist die Ostsee ja nicht) auf vielen hundert Kilometern stellen hingegen kein Thema dar.
supercruise hat geschrieben: Die Kompression gibt es natürlich.
Natürlich gibt es Kompression (ohne diese bewegt sich das Gas nicht einmal) und man geht auch auf immer höhere Drücke, aber das hat nichts mit einem Wasserdruck zu tun.

venator
Beiträge: 154
Registriert: 12.02.2013 20:45
Wohnort: Hunsrück

Beitrag von venator » 17.05.2018 20:49

Und schon droht ein Amerikaner mit Sanktionen.
Die wollen wohl ihr LNG verkaufen.

Benutzeravatar
Bassmann
Site Admin
Beiträge: 28979
Registriert: 24.04.2006 20:25
Wohnort: Zu hause.
Kontaktdaten:

Beitrag von Bassmann » 17.05.2018 23:50

Na, dann sollen sie doch in Konkurrenz treten.

Aber diese Drohgebärden vom Trump-eltier, dass es kein Bla gäbe, wenn Erdgas von Bla2 gekauft würde, sind doch nicht ernst zu nehmen. Da muss man doch einfach nur durch.

MfG Bassmann
17 Zylinder, 4,85 Liter Hubraum, aber verteilt auf 2 Autos und 3 Motorräder:
Golf4 Kombi 1.6l autom. mit CNG-Nachrüstung, ca. 10€/100km
Polo4 9N3 united 1.4l 5-Gang mit CNG-Nachrüstung, ca. 8€/100km
(jeweils incl. Luxusbrühe)
Motorräder: 644ccm Suzuki Freewind (Eintopf), 600ccm Yamaha Fazer 35kW, 600ccm Yamaha Fazer ABS 72kW
Wenn ein einziger Baum umfällt, macht das mehr Lärm, als wenn ein ganzer Wald wächst.

Antworten