Golf 7 TGI 1,4 Erfahrungen

Rund um die Serien-Erdgasmodelle von Volkswagen, Audi, Seat und Škoda.

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MK
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Beitrag von MK » 14.12.2017 19:00

Der zweite Grund ist, dass die Abgastemperatur mit CNG um die 100 Grad geringer ist - da arbeitet der Turbo dann schlechter.
Deshalb hat er um das Ansprechverhalten zu verbessern einen etwas kleineren Lader bekommen als der TSI.
Im Umkehrschluss merkt man auf Benzin eben eine "Verbesserung" wobei die so riesig nicht ist.
Meine Frau z.B hat das noch nicht bemerkt.

Was ihr aber sofort aufgefallen ist: Der frisch eingetroffene TGI aus 12/2017 zieht unter 2000 besser als der aus 1/2014, den sie jetzt hauptberuflich fährt.
Da scheint also noch etwas mehr Modellpflege gemacht worden zu sein.

Auch kommt es mir subjektiv vor, als würde das DSG früher schalten als beim "alten". Das kann aber gut an der Adaptivität liegen; das DSG "lernt" mit der Zeit die Vorlieben des Fahrers und passt sich dann an.
Ciao
Martin
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2x Golf VII TGI

Tuennes
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Beitrag von Tuennes » 26.12.2017 20:17

Ah ok danke. Riesig ist der Unterschied nicht, nein. Der Lader bringt halt lediglich unter 2000/min früher schon Leistung. Aber jetzt kenne ich ja den Grund :)
Golf 7 TGI
~ 3,5 KG

einherzfuerCNG
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Beitrag von einherzfuerCNG » 26.12.2017 21:03

Mal sehen, ob der 1,5L TGI/TSI das dann ebsser beherrschtr

hajo
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Beitrag von hajo » 27.12.2017 15:04

Um keinen extra Fred dazu aufzumachen: Wie sind denn die Erfahrungen mit den Inspektionen? Das ist ein echter Nachteil. Mein Golf hatte jetzt bei 45.000km den vorgeschriebenen Ölwechselservice. Habe nun festgestellt, dass das parallel laufende Inspektionsintervall zwar bei der Laufleistung zurückgesetzt wurde, die Tage aber nicht!!

Stand nach dem ganz frischen Ölwechselservice

Ölwechsel: 14800km Restlaufleistung oder 362 Tage
Inspektion: 14800km Restlaufleistung oder 58 Tage!


Sprich, trotz frischem Ölwechsel soll ich nun nochmal zur Inspektion, obwohl ich bis dahin maximal 2000km gefahren bin?!

Ich bin ja ein korrekter Mensch. Aber wenn das wirklich so ist, wäre das ein Einsatz für mein VCDS...

Diese Inspektionsintervalle werden im VW Konzern immer kürzer. Meine alten Caddy Ecofuel mussten alle 30.000km oder zwei Jahre, mein alter T5.2 alle 40.000km /zwei Jahre. Mein aktueller Firmen T6 hat nun auch Ölservice und Inspektion getrennt. Im Endeffekt hab ich jetzt anstatt des geforderten Ölwechsels gleich alles machen lassen. Hätte sonst in 30 Tagen wieder hingemusst (Habe im Gegensatz zum Golf drauf geachtet)
Mal im Ernst: Was soll der Scheiß!? Ich kann doch nicht jede Woche irgendein Auto zur Inspektion bringen. Das ist ne reine Geldmacherei. Wieso muss man sonst die Jahreskomponente da mit reinbringen?? Zündkerzen, Öl oder Luftfilter sind nicht pauschal nach einem Jahr platt. Das hängt vielmehr mit der Laufleistung und Nutzung zusammen! Wer eine Fünfjahresgarantie abschließt, zahlt neben den Garantiekosten noch richtig Asche in den Werkstätten

hajo
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Beitrag von hajo » 27.12.2017 18:48

Update zu obigem Beitrag:

Habe mit dem Händler jetzt ein "Upgrade" auf volle Inspektion besprochen. Dadurch wird der Inspektionszähler wohl auf 30.000km und 365 Tage gesetzt, wenn ich es richtig verstanden habe. Ölwechsel wird immer auf 15.000km/365 Tage gesetzt.

Da beim Ölwechselservice eh schon der Staubfilter gewechselt wurde, sind für die "komplette" Inspektion nur noch Scheinwerfereinstellung, Luftdrücke prüfen und ein paar weitere Kleinigkeiten nötig. Kann ich an sich natürlich auch selbst, aber ich möchte ein sauberes Scheckheft haben für den Wiederverkauf.

Danach muss er dann erst bei 60000km wieder hin und ich bleibe in dem 15000er Intervall.

einherzfuerCNG
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Beitrag von einherzfuerCNG » 27.12.2017 19:05

hajo hat geschrieben:... ich möchte ein sauberes Scheckheft haben für den Wiederverkauf.

...

... und die Garantie- und Kulanzansprüche ... mein Skoda-Händler hat da früher Terz gemacht, weil ein paar Einträge von einer freien Meisterwerkstatt waren, vor allem, als es um die Mobilitätsgarantie ging ... da hat man den Mehrpreis von ein paar Jahren Markenwerkstatt schon nach einem Schaden locker raus.

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Gulbenkian
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Beitrag von Gulbenkian » 27.12.2017 20:45

Die Mobilitätsgarantie wird doch mit jeder neuen Inspektion bei der Markenwerkstatt erneuert. So isses bei VW und sollt bei Seat, Skoda, Audi und Co auch so sein.
Golf IV BiFuel '06
Touran 2.0 Ecofuel

Robert
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Beitrag von Robert » 27.12.2017 23:09

Gulbenkian hat geschrieben:Die Mobilitätsgarantie wird doch mit jeder neuen Inspektion bei der Markenwerkstatt erneuert. So isses bei VW und sollt bei Seat, Skoda, Audi und Co auch so sein.
Mobilitätsgarantie gibt es selbst von ATU und Konsorten dazu. Die kostet nicht wirklich was. Die KFZ-Versicherungen bieten sie auch gerne für einen einstelligen Jahresbeitrag an.

@ Hajo
Die von dir genannten Modelle sind allerdings nicht die mit "normalem" Inspektionsintervall, das waren schon die, die das längste überhaupt darstellen.

Trotzdem ist es eindeutig Geldmacherei. Da sollte man so schnell wie möglich raus. Allerdings ist das im Vergleich zum Wertverlust eines Neuwagens nicht so extrem viel .... wenn man aber jeden Euro Ersparnis beim Kraftstoff sich mühsam erkämpft, dann ist das richtig viel ;).

anonymous2017
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Beitrag von anonymous2017 » 28.12.2017 01:03

Hallo zusammen,

hat hier vielleicht noch jemand ein paar Erfahrungsberichte mit dem 7er (Variant) TGI als Zugmaschine für einen Wohnwagen? Die zwei oder drei Vorhandenen habe ich schon entdeckt, aber vielleicht hat hier ja jemand noch etwas zusätzlichen Input.

Unser Wohnwagen hat ein Gesamtgewicht von 1300kg. Ist das noch einigermaßen problemlos machbar, auch mal ein paar Steigungen? Oder ist das schon eine ziemliche Quälerei? Mal nen LKW überholen? Wie viel maximale Anhängelast steht eigentlich in den Papieren? Ich bin irgendwie zu blöd, die Angabe auf der VW Seite zu finden...

Weiß hier eigentlich jemand, warum es nur diese eine Motorvariante mit 110PS bei Erdgas gibt? Bei anderen Modellen aus dem VW-Konzern gibt/gab(?) es doch auch mindestens 150PS-Varianten. Kann man darauf hoffen, dass die auch noch für den Golf 7 Variant kommen?

Danke schon mal!

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cybershadow
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Beitrag von cybershadow » 28.12.2017 01:43

Hallo anonymous2017,

Erfahrungen mit einem Wohnwagen am Haken habe ich (noch) nicht, bin aber dieses Jahr mit einem ca. 700 kg schweren Anhänger von Hamburg nach Venetien (Italien) und zurück samt Alpenüberquerung über Passstraßen gefahren. Meinen Reisebericht und ein Foto des Gespanns findest Du in diesem Thread auf Seite 11. Auch schwerere Anhänger hatte ich schon dran, aber nur hier im platten Norden.

Der Golf Variant hat eine Anhängelast von 1400 kg bis 12% Steigung und 1700 kg bis 8%. Solange die Fahrbahn trocken ist, hat man auch keine Probleme damit. Auch zum Überholen von LKW reicht die Leistung locker aus. Man muss dann halt bis in den 4. oder den 3. Gang runterschalten, damit die 110 PS auch anliegen.

Auf nasser Fahrbahn braucht man zum Anfahren abr einen sehr sensiblen Kupplungsfuß, da machen einem der Frontantrieb und der leichte Motor schnell einen Strich durch die Rechnung. Das ist allerdings kein CNG-spezifisches Problem, sondern trifft alle Fronttriebler gleichermaßen.

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Sven2
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Beitrag von Sven2 » 28.12.2017 05:18

anonymous2017 hat geschrieben:... Bei anderen Modellen aus dem VW-Konzern gibt/gab(?) es doch auch mindestens 150PS-Varianten. Kann man darauf hoffen, dass die auch noch für den Golf 7 Variant kommen?
Vom neuen 1,5 l Motor EA 211 evo soll es wieder eine CNG Variante geben. Die AMS hat bereits einen Prototypen mit 160 PS TGI gefahren und meint, dass dieser Motor im Golf VIII zum Einsatz kommen wird.
https://www.auto-motor-und-sport.de/new ... 63449.html
Wiederholungstäter: früher Touran TSI_EF, jetzt B200 NGD
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hajo
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Beitrag von hajo » 28.12.2017 11:26

Hallo Unbekannter2017,

die Anhängelasten wurden ja schon erwähnt. Ich habe einen großen Planenanhänger hinter einem Golf Variant TGI ca. 300km gezogen. Die Stirnfläche der Plane war wie der sprichwörtliche Ziegelstein im Wind. Grundfläche 2,0m * 1,7m mit entsprechender Windlast, die noch höher als bei einem aerodynamisch etwas besser ausgelegten Wohnwagen sein dürfte. Der Anhänger war leer (ca. 550kg Eigengewicht). Ich fahre öfter mit Anhänger und nach meiner Erfahrung ist das Gewicht bezgl Verbrauch fast zu vernachlässigen. Viel schlimmer ist die Windlast. Ein VW Bus mit beladenem Autoanhänger (2500kg) bewege ich mit 9-10Litern Diesel. Einen kleinen, leeren Planenanhänger (Windfläche 1,3m * 1,7m kriege ich auch nicht unter 9 Liter.

So, zum Golf; Ich konnte damit problemlos Tempo 100 fahren, an LKWs kam man auch vorbei. An Steigungen brauchte man natürlich tiefere Gänge. Das einzige, was man bedenken muss, ist das häufige Tanken. Ich habe aufgrund der Tankstellensituation 1x L-Gas getankt und 1x H-Gas. Da ich es etwas eilig hatte, war mir der Verbrauch egal und ich war auch mal bei 110km/h laut Tacho. Damit hab ich einen Rekordverbrauch von 10,5kg L-Gas/100km geschafft, hatte den Tank nach 140km leergefahren. Mit frischem H-Gas und dann etwas sinnigerer Fahrweise hab ich knapp 200km geschafft (ca. 8kg H-Gas/100km)

Ich würde den Golf insoweit durchaus als Zugfahrzeug für ein Wohnwagen hernehmen. Man muss nur bedenken, dass man alle 150-200km eine H-Gas Tanke auf der Route haben sollte. Das ist aber deutschlandweit der Fall. Den Benzinverbrauch habe ich nicht getestet. Wäre bei 50l Tankvolumen natürlich eine Alternative, wenn man keinen Bock auf ständiges Nachtanken hat und einem der Verbrauch egal ist.

hajo
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Beitrag von hajo » 28.12.2017 11:52

Robert hat geschrieben: @ Hajo
Die von dir genannten Modelle sind allerdings nicht die mit "normalem" Inspektionsintervall, das waren schon die, die das längste überhaupt darstellen.
Ja, da hast du Recht ;-)

Auch wenn es mir nicht nur um Wirtschaftlichkeit geht, ist durch das halbierte Inspektionsintervall beim Golf die Ersparnis bei KFZ-Steuer und Versicerung dahin, wenn man 30.000km Jahresfahrleistung annimmt. Mein Ölwechselservice hat inkl. Pollenfilter 145 Euro brutto gekostet (bei mitgeliefertem Eigenöl), bin gespannt, was jetzt der AUfpreis zur normalen Inspektion kostet...

Diese Verkürzung der Intervalle ist ja auch kein CNG spezifisches Problem. Wie oben erwähnt geht mir diese Verdongelung mit der Zeit auf den Puffer. Wurde bei Motorrädern auch schon vor längerer Zeit eingeführt. Und da ist es noch deutlich lästiger, weil man damit oft eher wenig fährt, die Inspektionsintervalle vielfach auf 10.000km hochgezogen wurden, dies aber völlig irrelevant ist, weil man ebenso jedes Jahr hin muss, will man nicht die Garantie gefährden...

dienoth
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Beitrag von dienoth » 28.12.2017 12:37

anonymous2017 hat geschrieben:Hallo zusammen,

hat hier vielleicht noch jemand ein paar Erfahrungsberichte mit dem 7er (Variant) TGI als Zugmaschine für einen Wohnwagen? Die zwei oder drei Vorhandenen habe ich schon entdeckt, aber vielleicht hat hier ja jemand noch etwas zusätzlichen Input.

Unser Wohnwagen hat ein Gesamtgewicht von 1300kg. Ist das noch einigermaßen problemlos machbar, auch mal ein paar Steigungen? Oder ist das schon eine ziemliche Quälerei? Mal nen LKW überholen? Wie viel maximale Anhängelast steht eigentlich in den Papieren? Ich bin irgendwie zu blöd, die Angabe auf der VW Seite zu finden...

Weiß hier eigentlich jemand, warum es nur diese eine Motorvariante mit 110PS bei Erdgas gibt? Bei anderen Modellen aus dem VW-Konzern gibt/gab(?) es doch auch mindestens 150PS-Varianten. Kann man darauf hoffen, dass die auch noch für den Golf 7 Variant kommen?

Danke schon mal!
Moin,
Hier ich! Wir waren 2016 in Spanien mit dem TGI und unserem Hobby zgG 1350 kg und 6,5 m Gesamtlänge inkl Deichsel. Das waren 5500 problemlose Km. Dieses Jahr waren wir in Italien, sind mit dem Gespann über die Brennerautobahn gezogen. 4000 problemlose Kilometer. Des weiteren hatte ich schon nen Autoanhänger mit nem Golf + hinten dran. Zuggewicht ausgenutzt... und zulezt war ich noch im Moppedurlaub 09-17nochmal 3500 problemlose km. Die Leistung reicht völlig aus. Mehr ist immer besser. Verbrauch mit Wowa 7kg oder 11 l Benzin bei Tempomat 100 km/h. Bei weiteren Fragen gerne per PN.
Lg

Humunculus
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Beitrag von Humunculus » 28.12.2017 14:04

ME ist nicht das Inspektionsintervall halbiert, sondern das für Öl. Inspektion ist alle 30 TKM.
Seat Leon ST TGI [ externes Bild ]

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