Erdgas LKW

Auch BMW hatte mal Modelle wie 316g u. 518g im Programm und auch fernöstliche Modelle werden kommen.

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Beitrag von ikonengold.de » 09.10.2014 06:20

es wird doch schon gedownsized. Es gibt praktisch keine Achtzylindér mehr.

Es sind nicht nur die Kasseler Berge, in praktisch jedem Mittelgebirge hört
ohne Leistung der Spaß auf. Übringens bringt da das stärkere Auto häufig den geringeren Verbrauch.

Die Verwendung von CNG rechtfertigt nicht jeden technologischen Rückschritt.
Freundlicher Gruß
Eberhard

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DerBjoern
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Beitrag von DerBjoern » 09.10.2014 07:01

ikonengold.de hat geschrieben:Es ist doch keine Falschaussage ins Blaue, dass es keinen CNG-Motor in dem für den Fernverkehr relevanten Bereich ab 430 PS gibt?
Nein ist es nicht.

Dieser Satz von dir ist eine Falschaussage ins Blaue
Zündstrahlmotor kriegt man abgasseitig nicht in den Griff umd der reine Gasmotor nach Otto-Prinzip ist zu schwach auf der Brust, um ernsthaft mitspielen zu können.
Und natürlich gibt es keine großen Motoren für den Fernverkehr weil es wie du schon sagtest keinen Sinn macht. 200km Reichweite sind da ein Witz. Auch 300 oder 400 würden es nicht rausreißen. Die gesetzlichen Lenkzeiten geben die Pausen an. Extra Tankpausen sitzen dort nicht drin.
Deshalb macht es auch keinen Sinn solche Motoren zu entwickeln. Das heißt aber nicht das Gaser nach Ottoprinzip nicht leistungsfähig genug wären ;)
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Beitrag von ikonengold.de » 09.10.2014 09:30

Der Zündstrahlmotor ist, neben der Tankstelle in Ludwigshafen und einer bundesweit einheitllichen Tankkarte, das bestangekündigste Geheimnis der Erdgasbranche ;-)

Wären die abgasseitigen Probleme gelöst, hätte ich diesen Sommer wahrscheinlich ein Fahrzeug zur Praxiserprobung überlassen bekommen ;-)

Und, wie gesagt, es ist keineswegs trivial, einen CNG-Motor beliebig nach oben zu skalieren. Es fällt wesentlich mehr Abwärme an, die irgendwie abgeführt werden muss. Der F1C in meinem Ducato hat beispielsweise die gesamte Infrastruktur und Kühlanlage der wesentlich leistungsfähigeren Dieselvariante mit 180 PS zur Verfügung und trotzdem wird alles ganz gut durchgebacken. Natürlich sind das alles lösbare Probleme, nur steht der Aufwand derzeit nicht im Verhältnis zum Nutzen.

Wenn ich am Duc den Anhänger dran habe und durch das L-Gas-Land fahre, schrumpelt die Reichweite teilweise auf 150 km. Im Einklang mit den Lenkzeitregeln zu fahren gelingt dabei eigentlich nicht mehr. Dürfte auch ein Grund, warum CNG-Fahrzeuge im Lieferverkehr im Nahbereich von der Tachographenpflicht ausgenommen sind.
Freundlicher Gruß
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Beitrag von Gulbenkian » 09.10.2014 17:56

Also die für uns fahrenden LKW haben seltenst die max Zuladung (Gewicht) und verkehren eher in 400km Etappen, da würde ein CNG Laster reichen. Einige pendeln auch nur 400km hin und wieder zurück. Gigaliner mit CNG wäre auch fein. Weniger LKWs auf der Strasse, weniger Schadstoffe in der Luft.
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Beitrag von ZafiraCNG » 09.10.2014 21:52

ikonengold.de hat geschrieben:Würde es ein überzeugendes Konzept für den Einsatz von CNG im Güterstraßenverkehr geben, würde es eingesetzt. Gibt es aber nicht.
Ich frage mich ernsthaft, warum dann die Unternehmen so dämlich sind in das CNG-LKW-Konzept Geld zu stecken? Irgendeinen Grund muss es doch geben, oder fällt die Sinnlosigkeit des Konzeptes den Ingenieuren erst beim fertigen Modell auf? Es ist ja scheinbar nicht nur ein Unternehmen, das so einen "Fehler" macht.

Ich verstehe auch nicht, warum ein CNG-LKW 20% weniger CO2 emittiert als ein entsprechender Diesel und hier handelt es sich sicher um das beste was am MArkt zu finden ist. Jedes Prozentchen Ersparnis bringt hier wohl bilanziell deutlich mehr als im KfZ-Bereich. Hier liest man doch von Jupp und Co beständig das Gegenteil.

Mit den CNG Bussen bin ich in Oldenburg auch gefahren, aber die fahren mittlerweile eigentlich in jeder großen Stadt herum. Es scheint mehr als ein Werbegag dahinter zu stecken.

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Beitrag von Bassmann » 09.10.2014 21:58

Geh mal in andere Städte mit mehr als 200k Einwohner. Da findest Du ggf. eher Hybrid-Busse oder auch Diesel mit Euro VI-Einstufung...

Dennoch ist es mehr als ein Werbegag, weil Diesel nun einmal ausschließlich fossil ist. CNG hat auch regenerative Chancen.

MfG Bassmann
17 Zylinder, 4,85 Liter Hubraum, aber verteilt auf 2 Autos und 3 Motorräder:
Golf4 Kombi 1.6l autom. mit CNG-Nachrüstung, ca. 10€/100km
Polo4 9N3 united 1.4l 5-Gang mit CNG-Nachrüstung, ca. 8€/100km
(jeweils incl. Luxusbrühe)
Motorräder: 644ccm Suzuki Freewind (Eintopf), 600ccm Yamaha Fazer 35kW, 600ccm Yamaha Fazer ABS 72kW
Wenn ein einziger Baum umfällt, macht das mehr Lärm, als wenn ein ganzer Wald wächst.

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Beitrag von ikonengold.de » 09.10.2014 22:12

Naja, es gibt ja Einsatzgebiete, bei denen CNG funktioniert. In Berlin sind mehr als 200 Müllfahrzeuge unterwegs, wohl recht erfolgreich. In einigen Städten gibt es CNG-Busse (in Nijmegen sind es mehr als 400...), klappt ja auch. Die dafür geeigneten Autos werden von der Industrie gebaut.

Aber Trucker vom Schlage Franz Meersdonk werden trotzdem in den nächsten paar zehn Jahren mit Dieseln fahren. ;-)
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Beitrag von Bassmann » 09.10.2014 22:39

Na, Franz Meersdonk war ja imho auch bis nach Katar unterwegs mit dem Truck... Die Anzahl der Methan-Tankstellen dürfte auf den letzten bla 4000km bisher denn doch recht überschaubar sein.

Und die Tour dürfte angesichts aktueller Ereignisse nach ca. 1500km beendet sein...

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Beitrag von metallian » 09.10.2014 23:05

Die Pariser Müllabfuhr scheint auch meist mit CNG Trucks am Werke zu sein. Ebenso die meisten Linienbusse. Ich guck da immer drauf, wenn ich im europäischen Ausland unterwegs bin. Im Nahverkehr jedenfalls funktioniert CNG tadellos. Selbst bei den so innovationsfeindlichen Franzosen.
Die Dummheit ist die einzige Krankheit, an welcher nicht der Befallene, sondern seine Umwelt leidet.

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Beitrag von SparAstra » 10.10.2014 07:39

Und in Rom sind auch fast alle Linienbusse mit CNG unterwegs.

Gruß
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Beitrag von ikonengold.de » 10.10.2014 09:14

Und in Wien ein Großteil der Stadtbusse mit..... LPG.

Schwechat ist halt gleich um die Ecke.
Freundlicher Gruß
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Beitrag von Sven2 » 10.10.2014 11:27

Die LPG Zeit in Wien geht aber zu Ende.
Nachdem MAN kein LPG Nachfolgemodell anbieten konnte oder wollte, gab es einen größeren Feldversuch.
CNG fiel ziemlich schnell raus, da die notwendige Tanke in "Bunkerbauweise" errichtet werden müsste, was als zu aufwändig abgetan wurde. (Die Biogastanke in Margarethen liegt dafür ohne Bunker in der Einflugschneise des Wiener Flughafens. Keine Ahnung, wie das zusammenpasst...)
Hybrid entfiel als nächstes, nachdem sich recht schnell herausstellte, dass Hybrid+DPF zu Problemen führen würde.
Übrig blieb ein konventioneller EEV-Diesel vom Mercedes-Benz.
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Beitrag von ikonengold.de » 10.10.2014 12:07

Hmm.

http://www.busplaner.de/omnibusunterneh ... -den-OePNV
Die Ergebnisse der Tests, die von der Technischen Universität Graz begleitet wurden, hätten gezeigt, dass in Bezug auf die Umweltfreundlichkeit und den Schadstoff-Ausstoß die Dieselmotoren in nahezu allen Bereichen besser abschnitten, als die getesteten Hybrid- oder Erdgas-Antriebe
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Beitrag von ikonengold.de » 10.10.2014 12:08

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Beitrag von jupp » 10.10.2014 17:42

Für gewisse Anwendungen im Nahbereich, wo die Streckenlänge nicht zu groß und die Zuladungung nicht zu hoch ist, kann CNG funktionieren.
Aber im Fernverkehr sind sämtliche Nummern, die bislang gezeigt wurden, einfach nur Luftnummern.
Da ist kein schlüssiges Konzept dabei, welches genügend Unternehmer überzeugen würde zu kaufen.
Bassmann hat geschrieben: Dennoch ist es mehr als ein Werbegag, weil Diesel nun einmal ausschließlich fossil ist. CNG hat auch regenerative Chancen.
Bitte?
Auf mehr als genug Säulen steht die gesetzliche Vorgabe drauf (auch wenn es diesbezüglich meines Wissens keine Auszeichnungspflicht gibt), "Enthält bis zu 7% Biodiesel".
Das steht da auch nicht drauf, weil dieser Biodiesel irgendwie bilanziell virtuell in den Tank gelangt, sondern weil er tatsächlich dort rein kommt und sich eben auch chemisch leicht vom fossilen Diesel unterscheidet.
Willst du uns nun erklären, dieser Biodiesel wäre fossil?

Ebenfalls hat meines Wissens der Biodiesel den größten relativen regenereativen Anteil hierzulande, sofern man auf den tatsächlich verfeuerten Anteil schaut und nicht auf den bilanziellen Anteil.

gruss

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