Natural Power Programm mit Umweltpreis Ecobest ausgezeichnet

Hier geht es um die CNG-Modelle von Fiat.

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Gulbenkian
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Beitrag von Gulbenkian » 18.10.2013 19:44

Darf ich auch noch kurz off-topic? :red:
Ich finde weder die Spende, noch den Einsatz unserer Regierung verwerflich. Wenn die Familie Quandt die CDU unterstützen möchte, dann soll sie das tun, oder jammert jemand über 6-stellige Spenden an SPD oder Grüne?
Wenn unsere Regierung potentiellen Schaden von der deutschen (Auto)Industrie fernhalten will, dann soll sie das tun. Schliesslich ist diese mit der Treiber unseres Wohlstands. Dass BMW, Audi, Mercedes, Porsche und auch VW von großen, nicht gerade verbrauchsarmen Fahrzeugen leben ist schon seit Jahren so. Die verbrauchen im Flottenmix nunmal mehr als z.B. die Fiat Flotte (viele Kleinwagen) oder die Franzosen (PSA). Ja, es ist protektionistisch, wenn Ausi und Co. vor einer, auch aus meiner Sicht unrealistischen CO2 Obergrenze geschützt werden. 95g/km, da fahren wir dann zukünftig alle im up! durch die Gegend und zwar allein. In großen Limousinen, Kombis, auch in SUVs kann man auch mal gern zu 4. verreisen. Dann ist der Schadstoffausstoss pro Kopf sicher geringer als bei jeder dieser "e-Gehhilfen". Von politischem Druck auf die Hersteller halte ich nichts, das muss der Markt, also der Verbraucher, regeln. Die Innovationen gehen eh meist von den Zulieferern aus und die werden sich sicher nicht zurückhalten.
So, das wars schon mit meinen 5 cent ;-)
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Bassmann
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Beitrag von Bassmann » 18.10.2013 20:34

Wenn wir schon mal dabei sind:
Jeder darf -im Rahmen seiner Möglichkeiten- soviel spenden, wie er will, an wen er will, und wann er will.
Ob das von den Quandts jetzt besonders sensibel war? Das ist mir eigentlich Wumpe...
Ob das, was die BReg da in Brüssel abzieht i.S. CO2-Limits, sinnvoll ist, finde ich allerdings -Arbeitsplätze in D hin oder her- ziemlich contraproduktiv. Spritfresser gehören nun mal von den Straßen. Der Rückgang der Gletscher spricht da eine eindeutige Sprache. Und diejenigen, die meinen, die ganze CO2-Geschichte sei an den Haaren herbeigezogen, gehören eigentlich nochmal extra eingebremst.

Bitte: Wer auf seinen alltäglichen Wegen so viel CO2 (und sonstige Schadstoffe) einspart, wie er dann in der Freizeit verballert, der ist vermutlich immer noch als völlig durchschnittlicher Umweltverpester unterwegs... Darum soll auch gern jemand mit einem sparsamen Auto in der Freizeit einen Spritschlucker als Hobby haben: Die paar hundert Kilometer, die damit gefahren werden, sind nicht relevant. Das Problem sind die Dauerheizer, die aus purem Egoismus genau jene Spritreserven zusätzlich verfeuern, die unsere Enkel gut gebrauchen könnten!

Geld allein ist eben nicht tauglich, den Zugang zu Kraftstoffen zu gewähren.

MfG Bassmann
13 Zylinder, 4,25 Liter Hubraum, aber verteilt auf 2 Autos und 2 Motorräder:
Golf4 Kombi 1.6l autom. mit CNG-Nachrüstung, ca. 10€/100km
Polo4 9N3 united 1.4l 5-Gang mit CNG-Nachrüstung, ca. 8€/100km
(jeweils incl. Luxusbrühe)
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Beitrag von ExUser2007 » 18.10.2013 21:17

Dann verkauft VW eben in Zukunft den Amorak nur in Verbindung mit dem UP! Und schreibt dem Käufer vor nur ganz selten mit dem Amorak zu fahren.

Auch keine Lösung!

Oder verkauft den Passat mit viel PS und Verbrauch nur wenn es entsprechend viele Bestellungen für den Gaser gibt.

Schöne Lösung! Völlig unpraktikabel!

Wer ein Haus baut muß dafür sorgen das wenig Energie verbraucht wird. Regelmäßig wird der Knebel angezogen! Und die Hersteller spielen immer mit! Zum Vorteil der Umwelt. Ach so, da gibt es keine Konkurenz aus dem Ausland.


Anders bei Autos! Da werden die deutschen Hersteller verschont.

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Beitrag von ikonengold.de » 18.10.2013 21:18

Die Spende der Quandts war vielleicht zu wenig subtil, das geht auch deutlich unauffälliger, wie Herr Gabriel bei seiner Zusammenarbeit mit Volkswagen schon seit Jahren beweist.

Ich sehe die Sache der CO2-Grenzwerte auch unter einem anderen Aspekt:

Bei welchen Fahrzeugklassen wurden denn in den letzten 20 Jahren die großen Effizienzsteigerungen und damit Verbrauchsreduktionen (und wenn man darauf Wert legt, CO2-Reduktionen) erzielt? Bei den Klein- und Kompaktwagen? Nö, da ist in den letzten Jahren praktisch nix passiert, ein aktueller Fiat, Peugeot oder Renault verbraucht nicht weniger als ein Uno von 1995. Ein aktueller Clio dürfte sich sogar mehr gönnen als ein Clio aus den 90ern. Und so lobenswert das Multiair-Prinzip auch ist, ein Großteil der 500er kommt mit dem Achtventiler auf die Straße, den man in seiner technischen Brillanz auch schon in den 80er Jahren hätte bauen können.

Die großen Einsparungen wurden ab der Mittelklasse erzielt. Hier wurde von Modellgeneration zu Modellgeneration teilweise 10 % eingespart so dass sich die vermeintlich bösen, fürchterlich versoffenen Premiumautos eigentlich nicht mehr verstecken müssen.

Der geplante, einheitliche Grenzwert zementiert doch nur den Ist-Zustand. Man wird in Frankreich und Italien weiter schlafen, ein paar Zero Emissions-Elektroautos auf die Straße bringen, die mit Atomstrom fahren und ansonsten weiter lamentieren, wie schwer es doch heute auf dem Weltmarkt sei.

Die Verbrauchsreduktion kommt ganz von alleine, da braucht es keine kontraproduktiven Grenzwerte. Wesentlich zielführender wäre es, den Firmen Anreize zu schaffen, ihre Flottenverbräuche runter zu bringen. Einer meiner Kunden ist Geschäftsführer einer Pharmafirma. Für seine Außendienstleute hat er eine Obergrenze von 120 g/km festgelegt. Gab zwar etwas Murren, aber als sich rausstellte, dass man mit dem Wert auch noch ordentliche Autos fahren kann (C-Klassen und 3er-BMW) war das Thema durch und die Firma spart 120.000 Euro Treibstoffkosten im Jahr. Wovon ein geringer Prozentsatz dann mit einer ordentlichen Firmensause verbraten wird ;-)

Willkürliche Grenzwerte, bunte Labels etc. sind häufig eher kontraproduktiv. Und manchmal richtig kontraproduktiv, wie der Boom der SUV in den letzten Jahrzehnten gezeigt hat.
Freundlicher Gruß
Eberhard

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Beitrag von not_arzt » 18.10.2013 22:04

ikonengold.de hat geschrieben:Einer meiner Kunden ist Geschäftsführer einer Pharmafirma. Für seine Außendienstleute hat er eine Obergrenze von 120 g/km festgelegt. Gab zwar etwas Murren, aber als sich rausstellte, dass man mit dem Wert auch noch ordentliche Autos fahren kann (C-Klassen und 3er-BMW) war das Thema durch und die Firma spart 120.000 Euro Treibstoffkosten im Jahr. Wovon ein geringer Prozentsatz dann mit einer ordentlichen Firmensause...
Endlich mal einer der es richtig durchzieht. Absolut lobenswert !!!
Leider kommen nicht alle Fuhrparkmanager damit durch, denn die Mitarbeiter sehen die Fahrzeuge leider noch immer als Statussymbol innerhalb der Firma und bestehen auf Sechzylinder und Oberklasse. Und die schaffen es leider noch immer nicht unter die 120.
Mir ist es bis heute unverständlich, warum Außendienstler mit >60.000 km/Jahr diese in dieser Fahrzeugklasse zurücklegen müssen (zumeist alleine!). Ich verstehe ja, dass diese Strecken nicht in einem Up! zurückgelegt werden müssen, ein wenig Komfort darf ja ruhig sein. Auch ich freue mich ja über ein komfortables Patienten-Monitoring und habe nicht immer die Hand am Puls.
Aber diesen Komfort bieten die von Dir genannten 3er oder C-Klassen auch, oder irre ich mich da?
Warum nicht mal wirklich Gas geben?
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Beitrag von ikonengold.de » 18.10.2013 22:16

Die Firmen, bei denen der normale Außendienstler einen Sechszylinder bekommt, sind heute sehr selten. E-Klasse, 5er oder A6 gibt es erst einer gewissen Führungsebene.

Und auch da lässt sich motorseitig sinnvoll agieren. Der Nachbarsjunge (ist natürlich über 30...) ist für Elektronenmikroskope unterwegs, im Jahr zwischen 60-80 tsd Kilometer. Weil er öfters auch Teile und Werkzeug dabei hat, im 520d Touring.

Er fährt den Wagen regelmäßig mit 5,5 l/100 km. Und zwar nicht in Schleichfahrt.

Der Fiat 500 8V, den ich das letzte Mal als Werkstattersatzfahrzeug hatte, lag beim Verbrauch (trotz zurückhaltender Fahrweise meinerseits) da nicht deutlich drunter.
Freundlicher Gruß
Eberhard

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Gulbenkian
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Beitrag von Gulbenkian » 19.10.2013 23:54

120g/km das sind doch wieder nur die Herstellerwerte. Wenn ich bei Spritmonitor nach den VW EFs suche, liegen die fast komplett drüber (CNG + Benzin), viele sogar rein mit CNG. Ein 3er BMW im realen Fahrbetrieb mit weniger als 120g/km :lol:
Ich bin auch für sparsamere Autos, aber bitte nicht mit so aberwitzigen "Grenzwerten"
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dridders
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Beitrag von dridders » 20.10.2013 10:01

Geht doch auch einfacher, bei freier Fahrzeugwahl: ihr habt x Liter (oder Gramm CO2 um umweltfreundliche Kraftstoffe zu unterstützen) je gefahrenen km frei. Alles was ihr drüber liegt schadet prozentual eurem Bonus. Jede Strecke die ihr mit der Bahn zurückgelegt habt statt mit dem Auto wird der Laufleistung des Fahrzeugs zugerechnet. Wer regelmäßig Bahn fährt kann also auch mal heizen, wer lieber selbst fährt sollte sich besser zusammenreissen. Mietfahrzeuge müssen natürlich wie Firmenfahrzeuge gewertet werden.

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Beitrag von ikonengold.de » 20.10.2013 12:54

Und wie soll das in der Praxis umgesetzt werden? Mobilitätskontingente für jeden Bundesbürger, kontrolliert mit Chip im Ohr und wer zum Töpfern nach Mallorca fliegt, hat es dann für drei Jahre verbrannt? ;-)
Freundlicher Gruß
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Beitrag von Bassmann » 20.10.2013 14:14

Vor einigen Jahren gab es -besonders im "Ostblock"- noch Benzingutscheine, ohne die man nicht durchs Land kam... Vermutlich werden wir noch die Wiedereinführung erleben.

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Beitrag von dridders » 20.10.2013 15:28

wer hat hier irgendwas von Bürgern geredet? Die Diskussion ging um Firmenfahrzeuge.
Will man es für die Allgemeinheit, dann einfach entsprechende Kraftstoffpreise einführen und sich was ausdenken um Tanktourismus zu unterbinden.

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Beitrag von ExUser2007 » 20.10.2013 22:34

Dann schreibt doch mal deutlich das es hier nur um Firmenfahrzeuge geht!

Ganz allgemein: Ohne Zwang tut die Industrie wenig! Am liebsten gar nichts. Die Diskussion um weniger Verbrauch ist fast 30 Jahre alt.

Anno dunnemals gab es bei VW das Programm Formel E, wer kennt es noch? Schon damals Aufpreis für einige Zierleisten die wenig brachten. Hätten auch Serie sein können ;-)) Und dieses Spielchen gibt es immer noch, Jahrzehnte später. Warum nicht gleich Serie?

Merkwürdigerweise ist die Firma die Autos für das Volk verkauft einsamer Spitzenreiter bei dieser Verkaufspolitik.

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Beitrag von Bassmann » 20.10.2013 22:43

Ach, das machen die anderen doch auch, aber da fällt es ulkigerweise nicht so auf. Es wird da nicht thematisiert.

Jeder Anbieter spart, wo immer er kann. Entweder trifft es den Zulieferer oder es trifft den Kunden, der es zu spät merkt.

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Beitrag von ExUser2007 » 20.10.2013 23:12

Bei VW ist es schon lange so das man für Aufpreise etwas kaufen kann das spart. Selten lohnswert, außer für VW. Die tatsächlichen Mehrkosten werden sich im bescheidenen Rahmen halten. Einfach nur Abzocke!

Solche Angebote sind bei anderen Herstellern kaum zu finden.

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Beitrag von ikonengold.de » 20.10.2013 23:36

Formel E enthielt Fünfganggetriebe, Start/Stop-Automatik und die aerodynamische Verbesserungen. Warum hätten die Kunden, die den Trödel nicht wollten, ihn bezahlen sollen?
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