MB Sprinter Fahrzeugs "hopst", massiver Leistungsv

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annidrive
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MB Sprinter Fahrzeugs "hopst", massiver Leistungsv

Beitrag von annidrive » 20.10.2015 12:12

Hallo,

ich weiß, das Thema ist schon oft behandelt worden, habe die Beiträge durchforstet und vieles versucht, bisher alles erfolglos, daher nochmal meine Anfrage :-(

Landi Erdgasanlage, verbaut 2006 durch eine nicht mehr nachvollziehbare Firma in Holland, in einem MB Sprinter, Bj. 2005, und das Ganze ziemlich schlampig. Keine Unterlagen oder Papiere dazu. Wir hatten das Fahrzeug gebraucht mit dieser Anlage gekauft.


Problem:


- Im Erdgasbetrieb unterschiedlich starkes Ruckeln/Hopsen, v.a. in den niedrigeren Drehzahlbereichen, aber auch in den höheren Bereichen, dort aber nicht so schlimm; er fährt dann definitiv nicht auf allen Zylindern. Stadtverkehr (fahren im 1. oder 2. Gang, immer mal wieder stehen bleiben) geht überhaupt nicht! Dann fängt die Kontrollleuchte an laut zu piepen und dann geht nur noch auf Benzin

- oft massiver Leistungsverlust, manchmal bis zum Stillstand, meist unter Volllast

- diese Probleme treten unterschiedlich stark auf, an sehr seltenen Tagen fast unmerklich, meist aber immer vorhanden, an einigen Tagen gravierend schlecht (wir hatten das zuerst auf unterschiedliche Gasqualität geschoben, aber da gäbe es ja nur noch schlechtes Gas...)

- oft tritt das Problem nach dem Tanken auf; dann lief er vor dem Tanken ganz passabel, nach dem Tanken geht oft gar nix mehr

- manchmal hab ich das Gefühl einer gewissen Wetterabhängigkeit, aber das ist wohl nur subjektiv

- Motorkontrollleuchte ist eigentlich seit dem Kauf immer an

- Fehlerauslesung mit einem günstigen OBD zeigt immer Fehlzündungen auf allen Zylindern, sowie Lamdasonde


Wir sind mit dem Problem ziemlich auf uns allein gestellt, jede Werkstatt hat bisher die Hände hochgerissen und verweigert, etwas zu tun ("Kenn mich nicht aus", "noch nie gesehen", "das ist ja gefährlich was ihr da habt", "das ist uferlos, da ist ne neue Anlage billiger" etc.)



Was haben wir bisher probiert:

- immer mal wieder neue Zündkerzen, da der Abbrand schon ordentlich war; seit Mai diesen Jahres haben wir gasfeste Zündkerzen drin, die schauen auch noch ganz gut aus

- da anfänglich auch im Benzinbetrieb das Problem bestand, haben wir für paar tausend Euro den Zylinderkopf, der im Eimer war, erneuern lassen, mit gasfesten Ventilsitzen etc., seitdem läuft er im Benzinbetrieb tadellos (ist aber nicht bezahlbar bei 18l/100km)

- Einspritz-Rail: Matrix XJ.544.26 mit Reparatur-Kit / Austauschsatz erneuert - brachte keine Änderung

- Drosselklappe ausgebaut, gereinigt, wieder eingebaut

- Gasfilter ausgebaut (der ist zugegebenermaßen schon etwas älter und wird jetzt erneuert) aber auch ohne diesen Filter besteht das Problem weiterhin



Als nächstes tauschen wir die Zündspulen, sind schon bestellt. Muss man da eigentlich gleichzeitig die Zündkerzen mit austauschen? Hab mal gelesen, dass die sich gegenseitig beeinflussen...

Ich bin aber skeptisch, ob das was bringt, vom Gefühl her stimmt einfach das Gemisch nicht, es wird nicht richtig verbrannt im Motor, es schaut alles etwas siffig aus...

Ich habe die Befürchtung, dass wir Schritt für Schritt den Fehler in der gesamten Anlagen suchen müssen :-((

Hat noch jemand naheliegende Ideen, was wir versuchen könnten, bevor die richtig teuren Sachen losgehen??

Vielen Vielen Dank!

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Bassmann
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Beitrag von Bassmann » 20.10.2015 12:35

Moin!

Leuchtet die MIL auch, wenn Du nach dem Auslesen und Reset ausschließlich auf Benzin fährst? (Wenn ja, kann es ja nicht an der Gasanlage liegen) Der Fehler "Lambdasonde" darf dann nicht auftauchen!

Der bereits erneuerte Zylinderkopf lässt vermuten, dass die Kompression eigentlich stimmen müsste. Sicherheitshalber sollte die dennoch einmal gemessen werden. Darüberhinaus könnte man auch noch einen Drucktest machen, um sicher zu stellen, dass nichts an den Kolbenringen vorbei pfeift.

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Beitrag von annidrive » 20.10.2015 20:26

Nein, nach Zurücksetzen der Fehler leuchtet im Benzinbetrieb keine Motorleuchte. Auch wird beim OBD kein Fehler angezeigt.

Wenns an den Kolben vorbeipfeifen würde, müsste es doch auch Probleme im Benzinbetrieb geben? Da fährt er aber tadellos...

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Beitrag von Bassmann » 20.10.2015 21:13

Da bist Du auf einem guten Weg. Wenn das Benzinsystem nicht funktioniert, braucht man sich mit dem Erdgasgedöns nämlich gar nicht erst zu befassen. Aber damit sind wir ja offenbar durch.

Du hast geschrieben, dass Du in den nächsten Tagen die Zündanlage renovieren willst. Das ist eigentlich auch immer dann mein Verdächtiger No.1, wenn das Auto auf Benzin läuft, aber auf Gas nicht. Gas braucht höhere Zündtemperaturen, eine schadhafte Zündanlage macht da schnell schlapp..

Wenn die Renovierung an jener Stelle beschlossene Sache ist, würde ich das Ergebnis gern abwarten, bevor ich weiter rumfilosofiere... (Jetzt drehts manchen den Magen um... ;-) )

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ZafiraCNG
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Re: MB Sprinter Fahrzeugs "hopst", massiver Leistu

Beitrag von ZafiraCNG » 20.10.2015 21:24

annidrive hat geschrieben:Als nächstes tauschen wir die Zündspulen, sind schon bestellt. Muss man da eigentlich gleichzeitig die Zündkerzen mit austauschen? Hab mal gelesen, dass die sich gegenseitig beeinflussen...
Bei mir (Opel) war auch Zündmodul defekt. Auf Benzin lief der Wagen problemlos, auf Gas ruckelte er extrem. CNG-Luft-Gemisch zündet schlechter, weil sich keine Tröpfchen bilden wie beim Benzingemisch. Bei mir wurden nach Austausch des Zündmoduls die Zündkerzen nicht erneuert und der Wagen läuft seit 50 tkm einwandfrei

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Beitrag von annidrive » 21.10.2015 11:23

Na dann habe ich Hoffnung :D Neue Zündspulen sind bestellt, sollten Morgen oder Übermorgen da sein...

D.h. die noch gut aussehenden Zündkerzen muss ich dann nicht mit tauschen, richtig?

Was meinst du mit Zündmodul, ZafiraCNG, nur die Spulen?

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Beitrag von Trelo » 21.10.2015 18:58

Zündmodule sind im Prinzip Zündspulen in einem gemeinsamen Gehäuse.
Grüße vom Würmsee
Trelo
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Beitrag von ZafiraCNG » 21.10.2015 19:22

Trelo hat geschrieben:Zündmodule sind im Prinzip Zündspulen in einem gemeinsamen Gehäuse.
Genau, so wurde es mir auch erklärt. Es handelt sich um eine Art elektronisches Bauteil für jede einzelne Zündkerze und nicht mehr um eine gewickelte "Spule", mit Zündverteiler, in dem irgendwas rotiert. Ältere Motoren haben noch Zündspulen.

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Beitrag von annidrive » 28.10.2015 12:38

So, Zündmodule gewechselt, Zündkerzen überprüft (die sind noch gut) - kaum Besserung :cry:

Ratlosigkeit und Frustration machen sich breit.... Wie weiter?

Hatte letztens mal nach Öffnen der Motorhaube intensiven Gasgeruch in der Nase, aber nur einmal... Werden wohl mal alle Schläuche auf Dichtigkeit überprüfen müssen (uferlos)

Wo könnte das Problem sonst liegen? Wie sollen wir weitermachen, hat jemand ne gute Idee??

Ach ja, und wenn man die Zündung anmacht, "klackt" es in dem Steuerkästchen der Drosselklappe, ist das normal? Wir haben den Deckel mal abgemacht und an den Kontakten etwas genackelt, dann wars erstmal weg, und kaum war der Deckel wieder drauf, knackte es wieder... Aber wahrscheinlich ist das einfach so und hat mit der Gasgeschichte nix zu tun....

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Beitrag von Bassmann » 28.10.2015 14:40

Werden wohl mal alle Schläuche auf Dichtigkeit überprüfen müssen (uferlos)
Für sowas gibt es zB. auch Lecksuchspray. Ich meine, dass sowas z.B. auch bei Camping-Ausrüstern erhältlich ist.

Machst Du mal Fotos von den gasführenden Teilen? (800x600 Pixel gehen auf unserem Server am Besten, ansonsten bitte zB bei www.picr.de hochladen und hier im Forum die Links posten)

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Beitrag von annidrive » 30.10.2015 10:51

Das mit dem Lecksuchspray ist eine gute Idee, probieren wir!

So, ich hoffe mal die Bilder sind einigermaßen aussagekräftig, man kommt zum Teil ziemlich schlecht dran, da alles sehr verbaut ist:

Drucksensor mit Überströmschlauch, nach der Matrix geschalten
Bild

Diese Gasschläuche sind verbaut
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Nochmal der Drucksensor
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Bild

Kabel die ins Rail laufen
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Bild

Irgendein Druckanzeiger, wir haben noch nicht festgestellt, dass sich die Nadel dort mal bewegt hätte, auch mit eingeschalteter Zündung nicht. Wie es während des Gasbetriebs ist, weiß ich nicht... Der ist kurz vor dem Bereich eingebaut, wo der Hochdruckbereich in den Niederdruckbereich übergeht
Bild
Bild

Links in dem schwarzen Kästchen ist der Filter, den wir ausgetauscht haben. Die Bedeutung des schwarzen Kästchens rechts ist uns nicht bekannt...
Bild

Kannst du mit den Bilder was anfangen oder brauchst du von bestimmten Teilen noch bessere Aufnahmen?

Herzlichen Dank schonmal ;-)

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Beitrag von Bassmann » 30.10.2015 11:26

Moin!

Hier wird der Druck gemessen und an die Anzeige im Armaturenbrett übermittelt.
Bild

In dem schwarzen Teil dürfte sich ein elektrisches Ventil befinden, das sollte öffnen kurz vor Umschalten auf den Gasbetrieb. Ggf. kann man das sogar hören.
Bild

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Beitrag von annidrive » 30.10.2015 21:24

Im Armaturenbrett gibts bei uns keine Anzeige für den Druck :confused:
Alles was wir vorn haben, ist das kleine schwarze Kästchen / Druckschalter, um von Benzin auf Gas zu schalten....

Kannst du sonst mit den Bildern was anfangen?

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Beitrag von Bassmann » 30.10.2015 21:44

Hmm... üblicherweise ist bei den frühen Nachrüstungen ein Taster verbaut worden, der auch mehrere LEDs enthält, um die Betriebsart (Gas oder Benzin) und den Füllstand anzuzeigen. Ich bin davon ausgegangen, dass der Umschalter bei Deinem Auto auch so aussieht und insbesondere auch funktioniert.

Und jetzt lese ich den Thread nochmal von vorn und melde mich dann nochmal.
FF, Bassmann
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Beitrag von annidrive » 30.10.2015 21:48

Ja, genau diesen Taster haben wir, aber dass er den Druck in irgendeiner Weise anzeigt, dass wusste ich nicht... :red:

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