E200NGT Ölverbauch im Gasbetrieb

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xKESKINx
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E200NGT Ölverbauch im Gasbetrieb

Beitrag von xKESKINx » 25.08.2016 13:20

Hallo Gemeinde,

seit neuestem ist mir bei meinem NGT (w211 bj.2008) aufgefallen das der ölverbrauch recht hoch ist. allerdings nur im gasbetrieb. im benzinbetrieb kein verbrauch. bin im sommer 2014 mit dem auto verreist. insgesamt ca. 8000 km in 3 wochen zurückgelegt im benzinmodus. ölverbrauch lag bei ca. 200-300 ml. im gasbetrieb liegt der verbrauch bei ca. 1000 km etwa bei fast 1 liter. ist doch irgendwie nicht normal. hat da jemand schon mal so eine erfahrung gemacht?

schienenbein
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Beitrag von schienenbein » 25.08.2016 13:36

Hallo,

habe das gleiche Modell und finde den Ölverbrauch auch recht hoch, aber ich fahre kaum im Benzinbetrieb, deshalb weiß ich nicht, ob es da weniger ist.
Ich kann nur sagen, dass mein voriges Auto, Ein E200-Benziner Bj. 1997 (W210), weniger Öl verbraucht hat.

Viele Grüße!

wolle
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Beitrag von wolle » 25.08.2016 21:34

Mein NGT, Bj. 2008, zuletzt 115000 Km hatte auf 10000 Km nur knapp 0,5 Liter Öl verbraucht. Gefahren bin ich aber immer nur im Gasbetrieb. Verwendet habe ich beim eigens alle 20000 Km durchgeführten Ölwechsel stets das vollsynthetische Mobil1 0W40, was ich auch wärmstens empfehlen kann. Kostet bei Ebay gerade mal 7,5 € pro Liter. Dieses Öl entspricht auch der für AMG Fahrzeuge vorgeschriebenen Norm 229.5 und ist somit für höhere Belastungen ausgelegt.

Über den Ölverbrauch für das restliche Autoleben wird meines Erachtens in der Hauptsache beim Einfahrvorgang, also etwa die ersten 15000 Km, entschieden. Provoziert man ansatzweise Kolbenkipper durch zu untertourig eingeleitete Vollgasmanöver, so vergrößert man durch Abrieb den Abstand zwischen Kolben und Zylinderwandung. Das abgetragene Material ist am Altteil in der Regel nie mehr zu ersetzen, außer durch Aushonen der Zylinder mit anschließender Montage von Kolbenringen mit Übergröße. Eine zweite Möglichkeit wären auch noch verschlissene Ventilschaftdichtungen, dies unabhängig von der Fahrweise. Das ist aber beides sauteuer, da richtig viel Arbeit. Lohnt also kaum, sofern man nicht zur Reparatur gezwungen ist.

Einen Zusammenhang bezüglich unterschiedlichem Verbrauch zwischen Gas- und Benzinbetrieb kann ich zumindest aus dem Stehgreif eigentlich nicht deuten. Die Verbrennung mit Gas ist zwar heißer, aber der Ausdehnungskoeffizient der beiden verwendeten Materialien sollte eigentlich in Relation etwa gleich bleiben.

So lange der TÜV bei der ASU noch nicht meckert würde ich versuchen es positiv zu sehen, weil man sich so vielleicht den ein oder anderen Ölwechsel sparen kann, indem man dadurch gezwungen ist regelmäßig frisches Öl nach zu kippen.

LG wolle
viele grüße von wolle aus bayern

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Bassmann
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Beitrag von Bassmann » 25.08.2016 21:45

@Wolle:
Eigentlich hast Du eine sympathische Sicht auf die Dinge, aber einen Benz-Puristen wirst Du damit nicht überzeugen.

Ich stimme Dir aber zu, was Deine Meinung zu Unterschieden bei Benzin- oder Gasbetrieb betrifft. Woher soll das Öl wissen, ob gerade Benzin oder Erdgas im Zylinder verbrannt wird? Ich sehe da auch keine Anhaltspunkte.

Ich würde mir viel lieber mal die Meßmethode unter die Lupe nehmen. Vielleicht ist da ja irgendwo ein systematischer Fehler, mit dem bisher niemand gerechnet hat.

MfG Bassmann
13 Zylinder, 4,25 Liter Hubraum, aber verteilt auf 2 Autos und 2 Motorräder:
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kanister
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Ölverdünnung?

Beitrag von kanister » 25.08.2016 23:26

Ich würde mir jetzt viel mehr Sorgen um die Qualität des Öls machen, d.h. ich vermute, dass Öl mit Benzin verunreinigt wird. Im Gasbetrieb ist der Verbrauch dann realistischer.

Vielleicht mal die Kompression messen lassen?

wolle
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Beitrag von wolle » 25.08.2016 23:59

Ich musste dein Posting jetzt zwei mal lesen, bis ich es verstanden habe.

Das wäre natürlich fatal. Durch erfolgreich produzierte Kolbenkipper mittlerweile so wenig Kompression, dass sich das Öl im Benzinbetrieb auf wundersame Art und Weise vermehrt bzw. verdünnt, zumindest aber scheinbar nicht verbraucht, der sichtbare Pegel am Messstab also sogar eher steigt.

Dagegen im Gasbetrieb ein erhöhter Ölverbrauch, da gasförmig gar keine Flüssigkeitsverdünnung im Öl erfolgen kann.

Das hieße mit jedem Kilometer mehr im Benzinbetrieb liegt zwangshalber in beiden Betriebsmodi eine zunehmende Minderschmierung vor, die, wenn dem wirklich so ist, der sichere Motortod auf Raten an sämtlichen beweglichen Teilen bedeuten würde.

Sorry, aber krasse Vorstellung...

Einzig mögliche provisorische Verzögerung: Ölwechsel so oft es irgendwie geht, entgegen der in meinem vorigen Posting aufheiternd gemeinten Positivdarstellung.

LG wolle
viele grüße von wolle aus bayern

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Beitrag von wolle » 26.08.2016 00:14

Nachtrag:

Ja, Kompressionstest, zudem laborbasierter Ölprobentest - und zwar besser heute als morgen.

Viel Glück und LG
wolle
viele grüße von wolle aus bayern

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Beitrag von bljack » 26.08.2016 06:03

wolle hat geschrieben:[...]Die Verbrennung mit Gas ist zwar heißer[...]
Ein viel und gern gepflegter Mythos, der aber leider keiner technischen Grundlage entspringt sondern von unfähigen LPG-Bastlern in die Welt gestetzt wird/wurde, wenn deren billig angebotenen und falsch abgestimmten/unterdimensionerten Nachrüstanlagen ab 4000/min. derart abmagern, dass die Auslassventile gegrillt werden. Werkslösungen sind unter Benzin und Gas gleichermaßen dauervollgasfest (mir wäre zumindest kein echter Werksgaser bekannt, der da Probleme hat - werksnahe Nachrüstungen bei LPG vermag ich nicht zu beurteilen, da fehlt mir deutlichst die Expertise).
Mit dem ecoup umweltfreundlich unterwegs :-)
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Seit 06/2017 hin und wieder auch mit einem Leon ST TGI, wenn meine Holde mich lässt :-) :-)

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Beitrag von Sven2 » 26.08.2016 16:31

Meine Erfahrung mit dem M270 in der B-Klasse:
Bei meinem geht der Ölverbrauch gegen 0, d.h. auf die 25 Tkm Wechselintervall kein merkliches Absinken des Ölstandes und erst recht kein Nachfüllen.
Benzinbetrieb kommt de facto nicht vor, vielleicht 150 km auf Benzin pro Ölwechselintervall.
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dridders
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Beitrag von dridders » 26.08.2016 16:59

bljack:
was hat die Verbrennungstemperatur mit Vollgasfestigkeit zu tun? Richtig, erstmal nuescht! ;-) Die Karre kann auch bei hoeherere Verbrennungstemperatur vollgasfest sein, oder bei Benzin kein Vollgas aushalten. Alles eine Frage der Auslegung. CNG gleich seine hoehere Verbrennungstemperatur noch durch den schlechteren Fuellgrad der Zylinder was aus, hat aber bei Nachruestungen oft den Nachteil der fehlenden Zuendverstellung... und grillt die Auslassventile dann halt mit dem noch nicht durchgebrannten Gemisch dank der langsameren Reaktion.
Mit dem Thema hat das allerdings irgendwie alles nichts zu tun...

Zum Thema:
erstmal sollte man wohl die Fahrweise betrachten. Wenn der Hobel im Gasbetrieb mit binaerem Gaspedal betrieben wird, im Urlaub im Ausland auf Benzin dann aber das Gaspedal ausgebaut wurde, weil mehr als 120 is ja eh nich und ausserdem is ja teuer... dann hat man die Erklaerung bereits gefunden.

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Beitrag von xKESKINx » 27.08.2016 02:24

die sache mit dem urlaub ist nur relativ. wie erwähnt handelt es sich hierbei um ein taxi , welches überwiegend nur im stadtbetrieb unterwegs ist. auch hier hat sich im stadtbetrieb in den letzten 2-3 wochen null ölverbrauch im benzinbetrieb gezeigt. grund für den benzinbetrieb ist die defekte erdgasanlage. ich hatte leider noch nicht die zeit dazu diese insandzusetzen. daher viel mir das mit dem ölverbrauch nochmals auf. ich möchte dazu erwähnen, das anfang des jahres die zylinderkopfdichtung gewechselt wurde, der kopf wurde geplant, die schaftdichtungen erneuert, ventile gereinigt und neu eingeschliffen, kette und nockenwellen sowie wasserpumpe und thermostat erneuert. beim ausbau habe ich mir die zylinder genau angeschaut. hohnbild war in allen zylindern sehr gut erhalten. nix auffälliges. kolbenspiel war in einem einwandfreien zustand. aber auch danach war der unterschied mit ölverbrauch zwischen gas -und benzinbetrieb gleich.

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Beitrag von xKESKINx » 27.08.2016 02:26

gleich bedeutet also immer noch dieser extreme unterschied. nicht das es falsch verstanden wird.

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Beitrag von xKESKINx » 27.08.2016 02:28

sorry hatte nicht erwähnt das es sich um ein taxi handelt. das auto hat mittlerweile 400 tkm runter,

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dridders
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Beitrag von dridders » 27.08.2016 20:43

ok, bei Taxi dürfte der Wagen aber meist auch warm sein, Verdünnung vom Öl durch Benzineintrag halte ich da auch für eher unwahrscheinlich.
Du schreibst Gasanlage defekt... was hat sie denn? Lief er evtl. vorher schon nicht auf allen Pötten gleichmäßig? Dann könnte das eine erhöhte Öltemperatur verursacht haben, was natürlich dazu führt das mehr Öl zum einen an den Dichtungen vorbei kommt, zum anderen durch die Kurbelgehäuseentlüftung entschwindet. Dafür müssten dann aber die Einblasmenge der einzelnen Düsen entsprechend auseinander gelegen haben.

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Beitrag von xKESKINx » 28.08.2016 12:48

also laut diagnose scheint der niederdrucksensor defekt zu sein. ich werde den auch demnächst wechseln. weiss jemand vllt wo der genau sitzt?

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