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erdgasfahrer-forum.de Der Treffpunkt für Erdgasfahrer
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timoison
Anmeldedatum: 31.01.2010 Beiträge: 2
Wohnort: Lippstadt
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Verfasst am: 31.01.2010 20:07 Beitrag speichern Titel: Erfahrung VW-Service + Caddy FE |
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Wollte mal meine Erfahrung mit Caddy FE wiedergeben. Unsere Kaufentscheidung vor 3 Jahren basierte auf dem Denken "Made in Germany = Qualität". Wir brauchten 'nen 7-Sitzer und wollten umweltfreundlich sein, aber es sollte kein Van werden. Also haben wir uns auch bei den Franzosen und Japanern umgesehen. Eigentlich kam da nur der Caddy in Frage, vergleichbare andere Modelle kamen nicht auf 7 Sitze, waren aber um einiges preiswerter. Wert: 24.000 ... (schwarz/Met., Klima, Ergas, get. Scheiben, etc. kostet ja alles extra), am Ende waren es um die 21.500, die wir ausgehandelt haben.
Bemängeln muß ich den Service von VW. Wagen im Sommer bestellt, bekommen haben wir ihn dann Ende November 2006. Die hintere Sitzbank war nicht da und ließ 2 weitere Wochen auf sich warten. Der Caddy kam praktisch mit dem ersten Schnee, ... aber auf Sommerreifen. Für die Montage von Winterreifen wollte VW dann noch einmal 480 EUR. Habe andernorts Qualitätsreifen (laut Stiftung-Warentest) für den halben Preis drauf bekommen.
Was den Wagen selber betrifft, kann ich den nur weiter empfehlen. Mittlerweile hab ich rund 120.000 runter. 130 mg CO2 sind ok und steuergünstig. Ich habe das Gefühl, dass das Motorverhalten im Gasbetrieb noch ruhiger und kräftiger ist, als bei Benzinbetrieb. Methan hat angeblich einen Brennwert von 1,5 gegenüber Benzin.
Ich finde eigentlich nichts zu meckern: Für die rund 2t Gewicht geht er ordentlich ab, erreicht eine Geschwindigkeit, die ich noch nie ausgereizt habe (laut Tacho bin ich bei 205 km/h auf A1 von Schwerte nach Unna vom Gas gegangen, weil er mir wegen starken Seitenwind zu unruhig wurde, ist aber bei 180 km/h (Tacho) noch angenehm zu fahren und hat bei dem Tempo auch brenzlige Situation vorbildlich gemeistert. Meistens bewege ich mich bei freier Fahrt um Tempo 140 km/h, überhole gelegentlich mit 160 und bahandle das Gaspedal sanft. Hab ich es mal eiliger (d.h. auch mal 180 nach Tacho), kann ich trotzdem mit einer Gas-Reichweite von über 350 km rechnen. Zusammen mit dem kleinen Benzintank [schaffe allein mit dem bis zu 120 km] habe ich eine Reichweite von weit über 500 km hinbekommen. Habe mit Gastank einen Durchschnitt von ca. 400 km, d.h. bei dem 28l-Tank (der nie wirklich voll ist) entspräche das rund 7l Verbrauch. Das ist ein grober Wert, die vom Bordcomputer angezeigten 6,5 Liter treffen vermutlich in etwa zu. Bekomme ihn im Flachland bei Überlandfahrten auch auf 6 Liter.
Ich bin eine ganze Weile mit dem 10Liter-Sprittank gefahren. Daher weiß ich, wenn ich etwa mit 100/120 km/h über die Bahn fahre, schaffe ich rund 100 km. Bei 80/90 km/h Überland (Flachland) komme ich sogar auf 120 km. Alles andere etwa 80 km. Tödlich sind Staus, Berge und Stadtverkehr (das gilt auch für Gas, da kosten die 2t Gewicht richtig Geld), da schaffe ich nur 70 km. Die Fahrt Lippstadt/Düsseldorf/Lippstadt (gut 300 km) kostet mich mit Gas keine 20 EUR - mit Sprit kann ich froh sein, wenn ich mit 40 EUR hinkomme. Erdgaskosten sind tatsächlich 50% vom Sprit.
Jede Menge Platz, bequem und übersichtlich, reichlich Ablageflächen, überall Flaschenhalter ... die ideale Mischung aus Familienauto ... und wenn ich will Transporter. Ruckzuck sind die Sitze weg und ich bekomme sogar meinen 125'er Crusier-Roller hinten rein. In die große Ablage über'n Kopf habe ich DVD + Monitor integiert, so dass den Kids auch nicht auf langer Strecke langweilig wird.
Nach zwei Monaten hatte ich keine "Aschenbecherbeleuchtung" mehr. Dafür müßte man die ganze Amatur abbauen, sagte VW-Service. was natürlich entsprechend kostet (hab 'ne andere Lösung gefunden) und auch von dem schäbig aussehenden Rost am Auspuffendpott wollten sie nichts hören (seither habe ich nach dem Parken immer diese Visitenkarten östlich orientierter Händler an der Scheibe). 2 Jahre waren kaum rum und die magischen 100.000 km überschritten hatte ich parktisch von jetzt auf gleich keine Ergasfunktionen mehr, ... d.h. keine Funktion und keine Anzeige ... und auch der Bordcomputer taugt dann nur noch die Hälfte. Ursache sei Rost an 4 Magnetventilen (oder so was), die zu einem Kurzschluß in der Steuerung geführt hätten. Wie auch immer, ... am Ende habe ich einen neuen Gasdruckregler bekommen und gut 1500 EUR an die Wekstatt zahlen dürfen. Ohne dem, würde ich auch keinen TÜV bekommen, ließ man mich wissen. VW interessierte das nicht die Bohne - KEINE KOLLANZ. Uninteressant auch, dass ich mich verarscht fühle, weil ich eine Reperatur durchführen lassen mußte, die ich eher bei einem 8'jährigen Auto erwarte als bei einem, der den ersten TÜV noch nicht gesehen hat
Fazit: Ich kaufe zukünftig
a) nie wieder einen VW
b) nie wieder einen Neuwagen
c) Erdgas ist preislich noch ok, aber sobald da Steuern drauf kommen, wird die Mehrinvestition für die Anlage absolut uninteressant und ist so gesehen nur für den Moment eine Lösung und nicht zukunftsweisend, zumal auch hier noch ordentlich CO2 ausgestoßen wird. Sollte ich trotzdem bei Erdgas bleiben, ... kein VW.
Zukunftweisend hinsichtlich Rohstoffe, Ernährung der Weltbevölkerung und Umweltschutz kann z.Z. nur Wasserstoff- und Elektroantieb sein. Letzteres aber auch nur dann, wenn der Strom aus Sonnenenergie oder eigener Produktion (Minikraftwerken) gewonnen wird. Der Strom aus fossilen Brennstoffen und Atomkraftwerken ist nicht besser als beliebiges Spritauto.
Bis mein Caddy "am Ende" ist, brauche ich kein großes Auto mehr und schaue in die Richtung. Je mehr sich dafür interessieren, dest mehr wird sich die Industrie bemühen. Also, zukunftsweisend denken! |
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Ruediger
Anmeldedatum: 25.04.2007 Beiträge: 949
Wohnort: Osnabrück
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Verfasst am: 31.01.2010 20:44 Beitrag speichern Titel: Re: Erfahrung VW-Service + Caddy FE |
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Hallo,
erstmal vielen Dank für die Schilderung deiner Erfahrungen. Schon schade, dass VW sich da nicht kulanter gezeigt hat.
| timoison hat Folgendes geschrieben: |
Zukunftweisend hinsichtlich Rohstoffe, Ernährung der Weltbevölkerung und Umweltschutz kann z.Z. nur Wasserstoff- und Elektroantieb sein. Letzteres aber auch nur dann, wenn der Strom aus Sonnenenergie oder eigener Produktion (Minikraftwerken) gewonnen wird.
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Hm, ersteres nicht? Das ist ja genau das Problem bei der Wasserstoff-Technik. Es ist energetisch sehr aufwändig, Wasserstoff aus Wasser herzustellen (aus Erdgas ist es wohl leichter, aber da können wir das auch gleich verbrennen...). Wasserstoff ist keine Energiequelle, sondern nur ein Energiespeicher, und zwar einer, der mit sehr vielen Verlusten bei Herstellung, Lagerung und Transport zu kämpfen hat. Genau deshalb sehen ich für den - im Gegensatz zu Dir - kaum eine Zukunft, es sei denn er würde durch die bekannte Augenwischerei (Zero Emission) wie beim Elektroauto gepusht.
Beim Elektroauto hast du den Nagel ja schon auf den Kopf getroffen. Aber solange wir noch nicht genug regenerativen Strom erzeugen, um den "normalen" Strombedarf zu decken, kommt jede (durchs Autobatterienauftanken) zusätzlich aus dem Netz gezogene kWh wohl aus konventionellen Kraftwerken - schlimmstenfalls aus Atomkraftwerken.
Daher gibts für mich momentan keine Alternative zu Erdgas. Rein Umwelttechnisch gesehen. Den Kostenfaktor nach Auslauf der Steuervergünstigung lasse ich mal ausser acht. Aber die Umwelt sollte uns schon etwas Wert sein. |
_________________ Grüße
Rüdiger
Zafira B CNG
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Wenn hinter Gasern Gaser gasen, gasen Gaser Gasern nach
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Bassmann Site Admin

Anmeldedatum: 24.04.2006 Beiträge: 9335
Wohnort: Zu hause.
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@timoison:
Dennoch erstmal: Willkommen im Club.
Immerhin bist Du ja voll des Lobes für das Auto, nur eben enttäuscht von der Art und Weise, wie die Markenwerkstatt mit aufgetretenen Mängeln umgeht.
Und meine Skepsis gegenüber H2 und Elektrik teile ich mit Rüdiger. Wozu Erdgas in H2 verwandeln, wenn man sich damit eigentlich nur Nachteile einfängt? Umwandlungsverluste kommen ja auch noch dazu. OK, wenn man -wie es bei BASF oder Bayer oder wer das sein mag- jede Menge H2 als Prozess-Abfall übrig hat, dann soll man das Zeugs nutzen, aber derartige lokal nutzbare Vorkommen sind ja nicht auf die ganze Republik übertragbar. Solange also keine besseren Speichermedien gefunden sind, wäre Methan immer noch der Stoff, der am saubersten ist. Da ist es dann auch egal, ob er in Jahrmillionen aus abgestorbenen Wäldern oder Tieren hergestellt wurde, oder ob diese Aufgabe von Abermillionen von Bakterien gleich in der Nachbarschaft am Klärwerk erledigt wurde. Und genau letzteres ist ein Riesenvorteil für Erdgas/Biogas in der Schweiz auch "Kompogas"... Da ist man andernorts schon viel weiter, weil hierzulande ja das Erneuerbare-Energien-Gesetz die Verstromung von Biomethan besonders einfach und lukrativ macht. In anderen Ländern ist das anders. Da lohnt sich dann auch eher die Aufbereitung für Mobilitätszwecke. Siehe Schweden, Schweiz und Österreich.
Die Technik ist schon längst serienreif. Wir Erdgaser sind unserer Zeit vermutlich um ca. 5 Jahre voraus.
MfG Bassmann |
_________________ Golf3: In 6 Jahren 70.000Km bei zuletzt 8.00€/100km! (verkauft)
Golf IV: Im Moment unter 7,50€/100km incl. Luxusbr�he
Polo IV: Erst ein paar mal getankt:
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timoison
Anmeldedatum: 31.01.2010 Beiträge: 2
Wohnort: Lippstadt
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Danke für den Hinweis. Tatsächlich habe ich mich mit Wasserstoff bis dato nur am Rande beschäftigt, eben weil das Tanken hier in NRW ein echtes Problem darstellt. Liest man den Text, könnte jemand meinen, ich hätte Ahnung. DEM IST NICHT SO! Werde das aber mit der Zeit (und ein paar Jahre habe ich noch bis zur Neuanschaffung) verbessern. Unsere südlichen Nachbarn haben da ja bereits einige Versuchsprojekte am laufen und werden die Welt informieren.
Was das Elektroauto betrifft schiele ich besonders nach Norwegen ( Neid wegen der sauberen Wasserenergie) und deren großangelegtes Projekt in Dänemark. Bis die Fahrzeuge jeden Herstellers wirklich ausgereift sind, werden wohl noch ein paar Jahre vergehen. Das nächste Problem sind die enormen Mehrkosten in der Anschaffung: Bei aller Liebe zur Umwelt gehöre ich doch zu den Menschen, die sich den teilweise doppelten Preis nicht leisten können. Und wenn sich unsere Regierung weiter in der Umweltpolitik von der Industrie kaufen läßt (so meine persönliche Meinung), sehe ich da eher schwarz. Was nütz mir das Gefühl ein "sauberes" Fahrzeug zu führen, wenn die Umweltsünde dafür andernorts entsteht? Schon jetzt fahre ich viel mit mit 'nem 125'er Roller, den man auch auf Gas umrüsten kann (LPG). Caresharing ist hier auf'm Land reine Utopie. Aber vielleicht bekomme ich ja ein paar Leute zusammen, die sich mit mir einen Esel teilen. Der stößt dann auch Methan aus ... aber vielleicht können wir ja dann eine Biogasanlage betreiben ... ... damit andere wieder "sauber tanken" können. haha
LPG (Butan/Propan) ist tatsächlich keine Lösung, da es überiwegend als Abfallprodukt der Erdölindustrie anzusehen ist, ... und genau davon will ich weg. Methan läßt sich "sauber" gewinnen (ich denke da an diese Algen-Projekte in der Nordsee) und erscheint mir noch das Vernünftigste ... ginge unsere Politik mal mit gutem Vorbild vorran, anstatt die Gelder für die Forschung nach saubere Energie zu streichen. Übrigens gilt das auch für die Sonnenenergie.
Was kann ich "kleiner Kacker" schon ausrichten, wenn Industrie und Politik nur finanzielle und wirtschaftliche Ziele verfolgt?
Geht mir am Ende auch nicht viel anders: Ein umweltfreundliches Auto nützt meiner Geldböse nichts, wenn ich wegen mangelhafter Qualität ständig enorme Mehrkosten durch die Reperatur habe und meine Familie darunter leiden muß. |
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dridders

Anmeldedatum: 17.11.2005 Beiträge: 3152
Wohnort: Weidenbach
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LPG entsteht zu einem Grossteil nicht nur bei der Erdoelraffinierung, sondern auch direkt an Erdgasbohrloechern. Wird nur hier wie da gerne auch einfach mal ungenutzt abgefackelt. Auch synthetisch (Biogas) waere es wenn ich es richtig im Kopf habe machbar. Sicherlich nicht so leicht wie Methan herzustellen, aber vielleicht so leicht wie Bio-CNG herzustellen... denn um aus Bio-Methan Bio-CNG zu machen brauchts ja noch einiges an Energie fuer die Trocknung/Reinigung und Verdichtung. Also direkt abtun wuerd ich das auch nicht, fuer aktuelle Loesungen sowieso nicht, und fuer die Zukunft... sehe ich derzeit eh keine Loesung wenn ich ehrlich bin. Fuer Strom fehlt uns der notwendige Speicher, der sich auch schnell aufladen laesst, nicht extrem altert, gute Reichweite bietet, etc. Wasserstoff fehlt die Quelle. Bio-Methan kaempft neben den Erdgasproblemen auch damit das man es wohl nie in ausreichendem Mass herstellen kann, insbesondere nicht ohne in Konkurrenz mit der Lebensmittelproduktion zu kommen. |
_________________ Mondeo 2.5 CNGPL
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jarre Forums-Sponsor

Anmeldedatum: 07.08.2005 Beiträge: 407
Wohnort: Schweiz
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Wasserstoff Lässt sich auch etwas Billiger aus "Abwasser" herstellen !
obs so weit kommt ? Keine Ahnung !
hier etwas zu dem Thema !
http://www.pressetext.ch/news/090707023/urin-entpuppt-sich-als-neue-treibstoffquelle/
Grüsse
Jarre |
_________________ Aktuelles Auto seit 12.09 VW Touran TSI 5 Plätzer mit Grossem Tank und DSG !
Ab 12.06 bis 12.09 Fuhren wir den Touran 2 Liter Highline.
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