Ford Mondeo Mk3 umrüsten

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djitbe
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Ford Mondeo Mk3 umrüsten

Beitrag von djitbe » 08.09.2012 16:02

Hallo,

ist es möglich einen Ford Mondeo Mk3 B4Y 1.8 Duratec HE 92 kW auf Erdgas umzurüsten?
Danke.

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dridders
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Beitrag von dridders » 08.09.2012 18:14

da es ein Benziner, und sogar noch ein normaler Saugrohreinspritzer ist: klar. Aber nur mit elektronischem Flashlube und regelmäßiger Ventilspielkontrolle, als erstes vor der Umrüstung, dann nach 20tkm. Sofern sich nichts verändert hat kann das Intervall dann auf 40, später ggf. auf 60tkm erhöht werden. Sollte das Spiel eingangs zu groß sein: gut, so lassen! Ist das Spiel jedoch bereits zu klein unbedingt vorher einstellen lassen und das bei den Umrüstkosten mit einkalkulieren.
Ob das ganze natürlich platzmäßig Sinn macht muss jeder für sich entscheiden. Beim Stufenheck haste nunmal keine andere brauchbare Wahl als zuerst mal eine Pulle hinter die Rücksitzbank zu packen, mit Glück 80l/13kg, was je nach Gasqualität 15-20l Benzin entspricht. Eine Lösung mit mehreren kleinen am Boden macht jegliche Ladehöhe zu nichte.

djitbe
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Beitrag von djitbe » 09.09.2012 07:31

dridders hat geschrieben:da es ein Benziner, und sogar noch ein normaler Saugrohreinspritzer ist: klar. Aber nur mit elektronischem Flashlube und regelmäßiger Ventilspielkontrolle, als erstes vor der Umrüstung, dann nach 20tkm. Sofern sich nichts verändert hat kann das Intervall dann auf 40, später ggf. auf 60tkm erhöht werden. Sollte das Spiel eingangs zu groß sein: gut, so lassen! Ist das Spiel jedoch bereits zu klein unbedingt vorher einstellen lassen und das bei den Umrüstkosten mit einkalkulieren.
Ob das ganze natürlich platzmäßig Sinn macht muss jeder für sich entscheiden. Beim Stufenheck haste nunmal keine andere brauchbare Wahl als zuerst mal eine Pulle hinter die Rücksitzbank zu packen, mit Glück 80l/13kg, was je nach Gasqualität 15-20l Benzin entspricht. Eine Lösung mit mehreren kleinen am Boden macht jegliche Ladehöhe zu nichte.
Danke für die Antwort. Der Verbrauch würde auch steigen? Wenn ich es so hoch rechne mit 8 Litern pro 100 km, würde ich ca 250 km weit kommen... Ein Tank in der Reserveradmulde ist auch eine Möglichkeit oder geht das nicht?

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dridders
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Beitrag von dridders » 09.09.2012 09:02

Ich glaub du solltest dich erstmal über die Unterschiede zwischen Erdgas und Flüssiggas(LPG) informieren ;-) Ein Radmuldentank geht nicht, weils keinen gibt. Rein nach Zahl sinkt der Verbrauch, und das Äquivalent hab ich ja oben geschrieben. Realistisch werden wohl zwischen 200 und 250km bei raus kommen wenn du ihn um die 8l bewegst.

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Beitrag von djitbe » 09.09.2012 12:56

dridders hat geschrieben:Ich glaub du solltest dich erstmal über die Unterschiede zwischen Erdgas und Flüssiggas(LPG) informieren ;-) Ein Radmuldentank geht nicht, weils keinen gibt. Rein nach Zahl sinkt der Verbrauch, und das Äquivalent hab ich ja oben geschrieben. Realistisch werden wohl zwischen 200 und 250km bei raus kommen wenn du ihn um die 8l bewegst.
wieder etwas neues gelernt :D Gibt es eine bestimmte Firma, die sowas durchführt? Habe leider nichts im Internet gefunden... Und welche Kosten da auf mich zukommen?

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dridders
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Beitrag von dridders » 09.09.2012 14:08

www.gas-umruester.de, dort auf Erdgas/CNG umstellen.Kosten mit einer Pulle ab 3500 EUR aufwärts

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Beitrag von djitbe » 11.09.2012 05:58

dridders hat geschrieben:www.gas-umruester.de, dort auf Erdgas/CNG umstellen.Kosten mit einer Pulle ab 3500 EUR aufwärts
Das ist ja ein stolzes Sümmchen :confused:

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Beitrag von ikonengold.de » 11.09.2012 07:36

es sind auch relativ teure und aufwendige Arbeiten mit ziemlich teuren Teilen.
Freundlicher Gruß
Eberhard

www.ikonengold.de/erdgas

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Beitrag von Bassmann » 11.09.2012 08:01

djitbe hat geschrieben:...
Das ist ja ein stolzes Sümmchen :confused:
Sparen muss man sich leisten können...

MfG Bassmann
17 Zylinder, 4,85 Liter Hubraum, aber verteilt auf 2 Autos und 3 Motorräder:
Golf4 Kombi 1.6l autom. mit CNG-Nachrüstung, ca. 10€/100km
Polo4 9N3 united 1.4l 5-Gang mit CNG-Nachrüstung, ca. 8€/100km
(jeweils incl. Luxusbrühe)
Motorräder: 644ccm Suzuki Freewind (Eintopf), 600ccm Yamaha Fazer 35kW, 600ccm Yamaha Fazer ABS 72kW
Wenn ein einziger Baum umfällt, macht das mehr Lärm, als wenn ein ganzer Wald wächst.

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Beitrag von djitbe » 11.09.2012 22:02

Hab da noch eine Frage: steigen die Wartungskosten im Vergleich zum Benziner? Die aufwendige Technik muss ja gut gewartet werden!

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Beitrag von Bassmann » 11.09.2012 22:27

Wie jetzt Wartungskosten?

Logisch: Bei der HU wird auch die Gasanlage getestet, das kostet 23€ + USt zusätzlich. Ansonsten kann es durchaus sinnvoll sein, zB die Wechsel-Intervalle der Zündkerzen zu verkürzen. Beim Polo sind die Serienkerzen nach 60Mm fällig, aufgrund Gasbetrieb hab ich sie jetzt bei knapp unter 43Mm wechseln lassen. Ist das eine signifikante Kostensteigerung? Nein.
Öl: Keine Veränderung. (Bitte auch wechseln, wenn es so aussieht, als käme es frisch vom Hersteller)
Ab und zu offenbar auch mal (ganz oder nur zum Teil) ein neues Einblasrail oder -bei Seriengasern- neue Einblasventile.

Bei Nachrüst-Erdgasern hab ich übrigens noch nie von Problemen mit Flaschenventilen gelesen, bei den OEM-Autos kommt das offenbar gelegentlich vor.

MfG Bassmann
17 Zylinder, 4,85 Liter Hubraum, aber verteilt auf 2 Autos und 3 Motorräder:
Golf4 Kombi 1.6l autom. mit CNG-Nachrüstung, ca. 10€/100km
Polo4 9N3 united 1.4l 5-Gang mit CNG-Nachrüstung, ca. 8€/100km
(jeweils incl. Luxusbrühe)
Motorräder: 644ccm Suzuki Freewind (Eintopf), 600ccm Yamaha Fazer 35kW, 600ccm Yamaha Fazer ABS 72kW
Wenn ein einziger Baum umfällt, macht das mehr Lärm, als wenn ein ganzer Wald wächst.

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Beitrag von dridders » 12.09.2012 07:55

Wenn die Anlage korrekt eingestellt ist braucht bei den Zuendkerzen gar nichts gemacht werden. Ist sie nicht richtig eingestellt, oder werden gar non-Motorcraft/FoMoCo-Kerzen verwendet... dann viel Spass beim Dauertauschen (bei letzterem Fall aber auch im reinen Benzinbetrieb).
Bei den anstaendigen Nachruestanlagen (also nicht Bigas ;-)) hat man eigentlich selten Aerger mit den Einblasventilen, und wenn doch lassen sie sich einzeln wechseln... da brauchts nicht die ganze Rail.
"Erhoehte" Wartungskosten sind hauptsaechlich der zusaetzlich zu wechselnde Filter, je nach Hersteller der Anlage zwischen 20 und 75tkm fuer einen Preis <50EUR. Und in deinem Fall halt noch grob je 500kg CNG 1l Flashlube.

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Beitrag von djitbe » 12.09.2012 16:58

dridders hat geschrieben:Wenn die Anlage korrekt eingestellt ist braucht bei den Zuendkerzen gar nichts gemacht werden. Ist sie nicht richtig eingestellt, oder werden gar non-Motorcraft/FoMoCo-Kerzen verwendet... dann viel Spass beim Dauertauschen (bei letzterem Fall aber auch im reinen Benzinbetrieb).
Bei den anstaendigen Nachruestanlagen (also nicht Bigas ;-)) hat man eigentlich selten Aerger mit den Einblasventilen, und wenn doch lassen sie sich einzeln wechseln... da brauchts nicht die ganze Rail.
"Erhoehte" Wartungskosten sind hauptsaechlich der zusaetzlich zu wechselnde Filter, je nach Hersteller der Anlage zwischen 20 und 75tkm fuer einen Preis <50EUR. Und in deinem Fall halt noch grob je 500kg CNG 1l Flashlube.
Mit non-Motocraft-Zündkerzen habe ich auch schon meine Erfahrungen gemacht!

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Beitrag von djitbe » 13.09.2012 13:08

Hab da noch eine Frage, wie sieht es mit Steuer- und Versicherungskosten nach den Umbau aus?

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Beitrag von dridders » 13.09.2012 13:16

genauso wie vorher

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