Neuer gebrauchter T4 mit Problemen: Standgas, Leichtes Rucke

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dridders
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Beitrag von dridders » 02.03.2016 16:27

Vielfach ist der Leerlauf erhoeht, solange das Fahrzeug noch rollt, und besser auf Lastaenderungen reagieren zu koennen. Erst wenn er kurz steht faellt der Leerlauf dann nochmal etwas ab, und ab da wird er demnach bei dir dann unruhig.
Zuendung halte ich wie gesagt fuer sehr unwahrscheinlich. Stuerz dich lieber erstmal auf die angesprochenen Unterdruckschlaeuche und Dichtungen, um sicher zu sein das er keine Falschluft zieht.

Malte
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Beitrag von Malte » 02.03.2016 16:48

vor den Unterdruckschläuchen scheue ich mich ein wenig. Wenn ich in den Motorraum gucke sehe ich eine ganze Menge an Schläuchen und ich weiß nicht wofür die sind und ob mir was entgegen kommt, wenn ich den Schlauch abziehe (Gas, Benzin). Gibt es eine Zeichnung von dem Kram, so dass ich mir schon mal ungefähr einen Überblick verschaffen kann, welche Schleuche überhaupt gemeint sind und wie viele es sind. Son Motor braucht ja eigentlich nur Luft, Sprit und Gas. So viele Schleuche können das nicht sein, oder? Und sind dafür größere Umbauten nötig oder kommt man an alles gut ran?

Bertram1958
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Beitrag von Bertram1958 » 02.03.2016 18:08

Die Benzinpumpe ist nahe zum Fahrersitz untergebracht, der Deckel zur Tanköffnung ist neben der Handbremse, daher hört man im Motorraum die Pumpe nicht.
--
Die steuernden Unterdruckschläuche sind die dünnen. Innendurchmesser etwa 3mm.
(Ein dicker geht vom Ansagtrakt zum Bremskraftverstärker. Aber das ist ein anderes Thema, wenn der undicht ist, tut die Bremse nicht richtig)
Schau erst mal die Schläuche an, bevor du was zerlegst.
Wenn dann etwas nicht wirklich gut aussieht, (Fransige Enden, bröseliges Gummi, abgeknickt etc.) dann kann man dran gehen, den zu ersetzen. Oder ersetzen lassen.
Wie schon geschrieben, einer nach dem anderen.
3 Meter Schlauch im Zubehörladen kosten nicht die Welt.
Anfangen würde ich bei dem, was man um den Ansaugtrakt,
also Luftfilter >>Drosselklappe>>Ansaugbrücke findet.
Auch der Benzindruckregler hat einen.
Bei den älteren T4 geht auch einer zum Motorsteuergerät, ob deiner den hat, weiß ich nicht. Solle er den haben, gilt es dem besondere Aufmerksamkeit zu schenken. Das steht auch in der Wiki.
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Richtig gut rankommen an irgendwas ist beim T4 nicht gegeben, aber schlimmer geht immer....

Malte
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Beitrag von Malte » 03.03.2016 16:24

Ich glaube ich komme der Sache näher. Es zischt bei laufenden Motor am Leerlaufreglerventil. Habe schon fleißig gewackelt, Dichtungen gesäubert usw., leider ohne erfolgt. Kann in dem teil was kaputt gehen, so dass der zischt? Hab da mal reingeleuchtet aber viel mehr als ein bewegenden Kolben kann ich nicht sehen.

Bertram1958
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Beitrag von Bertram1958 » 03.03.2016 16:52

Für "normale" T4-Probleme gibt es Extra-T4-Foren
z.B.:
http://www.t4forum.de/wbb3/index.php?page=Portal
oder
http://vwbuswelt.de/index.php/Board/2-T4-Forum/

Mein 99er T4 hat kein solches Ventil, kann also nichts dazu sagen.
--
Grundprinzip sllte sein: Die Kiste sollte auf Luxusbrühe gut laufen, dann kann man spezielle Gasprobleme angehen.

Man kann prüfen, ob der Motor falsche Luft zieht, indem man die verdächtigte Stelle mit Bremsenreiniger besprüht. Wenn der Motor drauf reagiert (hochdreht), ist da was undicht.
Die Methode ist aber nicht ohne Risiko, weil das Zeug brennbar ist!
Man sollte schon wissen, was man tut.

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dridders
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Beitrag von dridders » 04.03.2016 12:24

die Methode funktioniert vor allem bei Einspritzern nur selten nach meinen Erfahrungen. Der regelt das Gemisch einfach Lambdagefuehrt nach. Bis da mal was spuerbares an der Drehzahl passiert hast du bereits den ganzen Motorraum mit Bremsenreiniger/Starthiflespray geflutet und kannst somit auch nicht sagen wo das Leck ist, oder ob er sich das Zeug gar normal ueber den Luftftilter reingezogen hat.

Malte
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Beitrag von Malte » 08.03.2016 22:16

das Fahrzeug war wegen ein paar Kleinigkeiten in der Werkstatt und ich habe den Mechaniker auch auf das Problem des unruhigen Leerlaufs bei Benzin angesprochen. Er hat ein wenig geguckt und sagte mir, dass man da leider nichts machen kann. Ich versuche das mal nach meinen Möglichkeiten wieder zu geben. Die Gasanlage spritzt das Gemisch nicht direkt ein. Um sicher zu gehen, dass das Gasgemisch auch "eingesaugt" wird (flüchtiger als Benzingemisch ??!!) ist in das Leerlaufreglerventiel (er hat es Zigarre genannt) oder kurz davor eine Verjüngung eingebaut, damit der Unterdruck größer wird. Ist die Verjüngung ausgebaut, läuft er mit Benzin im Standgas vernünftig. Er sagt aber, dass die Verjüngung für die Erdgasverwendung rein muss. Einzige Möglichkeit das zu umgehen wäre, wenn man eine Direkteinspritzanlage für Erdgas einbaut. Da das Fahrzeug aber so wie es ist schon 200 tkm überstanden hat, sollte ich mir da nicht so viele Gedanken machen. Ich muss dazu sagen, dass die Werkstatt generell nichts mit Umrüstung von Gasanlagen zutun hat. Stimmt ihr zu, oder gibt es doch eine weitere Bastlermöglichkeit?

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Bassmann
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Beitrag von Bassmann » 08.03.2016 22:43

Vorweg: Direkt einBLASENde Erdgasanlagen gibt es nicht einmal bei den Werks-Erdgasautos. Und selbst die blasen VOR dem Einlassventil in den Einlasskanal. Die Zuteilung ist mit einer Multipoint-Gasanlage natürlich genauer und sparsamer als eine Venturi-Anlage. Nur lässt sich aus einer Venturi eben keine sequentielle Multipoint-Anlage basteln. OK, Tank und die Pipline von dort in den Motorraum nebst GDR lässt sich ggf. "retten", aber selbst dann würde ich mit Kosten im 4stelligen Bereich rechnen, weil da zu viele elektrische Leitungen angezapft werden müssen: Einspritzventile, diverse Temperatursensoren, Daten der Lambdasonde, Druck im Ansaugtrakt... Es wäre obendrein noch fraglich, ob der Druck vom GDR für die Multipoint-Anlage reichen würde... Die Venturi ist eben viel simpler aufgebaut, und trotzdem kennt sich kaum noch ein CNG-Betrieb mit Venturianlagen aus.

MfG Bassmann
17 Zylinder, 4,85 Liter Hubraum, aber verteilt auf 2 Autos und 3 Motorräder:
Golf4 Kombi 1.6l autom. mit CNG-Nachrüstung, ca. 10€/100km
Polo4 9N3 united 1.4l 5-Gang mit CNG-Nachrüstung, ca. 8€/100km
(jeweils incl. Luxusbrühe)
Motorräder: 644ccm Suzuki Freewind (Eintopf), 600ccm Yamaha Fazer 35kW, 600ccm Yamaha Fazer ABS 72kW
Wenn ein einziger Baum umfällt, macht das mehr Lärm, als wenn ein ganzer Wald wächst.

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Beitrag von dridders » 09.03.2016 11:38

Bassmann:
GDR ist bei einem Umbau auf eine Multipoint-Anlage (egal ob eine einfache parallel einblasende oder eine sequentielle) nicht verwenden, da der Venturi-GDR mit ganz anderen Ausgangsdruecken arbeitet. Es muss ein komplett neues Motorkit verbaut werden, incl. Eintragung etc. 4-stellig ist auf jeden Fall realistisch.

Malte:
Eine Venturi arbeitet mit Unterdruck, und ueber diesen wird geregelt wieviel Gas angesaugt wird. Problematisch ist da aber eigentlich nicht der Leerlauf, wo der Wagen eh jede Menge Unterdruck bringt, sondern der Volllastbetrieb. Eine Verjuengung ausgerechnet beim LLRV ist also schon merkwuerdig. Erklaeren kann ich es mir nur dann, wenn das LLRV ein Bypass um die Venturi-Duese herum bildet... dann sollte die Konstruktion geaendert werden, damit das nicht mehr der Fall ist. Ganz vereinzelt gab es glaube sogar mal separate Venturi-Duesen fuer den Leerlaufkanal.
100% beurteilen kann ich es aber so nicht, da ich den Motor nicht kenne. Ggf. wuerden einige Bilder von dir aus dem Bereich helfen. Wenn es so ist waere allerdings ein Umruester mit Venturi-Erfahrung fuer alles weitere gefragt, da nach dem Umbau die Einstellung der Anlage kontrolliert werden muss.

Malte
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Beitrag von Malte » 09.03.2016 18:20

Ich habe mal ein Bild des Motoraums gemacht. An die Verengung kam ich nicht so einfach ran, da nun alles mit Kabelbinder abgedichtet ist. Was passiert, wenn ich die Verjüngung einfach mal rausnehme und auf Erdgas fahre? Soll ich das mal testen?
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Beitrag von Bassmann » 09.03.2016 18:34

Hmm... Was ist das denn? Warum wird das denn nicht gleich angezeigt?
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Na also, geht doch.
Erstmal beaugapfeln...

MfG Bassmann
Zuletzt geändert von Bassmann am 09.03.2016 18:55, insgesamt 1-mal geändert.
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Beitrag von Malte » 09.03.2016 18:47

wie was ist das? Entweder RWE hat die Anlage selber so eingebaut oder von VW so gekauft. Denke ich. Ist das ungewöhnlich?

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Beitrag von Bassmann » 09.03.2016 19:08

Sorry, hab meinen Beitrag nochmal editiert oben. Hatte mich gewundert, dass das Bild nicht direkt angezeigt wurde...

Das Ding mit den 5 Kabelbindern ist für mich jedenfalls eine Entlüftung.

Nach Ausbauen der Verjüngung sollte der Benzinbetrieb eigentlich völlig normal funktionieren, der Gasbetrieb hingegen gar nicht, weil das Venturiprinzip eben auf einem Mitreißen des hinzugefügten anderen Mediums (hier eben Gas) beruht. Schnellere Strömung der Luft sorgt auch für mehr Sog für das Gas.

Noch ne Frage: Der Schlauch, der am GDR (für Abkürzungen haben wir ein Lexikon, zu erreichen über das Portal, dort links im Kasten) losgeht neben dem schwarzen würfelförmigen Kästchen, ist das der gleiche, der unten links -neben dem Ölbehälter für die Servolenkung- wieder ins Bild kommt?

MfG Bassmann
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Beitrag von Malte » 09.03.2016 19:17

Jo genau. Das ist der selbe Schlauch und geht dann in das Dicke Plastikrohr (Ansaugdings?) Ich werde auch demnächst die Unterdruckschläuche tauschen. Die Gewebeummantelung des Unterdruckschlaub mit dem blauen Fiter oben rechts neben dem GDR ist beschädigt und geht auch sehr einfach abzuziehen. Leider ist das der einzige Schlauch, den ich tauchen kann. Nachdem der Schlauch nach oben weiter geht (ohne Ummantelung) macht er eine Kurve, geht auf die andere Seite des Motors und verschwindet dann in Richtung Fahrer hinter der Verkleidung (wenn ich mich recht erinnere), da komme ich dann leider nicht mehr ran.

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dridders
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Beitrag von dridders » 10.03.2016 08:32

das LLRV sollte der ueber den Schlauch mit den 2 Kabelbindern angebunden sein. Der Schlauch sollte die Zuleitung zum LLRV sein, da er vor der Drosselklappe abgegriffen wird. Die Einleitung in den Ansaugkruemmer erfolgt dann vermutlich unter dem Ventil selbst, da ich selbst keinen Abgang sehen kann?
Die Venturiduese sitzt jedenfalls vor dem Abgang zum LLRV, das LLRV wird also vom Gas/Luft-Gemisch durchstroemt. Damit ergibt die Verjuegung in der Zuleitung zum LLRV keinen Sinn fuer mich. Der Unterdruck muss an der Venturi-Duese selbst vorliegen, dafuer muss die Verjuengung an der Duese oder davor in Richtung Ansaugkruemmer sein. Dahinter waere Humbug. Da bringt sie maximal was, wenn das Gemisch im Leerlauf sonst zu fett waere, aber das regelt man dann am GDR nach.

Von daher: ja, raus mit der Verjuengung und ein paar Tage schauen ob er auf Benzin dann wirklich einwandfrei laeuft. Wenn ja Umruester suchen der bereits lange im Geschaeft ist und Ahnung von Venturi hat und die Anlage da neu einstellen lassen. Machst du das nicht duerfte er auf Gas im Leerlauf zicken machen und wesentlich oefter verrecken, aber auf den Fahrbetrieb sollte es eher keine Auswirkung haben. Fuer den Motor also vor allem insofern gefaehrlich, als dass du bei einer Kurvenfahrt womoeglich ploetzlich keine Servounterstuetzung mehr hast und der Motor als Pufferzone zwischen dir und dem Baum herhalten muss ;-)

Das Ding mit den 5 Kabelbindern ist in der Tat eine Kurbelgehaeuseentlueftung, hat also mit der Gasanlage nichts zu tun.

Bassmann:
doch, auch Gas funktioniert weiter, erstrecht bei der Fahrt, da die Verjuengung hinter der Venturi-Duese sitzt

Malte:
der blaue Filter duerfte ein Rueckschlagventil sein, damit der Unterdruck auf der linken Seite aufrecht erhalten bleibt, selbst wenn der Motor aus ist. Ich wuerde schaetzen, dass er Teil der Verstellung der Lueftungsklappen ist, oder auch fuer die ZV den Unterdruck liefert.

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