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Fahrten ins Blaue – mit dem Volvo Bi-Fuel unterwegs.

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NGT
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BeitragVerfasst am: 24.04.2006 20:07 Beitrag speichern    Titel: Fahrten ins Blaue – mit dem Volvo Bi-Fuel unterwegs. Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden User zur Ignore Liste hinzufügen

Auto & Verkehr

Fahrten ins Blaue – mit dem Volvo Bi-Fuel unterwegs
von P.M.-Redakteur Wolfgang Stegers


Na, das kann ja heiter werden. Zum ersten Mal eine Gastankstelle im österreichischen Wörgl angefahren und schon die ernüchternde Antwort des Tankwarts erhalten: „Gas gibt es heute nicht. Der Notausschalter kann nicht zurückstellt werden, da der Schlüssel fehlt.“ „Was jetzt tun?“ Auf diese Frage bleibt dem Benzinverkäufer nur der Verweis auf die nächste Füllstation im 50 Kilometer entfernten Innsbruck. Das ist wenigstens mehr, als die Europa-DVD des Navigationssystems anzeigt. Denn auf ihr sind nur die deutschen Gastankstellen aufgeführt.

Die Rettung also ins bayerische Hausham. Knappe 60 Kilometer entfernt, über den Ursprungpass und dem Schliersee entlang zu der ehemaligen Bergarbeitergemeinde. Die „Tankstelle“ entpuppt sich als eine Zapfstelle des kommunalen Gasversorgers, ist an diesem Samstag auch aktiv, aber leider nicht für die Öffentlichkeit zugelassen. „Die ist seit Monaten für den Publikumsverkehr geschlossen“, erklärt ein hilfsbereiter Nachbar, während er den Osterputz seines Autos unterbricht.

„Was jetzt tun?“ – zweiter Akt. Die nächste Tankstelle befindet sich am Tegernsee. „Eine neue Aral in Bad Wiessee“, ergänzt der Nachbar routiniert die Info des Navi. „Oder am Irschenberg ist auch eine“, gibt der Mann breitwilligst Auskunft. Er scheint die Fragen zu kennen. Da sich das Wetter an diesem Osterwochenende von seiner schönsten Seite zeigt und der Ausflug mit dem Volvo Bi-Fuel sowie als Fahrt ins Blaue geplant war, wird der 13-Kilometer-Umweg unter „um eine Erfahrung reicher geworden“ abgebucht. Das überaus nützliche Navisystem lotst dorthin und die erste Betankung des Volvo ist leichter als gedacht.

Das ist der normale Alltag der Fahrer von CNG-Autos. Wer sich auf diesen Compressed-Natural-Gas-Antrieb verlässt, muss eine Portion Entdeckermut mitbringen, darf sich über Umwege nicht beklagen, sollte die immer neueste Version seiner Navigations-DVD geladen haben und muss bereit sein, Autobahnen zu verlassen, um im Dickicht fremder Städte neue Zapfstellen anzusteuern.

Zwar ist sie mit einer Fülle an Hinweisen bepflastert, etwa: dass der Wagen sicher mit angezogener Handbremse abgestellt werden soll, die Zündung ausgeschaltet werden muss, nicht geraucht und das Handy nicht bedient werden darf und dass die blinkenden Knöpfe beachtet und gedrückt werden müssen. Das Zapfventil ist sicher aufgestülpt, ruckzuck verriegelt und mit einem deutlich Pfeifen wird beim ersten Druckstoß das Gas in den Tank gepresst. Mit etwa 200 bar wird es schubweise hineingepresst. Dann müssen die Kompressoren das Gas wieder verdichten und erneut einpressen. Drei Mal dauert eine solcher Zyklus, Zeit genug, die Fragen neugieriger Benzintanker zu beantworten.

Gasautos sind machbar, Herr Nachbar

Ja, es gibt zwei Gas-Version. CNG = Compressed Natural Gas (Erdgas) und LPG = Liquid Natural Gas (Autogas). CNG besteht aus Methan, ist im Vergleich zu Benzin nicht so zündwillig und auch nicht so energiereich und seine Mineralölsteuer ist bis 2020 festgeschrieben und kostet zwischen 80 und 89 Cent pro Kilo. Das Autogas (LPG), dessen Mineralölbesteuerung bis 2010 festgeschrieben ist, kommt flüssig bei 10 bar Druck in den Tank und besteht hauptsächlich (etwa 95 %) aus Butan und weiteren Gasen wie Propan. Es wurde früher als Abfall abgefackelt, bis es vor allem in den Niederlanden und England für Automotoren verwendet wurde. Für beide Antriebe gilt, dass sie in Summe weniger schmutziges Abgas als Benziner ausstoßen und durch die ermäßigte Besteuerung deutlich billiger als Benzin, Diesel oder Super sind. Erdgasfahrzeuge haben gegenüber Benzinern einen um ein Viertel geringeren C02-Ausstoß und zu Dieselmotoren eine deutlich geringere Emission an Stickoxiden und pusten kaum Feinstäube aus. Von möglichen Fahrverboten bei Feinstaubalarm wären CNG-Autos nicht betroffen.

Nein, von außen ist dem Volvo V70 nicht anzusehen, dass er mit Gas fährt. Genauer Erdgas, das zum Kochen und Heizen verwendet wird, dessen Reserven länger reichen als Erdöl und das auch zu den fossilen Brennstoffen zählt. Bis auf den dezenten „Bifuel“-Hinweis am Heck versteckt der Kombi seinen Charakter. Einmal hinter dem Steuer Platz genommen, fühlt sich alles wie gewohnt an. In den Blick des Fahrers fallen am Armaturenbrett zwei Anzeigen. Am Display von Tachometer, Tourenzähler und rechter Tankanzeige ist auf der linken Seite eine weitere Anzeige mit grünen Klötzchen über den Hebel am Lenkrad abrufbar, die den Füllstand meldet. Hier werden die an Bord befindlichen flüssigen Benzinreserven des Bi-Fuel registriert. Maximal 29 Liter fasst der Tank, ausreichend für gut und gern 300 Kilometer und 37 Euro.

Das kleine herkömmliche Instrument rechts, zeigt den Füllstand der Gasdruckflasche an. Eine Gasladung schlägt mit 15 Euro zu Buche. Der große Flüssigtank schafft zwar beruhigende Sicherheit auch weite Strecke mit Hilfe von Benin zurückzulegen, ist gleichzeitig auch der Grund dafür, dass der Volvo bei der Besteuerung als ein bi-valentes Fahrzeug geführt wird. Begnügte er sich mit 11 Litern Benzin im Tank, wäre für das dann mono-valente Gasfahrzeug die Besteuerung noch ein Stück günstiger. Weitere Besonderheit, in der Mittelkonsole befindet sich ein Wippschalter mit der Bezeichnung „Fuel“. Wird er gedrückt, kann von Hand auf Benzinbetrieb umgeschaltet werden.

Umgeschaltet wird automatisch schon mit dem Drehen des Zündschlüssels im Lenkradschloss beim Anlassen für den Start und immer dann, wenn der Gasspeicher leer ist. Dann ist ein kaum spürbarer Ruck zu spüren und die fünf Zylinder des 140 PS starken Motors saugen Sprit an. Der Fahrer spürt aber, den Unterschied zwischen Gas und Benzin. Bei plötzlichem schnellen Durchtreten des Gaspedals etwa kann sich der Gasmotor „verschlucken“, er nimmt die Beschleunigung nicht sofort an. Auch ist er allgemein etwas träge und nicht so spritzig wie der Benziner (0 – 100 11s Gas, 10,5s Benzin). Während der Benzinverbrauch laut Normblatt bei 9 Liter pro 100 Kilometer beträgt, werden für den Gasbetrieb 9,4 ccm auf 100 km angegeben. Über den Daumen gepeilt, ist im Alltagsbetrieb mit etwa einer zehnprozentigen Verschlechterung zwischen Gas und Benzin zu rechnen.

Aber der Pilot am Gashahn bedient das Pedal eher pfleglich, um möglichst große Entfernung mit einer Füllung zu schaffen und die eiserne Flüssigreserve nicht benutzen zu müssen. Denn wer sich auf dieses „Abenteuer“ einlässt und Mehrpreis und Mehrgewicht in Kauf nimmt, will am Ende, dass sich über den niedrigeren Kraftstoffpreis seine Investitionen auch bezahlt macht. Die Zahl der Umsteiger ist nach Angaben des Kraftfahrt-Bundesamtes im letzten Jahr um 30 Prozent auf 38 933 zugelassene Erdgasfahrzeuges gestiegen. 31 000 Pkw, 6700 Lkw und 1300 Busse sind noch eine verschiedenen Minderheit und daher sind die prozentualen Wachstumsraten auch so enorm. Allein Rheinlad-Pfalz verzeichnet ein Plus von 75%. Die hohen Benzinpreise sind sicherlich ein entscheidender Grund für die Wechselstimmung. Neue Modelle sollen im Sommer die Palette der Erdgasfahrzeuge erweitern. Auf den Markt kommen der Opel Zafira 1.6 CNG, der Volkswagen Touran EcoFuel sowie der Caddy EcoFuel. Für den Herbst ist der Panda Natural Power angekündigt.

Beim Volvo Bi-Fuel in der Kombiversion mit dem großen Laderaum braucht man keine Kompromisse an Ladevolumen, Zuladung und Fahrkomfort einzugehen. Auf das Reserverad muss man verzichten. Bei Reifenpannen hilft mit der Volvo-Mobilitätsgarantie der ADAC.

P.M.-Online 24.04.2006
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CNG-Bert



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BeitragVerfasst am: 24.04.2006 20:18 Beitrag speichern    Titel: Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden User zur Ignore Liste hinzufügen

Sehr schön.

Nur eines paßt nicht:
Zitat:
Das Autogas (LPG) (...) besteht hauptsächlich (etwa 95 %) aus Butan und weiteren Gasen wie Propan.


Eher umgekehrt: 95 Propan und 5 Butan bis etwa 60/40, je nach Jahreszeit. Butan hat noch ein wenig mehr Kraft pro Volumeneinheit, hat nur den Nachteil, daß es bei Temperaturen unter ca. -5°C nicht mehr ohne Wärmezufuhr vom flüssigen in den gasförmigen Zustand zu bringen ist. Darum muß davon im Winter möglichst wenig im Drucktank sein.

Waidmannsheil
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Pepi



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BeitragVerfasst am: 29.04.2006 13:26 Beitrag speichern    Titel: Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden User zur Ignore Liste hinzufügen

Das ist wieder so ein typischer Test-Redakteur-Bericht, der mit seiner eigenen Unerfahrenheit auf die Allgemeinheit schließt:
Zitat:
Das ist der normale Alltag der Fahrer von CNG-Autos. Wer sich auf...

Und genau das ist natürlich nicht der normale Alltag eines CNG'lers, denn der weiß spätestens nach einem Monat, wo er seine Tankstellen findet und sagen wir mal nach einem halben Jahr auch, was er von diesen Tanken zu erwarten hat Glücklich
Zitat:
Bei plötzlichem schnellen Durchtreten des Gaspedals etwa kann sich der Gasmotor "verschlucken"...

...da würde ich aber mal den Weg in die nächste Werkstatt empfehlen.

Aber sonst ist der Bericht ganz passabel, zumal aus AT. Mein "Testbericht" wäre aber ein anderer... :)

Liebe Grüße
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