Zukunft CNG?

Allgemeines zum Thema Erdgasfahrzeuge was nicht in die anderen Rubriken passt.

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Gulbenkian
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Beitrag von Gulbenkian » 10.11.2017 10:39

hajo hat geschrieben:Daher muss das ganze Thema Erdgas und Lobbyarbeit von Kundenseite professionalisiert werden. Es ist die letzte Chance für Erdgas.
Naja, ob ein kleiner gemeinnütziger e.V. mehr leisten kann als große Unternehmen die von CNG leben, halte ich für fraglich. Eine Initiative mehr oder weniger, ein e.V. mehr oder weniger schadet aber sicher nicht.
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bljack
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Beitrag von bljack » 10.11.2017 11:06

Bassmann hat geschrieben:
DerRaucher hat geschrieben:... Die Forderung das der Kunde entscheiden kann ob Stahltanks oder CFK ist vollkommen unüberlegt. Wer soll denn bitte die Entwicklungskosten dafür tragen? Dann wird so ein Fahrzeug nochmals teurer.
Was ist da zu entwickeln? Wenn die Tankaufhängungen für Stahltanks ausreichen, werden sie auch für GfK-Tanks reichen. Die Abdeckungen passen dann auch für beide Versionen. Meine Nachrüstautos waren also quasi komplett unentwickelt und laufen trotzdem.

MfG Bassmann
Crashabsicherung und Zulassung: höherer 6-stelliger Betrag je Variante
Entwicklung der passenden Tanks (CFK und Stahl): sicherlich 7-stellig (oder Entwicklung einer Norm für CNG-Zylindergrößen, falls es jemand angehen will; dann dürften die Entwicklungskosten dahingehend in Zukunft deutlich sinken)
Und die Beträge werden dann umgelegt auf den Basispreis für vielleicht Zehntausend vom Vertrieb erwartete CNG-Fahrzeuge und zusätzlich fällt für einige Fahrzeuge der USP "CFK/GFK-Tank" weg, was wieder zu einer neuen Rechenschleife im Vertrieb führt.
So ganz sehe ich den Zusatznutzen für den Kunden da noch nicht...
Mit dem ecoup umweltfreundlich unterwegs :-)
Lebensdauer der ersten Flaschen: 3 Jahre (1. HU nach Kauf), 104tkm; Austausch auf Kulanz (100%) bei 105tkm

Seit 06/2017 hin und wieder auch mit einem Leon ST TGI, wenn meine Holde mich lässt :-) :-)

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Beitrag von Bassmann » 11.11.2017 01:17

Ähmmm... Weniger Belastung kostet bei der Zulassung dennoch min 6stellig?
Das mag ich nicht glauben.

MfG Bassmann
13 Zylinder, 4,25 Liter Hubraum, aber verteilt auf 2 Autos und 2 Motorräder:
Golf4 Kombi 1.6l autom. mit CNG-Nachrüstung, ca. 10€/100km
Polo4 9N3 united 1.4l 5-Gang mit CNG-Nachrüstung, ca. 8€/100km
(jeweils incl. Luxusbrühe)
Motorräder: 644ccm Suzuki Freewind (Eintopf), 600ccm Yamaha Fazer
Wenn ein einziger Baum umfällt, macht das mehr Lärm, als wenn ein ganzer Wald wächst.

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Beitrag von bljack » 13.11.2017 06:58

Bassmann hat geschrieben:Ähmmm... Weniger Belastung kostet bei der Zulassung dennoch min 6stellig?
Das mag ich nicht glauben.

MfG Bassmann
Auf was beziehst Du Dich mit "weniger Belastung"? Umwelt, Insassen, Struktur? Ich kann Dir leider gerade nicht ganz folgen.
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Beitrag von Bassmann » 13.11.2017 21:42

Gemeint war: Weniger Belastung der Fahrzeugstruktur.
Wenn eine Halterung 40kg bei 20g Beschleunigung aushält, sollte sie ja auch für 20kg bei 20g taugen. Und dafür 6stellige Kosten für die Variante?

MfG Bassmann
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Beitrag von bljack » 15.11.2017 08:04

Bassmann hat geschrieben:Gemeint war: Weniger Belastung der Fahrzeugstruktur.
Wenn eine Halterung 40kg bei 20g Beschleunigung aushält, sollte sie ja auch für 20kg bei 20g taugen. Und dafür 6stellige Kosten für die Variante?

MfG Bassmann
Die Halterung ist da nicht das Problem, die kann vermutlich wirklich in größten Teilen übernommen werden (ggf. kleine Anpassungen im Material zwischen Tank und Halter, falls Stahl und CFK/GFK da andere Vorlieben haben).
Das Problem ist der deutlich unterschiedliche Einfluss auf den Heckcrash bei Stahl vs. CFK/GFK. Bei beiden gilt zwar nach ECE-R110 die Prämisse "Riss vor Bersten", aber das Material verhält sich halt doch unterschiedlich. Und dieser Unterschied will abgesichert werden, sonst gibt es keine Zulassung. Also baue ich für den CNGler nicht mehr ein Auto für den Crash auf (Stahltank), sondern zwei (Stahl- und CFK-Tank). Und beide Versuche wollen vorher virtuell abgesichert werden (lieber ein paar Runden am PC gedreht als ein Auto vor die Wand gefahren mit dem Ergebnis, dass es so nicht funktioniert), für beide Varianten muss die Fahrzeugstruktur passen (größere Änderungen im Rohbau für die Varianten würden es ja nochmals deutlich verteuern, also wird man sich auf die Anpassung der Reserveradmulde beschränken; und die ist relativ unwichtig) und beide Varianten wollen nach dem Crash ausgewertet werden. Da kommen schnell Summen zusammen, die hinterher wieder eingenommen werden müssen (ein Verlustgeschäft wird einem das Controlling um die Ohren hauen). Im besten Fall kann ich mit den beiden CNG-Varianten auch noch andere Sachen abprüfen und dadurch zumindest ein Fahrzeug einsparen bzw. muss kein zusätzliches aufbauen.
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Gastra
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Beitrag von Gastra » 16.11.2017 12:16

Bei einem Crash sollten beide Tanks eigentlich unbeschadtet und im Wesentlichen unverformt bleiben, daher sehe ich da nicht so einen Riesenunterschied.

Dennoch stimme ich da teilweise zu,die Crash tests müssten 2x gemacht und ausgewertet werden, das Abreißen von Leitungen und Ventilen müsste auch doppelt geprüft werden. Die Lieferanten müssten ebenfalls doppelt gesucht werden wobei die garantierten Mindestabnahmemengen dann kaum noch prognostizierbar sind.

Schöne Vorstellung, aber bei den kleinen Stückzahlen utopisch.

Humunculus
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Beitrag von Humunculus » 02.12.2017 17:19

Das 5.555.555. in Zwickau produzierte Fahrzeug ist übrigens ein Golf TGI. An sich nettes Detail, noch besser wäre natürlich gewesen, wenn in dem Beitrag/in der Pressemitteilung da noch mal darauf eingangen worden wäre.

https://www.radiozwickau.de/nachrichten ... g-1349404/
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