Kaufberatung CNG oder Benzin Auto für die Kurzstrecke?

Rund um die Serien-Erdgasmodelle von Volkswagen, Audi, Seat und Škoda.

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Robert
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Beitrag von Robert » 19.12.2017 20:25

bljack hat geschrieben:
cardriver hat geschrieben:Ich werde mich wohl im ersten Quartal 2018 von meinem 21 Jahre alten Benziner trennen. Es wird Zeit!
Wenn der CNGler auch wieder so lange gehalten werden soll, dann stehen die Chancen im Übrigen auch sehr gut, dass er nicht nur ökologischer als der Benziner ist, sondern auch ökonomischer. Nach 200tkm ist der geringe Aufpreis definitiv wieder reingefahren...
Naja, nur wenn die Flaschen halten (und nichts anderes erdgastechnisches groß Probleme macht). Bei 10.000km/Jahr reden wir hier über 300€/Jahr Ersparnis. Die sind ganz schnell wieder weg.

Ansonsten muss man bei den Schadstoffen ganz genau hinsehen. Die Drecksau schlecht hin, ist immer noch ein Benziner ohne Direkteinspritzung (Wunder, Wunder).

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Gulbenkian
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Beitrag von Gulbenkian » 19.12.2017 21:36

Pianist hat geschrieben:Wenn die Diesel abgeräumt sind, und dann die Messungen ergeben, dass es kaum Verbesserungen gibt, sind wohl als nächstes die Direkteinspritzer-Benziner dran.
Die Diesel werden wegen der NOx Emissionen angezählt. Damit haben die Benziner kein so großes Problem. Gegen Feinstaub lässt sich anderweitig viel mehr tun, als auch noch alle Direkteinspritzer, die auch aktuell noch verfügbar sind, aus den Städten auszusperren.
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bljack
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Beitrag von bljack » 20.12.2017 06:49

Robert hat geschrieben:Ansonsten muss man bei den Schadstoffen ganz genau hinsehen. Die Drecksau schlecht hin, ist immer noch ein Benziner ohne Direkteinspritzung (Wunder, Wunder).
Was kommt denn da ohne Direkteinspritzung noch groß hinten raus? Feinstaub fällt dann weg (der kommt ja erst durch die Direkteinspritzung), CO / NOx und HC sind seit 3-Wege-Kat kein Thema mehr, was bleibt denn dann noch?
Mit dem ecoup umweltfreundlich unterwegs :-)
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Beitrag von miiecofuel » 20.12.2017 17:36

venator hat geschrieben:Na also, bei Seat für den MII bis 31. März 2018 2000 Euro Zukunftsprämie. Damit ist der CNG Aufpreis wohl tragbar. Ohne einen Diesel ab zu geben.
So ist es, wäre mein Mii nicht so gut in Schuss nach 150tkm, würde ich glatt wieder zuschlagen.
Oder noch besser den Ibiza, da gibts dann Seat Care für 9,99 Monat.
Werde nur nicht schlau draus , ob das nur für Leasing gilt oder auch bei normalen Neuwagen Kauf...
Leider aber nicht für den Mii :-(
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Robert
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Beitrag von Robert » 20.12.2017 18:12

bljack hat geschrieben: Was kommt denn da ohne Direkteinspritzung noch groß hinten raus?
Ganz offensichtlich eine Menge Feinstaub.
Grund dafür wird einfach eine unsaubere Verbrennung sein. Schlechte thermische Bedingungen vor allem unter Volllast und schon ist man an diesem Punkt angelangt.Bild

Ergasoli
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Beitrag von Ergasoli » 20.12.2017 19:48

Das bezieht sich doch aber nicht auf Saugbenziner?

DerRaucher
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Beitrag von DerRaucher » 20.12.2017 20:51

Was hat das noch mit dem Anfangsthema zu tun?

Gastra
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Beitrag von Gastra » 20.12.2017 20:57

so ganz allmählich, wenn auch nicht in diesem Forum, spricht es sich herum, dass über 90% der KFZ bedingten Reinstaubemissionen gar nicht aus dem Auspuff kommen sondern zum größtenteil Reifenabrieb sind (- plus ein Bisschen Bremsen- und Kupplungsabrieb ). Ob Direkteinspritzer oder Gasfahrzeug, für die Feinstaubemissonen spielt das keine Rolle, abgesehen davon können Otto Di Motoren selbst die Euro 6d Norm ohne Partikelfilter schaffen.

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Gulbenkian
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Beitrag von Gulbenkian » 20.12.2017 21:01

Wenn man ökologisch denkt (unterstellen wir mal dem TE), dann ist es bei einem Auto mit 10tkm Jahresfahrleistung auch ein Benziner ok. Das hat es mit dem Thema zu tun.
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Bassmann
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Beitrag von Bassmann » 20.12.2017 21:51

Dem Benziner fehlt aber die Komponente, regenerativ erzeugten Treibstoff nutzen zu können. Für das Klima wäre es nun einmal das Beste, wenn kohlenstoffhaltige Treibstoffe erst gar nicht ans Tageslicht gefördert würden. Und wenn schon kohlenstoffhaltig, dann bitte mit dem höchste H2-Anteil, den es überhaupt gibt. Eben CH4, Methan.

MfG Bassmann
13 Zylinder, 4,25 Liter Hubraum, aber verteilt auf 2 Autos und 2 Motorräder:
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Polo4 9N3 united 1.4l 5-Gang mit CNG-Nachrüstung, ca. 8€/100km
(jeweils incl. Luxusbrühe)
Motorräder: 644ccm Suzuki Freewind (Eintopf), 600ccm Yamaha Fazer
Wenn ein einziger Baum umfällt, macht das mehr Lärm, als wenn ein ganzer Wald wächst.

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Gasgeberin
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Beitrag von Gasgeberin » 20.12.2017 22:18

Stimme Bassmann voll zu. Es gibt mehr als den Preis. Umparken beginnt im Kopf, sagte mal eine Automobilfirma.
Oder wie der Zettel an meinem Arbeitsplatz:
Machen ist wie Wollen, nur krasser :D .
Wenn Du ein Schiff bauen willst, so trommle nicht Menschen zusammen, um Holz zu beschaffen, Werkzeuge vorzubereiten, Aufgaben zu vergeben und die Arbeit einzuteilen, sondern lehre die Menschen die Sehnsucht nach dem weiten endlosen Meer.

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Beitrag von Sven2 » 21.12.2017 07:13

Fakt ist: Der UP! CNG ist kurzstreckentauglich und somit für das angefragte Fahrprofil erst mal grundsätzlich geeignet.
Ob sich das FZG für den Erstkäufer tatsächlich amortisieren wird, ist (Stand heute) fraglich.
Das Thema Wartung wurde bis dato nicht berücksichtigt: Meines Wissens muss der Benziner alle 2 Jahre zum Ölwechsel, der Gaser hingegen jährlich.
Die großen Unbekannten:
1. Zukünftige Kraftstoffpreise: Jedes NGV ist eine Wette auf steigende Preise für Benzin/Diesel.
2. politische Randbedingungen/Restwert: Wie gehts weiter mit der NOx und Feinstaubdebatte und ggf. Fahrverboten? Davon wird stark abhängig sein, wie sich der Restwert des FZGs entwickelt.
Ich würde im Zweifelsfall auf CNG setzen.
Wiederholungstäter: früher Touran TSI_EF, jetzt B200 NGD
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Beitrag von Ergasoli » 21.12.2017 08:28

Ich bin bei Dir! Aber ist NOx beim Sauger wirklich ein Problem?

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Beitrag von OSV23 » 21.12.2017 10:55

Bei deinem Fahrprofil (Kurzstrecke) würde ich mich aus 2 Gründen für CNG entscheiden.

1. Der Benziner wird beim Kaltstart stark angefettet - höherer Verbrauch
2. Bei Kurzstrecken sammeln sich Rußpartikel im Öl - schlechtere Schmierwirkung

Beides gibt es beim CNG weniger/gar nicht.

Kurzstrecken sind Für kein Auto gut, aber der CNG ist dafür meiner Meinung nach besser geeignet als ein Benziner. Noch besser wäre in dem Fall ein E-Auto.

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Beitrag von bljack » 21.12.2017 11:05

Robert hat geschrieben:
bljack hat geschrieben: Was kommt denn da ohne Direkteinspritzung noch groß hinten raus?
Ganz offensichtlich eine Menge Feinstaub.
Der einzige, der da so schön durch die Decke geht, ist der Smart, alle anderen Saugrohreinspritzer liegen sogar unter dem härteren Grenzwert für Direkteinspritzer. Wenn es also kein Smart statt eines up/Mii/Citigo wird, ist der Saugrohreinspritzer schon ziemlich sauber und damit wohl auch der CNgler im Notbetrieb.

Wenn Umwelt und gutes Gewissen in der Entscheidung auch berücksichtigt werden sollen, gibt es natürlich weitere Pluspunkt für den CNGler. Die von OSV23 angesprochene bessere Kurzstreckentauglichkeit kommt auch noch hinzu und um die ging es ja ursprünglich mal. Also lang Rede, kurzer Sinn: :cng: :2thumbs:
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