Motorsteuerung auslesen Ducato 12/2005 Bipower

Hier geht es um die CNG-Modelle von Fiat.

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ducato2005
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Motorsteuerung auslesen Ducato 12/2005 Bipower

Beitrag von ducato2005 » 12.08.2011 10:27

Hallo,

habe nach Motorschaden und dessen Repartur in Motorwerkstatt, (nicht Fiatwerkstatt) das Problem, dass die Werkstatt die Addaptionwerte auf Benzinbetrieb und Erdgasbetrieb dynamisch nicht auslesen kann. Der Meister der freien Werkstatt sagt, er mit seinem Boschtester er nicht an die Werte nicht herankommt, weil Fiat diese blockiert hat.
Es ginge nur mit einem Fiatauslesegerät, oder mit Fiatsoftware
Bei Fiat ein Drama, diese konnten mir nur die Speicherwerte auslesen.
Ich brauche aber alle Werte, Lambdaspannung, Gemischzustand, (ob fett Mager) Temperatur, Drehzahl usw.
Wie kommt man an diese Werte heran. Hat jemand einen Tipp?
Ohne die Werte lesen zu können, kann man nichts einstellen und ein neuer Motorschaden ist wohl sicher.
Wie kommt man an diese Werte heran. Hat jemand einen Tipp?
Oder wo kann man die Gasanlage außerhalb Fiat einstellen lassen

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Trelo
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Beitrag von Trelo » 12.08.2011 11:03

Hallo und Willkommen!

Ggf. kann ein anderer FIAT-Partner aushelfen, wobei manche Vertragshändler "Laufkundschaft" nicht sehr zuvorkommend behandeln...

Gruß Trelo
Grüße vom Würmsee
Trelo
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dridders
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Beitrag von dridders » 12.08.2011 11:31

Serienducato? Dann wird die freie Werkstatt doch eh nichts einstellen koennen, wenn sie schon gar nicht an die Laufzeitwerte kommt. Laufzeitwerte lassen sich eh nur zur Laufzeit auslesen, oder wenn ein Fehler auftrat das dazu gespeicherte. Da es ein 2005er ist wird er wohl auch OBD-Pflicht haben, und somit muss mit jedem E-OBD-Tester diese Werte auslesbar sein. Die Adaptionskennfelder natuerlich nicht, aber an die kommen auch die Fachwerkstaetten vielfach nicht ran, und wenn doch liegen sie gern in einem Format vor das dir nichts hilft.

ducato2005
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Beitrag von ducato2005 » 12.08.2011 14:43

Danke für die schnelle Antworten.
Die Fachwerkstätten kommen wohl nicht an die Daten. Ja Serienducato.

Es macht keinen Sinn, stundenlang bei Volllast mit einem magerer Gasgemisch zu fahren, bis dass die Nockenwelle sich verabschiedet. Die letzte Nockenwelle hielt 400 Km und Fiat kann sich das nicht erklären. Ich will den Grund jetzt wissen, kann ja nicht jede Woche eine neue Nockenwelle einbauen lassen, auch nicht auf Garantie.
Jetzt ist ein Gutachter an der Sache.
Dessen Boschtester zeigt die Werte der Sonden und die Winkel, auch Temperatur usw. jedoch im nur Benzinbetrieb. Nicht so im Gasbetrieb, sondern nur die Aussage "nicht geregelt."
Merkwürdig dabei ist, dass beim Umschalten von Benzin auf Gas im Leerlauf die Tourenzahl von 2000 auf 3000 steigt. Das sieht so aus, als würde im Gasbetrieb einfach pauschal etwas fetter das Gemisch verwendet, ohne dass eine Regelung erfolgt - Sondenspannungen = 0 mV.
Der Gutachter will jetzt eigenen Sonden und eigene Messtechnik einbauen. Dann sieht man dynmisch die Fahrwerte, und ich kann bei Volllastbetrieb weiteren Schaden vermeiden. Das zeigt aber nicht Fehler im Steuergerät oder in der Einstellung.
In den sogenannten Fachwerkstätten kann man das Regelungskonzept nicht erfragen. Dynamisch kann dort nichts ausgelesen werden, wie soll dann das Steuergerät programmiert werden können??

Kann es ein, dass im Gasbetrieb nicht geregelt wird? Oder ist das ein falsches Ergebnis des Boschtesters wegen der Softwaresperre von Fiat.

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dridders
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Beitrag von dridders » 12.08.2011 15:14

Wer hat dir denn erzaehlt das die Nockenwelle bei magerem Gemisch drauf ginge? Das is Quark! Die Nockenwelle bekommt davon gar nichts mit. Ventile/Ventilsitze, Kopfdichtung, Kolben, Kopf, Zylinderlaufbahnen... das sind so die Teile die sich fuer das Gemisch interessieren.
Eine Regelung des Gemisch muss erfolgen, ansonsten haette der Wagen nie eine Typzulassung erhalten. Er muss schliesslich auf Gas auch die Abgasnorm einhalten, in deinem Fall wohl Euro4, und da ist ohne Lambdaregelung gar nichts zu machen. Wenn "nicht geregelt" angezeigt wird, dann am ehesten weil die Regelung aufgrund von Betriebsbedingungen (Motor zu kalt, Volllast) oder Fehlerbedingungen deaktiviert wurde. Wenn die Lambda z.B. bei 0V liegt, dann heisst es das Gemisch ist tierisch mager, und das ist natuerlich ein Fehler dann.

Einstellen? Wozu? Das is'n Serienfahrzeug, keine Universalanlage. Das Ding wurde vom Hersteller passend eingestellt, da braucht nichts eingestellt werden. Wenn das Gemisch nicht stimmt, dann muss der Fehler behoben werden der zum falschen Gemisch gefuehrt hat. Alles andere wuerde allerhoechstens die eigentliche Ursache verschleiern und langfristig zu noch mehr Problemen fuehren.

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Gövi
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Gasmenge nicht passend!

Beitrag von Gövi » 12.08.2011 16:09

:cool:
Tach!
Wenn die Nockenwelle sich ständig himmelt ist
wohl am ehesten ein Problem mit der Schmierung
die Ursache. (Ölkanal oder Kopfdichtung)
Was die Gemischseite betrifft, wurde ja bereits genug
gesagt und wenn ich mal tippen dürfte, stimmt etwas
mit dem Druck nicht. Ohne Vergleichswerte ist da aber
auch nichts zu machen, da du ja nicht wissen kannst
wie hoch der richtige Druck ist.
Wenn ich an deine Stelle wäre, würde ich versuchen
ein gleichartiges Fahrzeug zu finden und am Druck-
sensor des Einspritzrail´s mal die Spannung messen.
Vergleiche die Werte mit deinem und evtl. hast du die Lösung.
MfG
Gövi
:mrgreen:
Gasgeben schadet ja nicht !

ducato2005
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Beitrag von ducato2005 » 12.08.2011 20:01

Dass die Nockenwelle eingelaufen ist, (2 Nocken innen, Auslassventil, komplett weg), soll ein Folgefehler von weggebrannten Ventilsitzringe sein, welche den normalen Härtegrad eines Benzinkopfes haben sollen, also erdgasuntauglich sind. Soviel zur Serie..... Es gibt bei Fiat zwar eine Bestellnummer für einen Erdgaszylinderkopf, scheinbar unterscheidet dieser sich nicht vom Benzinzylinderkopf, nur durch die vier zusätzlichen Bohrungen für die Erdaseinspritzung. Das allein ist "die Serie". Bei der Motorrepartur wurden jetzt wärmefeste Ventilsitzringe verbaut, bei Fiat kann man die nicht bestellen. Auch die Stösel haben jetzt eine höhere Wärmefestigkeit. Ich entschied mich für den Komplettneuaufbau des Austauschmotors, weil der ATM nur 20 TKm hielt.. Der ATM war zuvor denkbar schlecht aufgearbeitet, z.B. bis zum Maximin aufgebohrt, mußte jetzt deshalb verbüchst werden, (jetzt wärmefeste Büchsen)
Zum Nockenwellenschaden:
Dadurch, dass die Stöselteller sich immer weiter in die Ventilsitzringe einarbeiteten, ging das Ventilspiel gänzlich verloren, was dann zum schleifendem Abrieb der Nocken führte, bis hin zum fast vollständigem Verschwinden. Zuviel zum Zusammenhang, mageres Gemisch und eingelaufene Nockenwelle.
Es geht also um ein Wärmeproblem durch zu mageres Gemisch und untauglichen nicht wärmefesten Materialien. Der Grund für die zu magere Mischung muss in der Regelung liegen, kann auch sein, dass nur der Gasfilter komplett zu ist, wurde nie getauscht...
Fiat hat auch bei zwei Nockenwellenwechsel nie das Öl gewechselt, der gesamte Abrieb blieb im Öl. Ergebnis, Lagerschaden überall, Nockenlager und Pleullager,
Zylinder abgerieben, Schleifschaden im Zylinder, Lagerschalen abgerieben usw.
Die Lagerschalen waren bei der ATM-Aufbereitung vertauscht worden, die sind nummeriert und jede Schale kann nicht beliebig verbaut werden. Der zusätzlich Schleifschaden war auch hier deutlich sichtbar. Auch dies hätte später zu einem Motorschaden geführt.
Auf meine Nachfrage, warum denn das Öl bei einem solchen Schadensbild nicht gewechselt wird, erhielt ich die Antwort, das habe ich nicht in Auftrag gegeben....

Die mechanischen Probleme sind jetzt also gelöst, nicht die elektronischen Probleme, eher nicht. Deshalb das Interesse an den Werten. Deshalb fahre ich jetzt nur mit Benzin, um nicht einen weiteren Motorschaden zu verursachen.
Klar ist schon jetzt, dass das Bipowerkonzept für mich sich schon jetzt niemehr rechnen wird...Verkaufen kann ich das Fahrzeug auch nicht, auf den versteckten Mangel, der vermutet wird, müßte ich hinweisen. Das kauft so niemand...

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dridders
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Beitrag von dridders » 12.08.2011 20:11

Passt in meinen Augen alles nicht. Wenn das Ventilspiel flöten geht, dann interessiert das den eigentlichen Nocken nicht. Der hat eh immer Kontakt mit dem Stössel. Der Druck wird auch nicht größer. Und selbst wenn... das Ventil wäre lange bevor es zu einem Schaden an der Welle kommt verbrannt.
Und wieso wurde denn überhaupt an den Zylinderlaufbahnen gebastelt? Was war mit denen?
Der Abrieb bleibt nicht im Öl, sondern im Ölfilter... ich möchte mal behaupten hier war eher das Öl grundsätzlich ungeeignet, ggf. war das Öl auch nicht auf den Fahrstil angepasst und durch die Hitze hats den Schmierfilm vernichtet. Das würde dann nämlich auch eher das ganze erklären, hat aber nix mit'm Gas dann zu tun.
Ich bezweifel aber das man sich die Mühe gemacht hat das Öl erst abzulassen und gesondert aufzufangen, um es dann wieder einzufüllen... irgendwie klingt das alles verdammt merkwürdig...

ducato2005
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Beitrag von ducato2005 » 13.08.2011 03:55

OK. Dann habe ich mir das nur wohl nur eingebildet.
Es ist kein dann Metallschlamm im Öl, die Fotos hat der Gutachter dann montiert, um die Welt zu täuschen.
"Gebastelt" wurde nirgendwo, die abrassiven Schleifspuren im Zylinderraum sind durch die Metallsspäne verursacht, fotografisch festgehalten.
Das bringt mir nichts, Tatsachen, die ein vereidigten Gutachter festgestellt hat und dokumentiert hat, hier auf den Wahrheitsgehalt zu diskutieren. Nockenwellenschäden bei Erdgasbetrieb sind überall auch im Netz bekannt.

Meine Fragen beziehen sich nur auf das Steuergerät, ich will mich nicht wiederholen, und speziell nur beim Fiat Ducato Bipower. Ich bitte nur um sachbezogen Antworten zu diesem Thema, das bringt sonst zwar hier andernfalls viel Text, aber keine Erkenntnisse.

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