Bin neu hier - und habe Fragen zur abgelaufenen Gasflasche

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Alphasierra
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Bin neu hier - und habe Fragen zur abgelaufenen Gasflasche

Beitrag von Alphasierra » 12.01.2012 15:11

Hallo,

zunächst möchte ich mich für dieses Forum bedanken - habe mich zwar erst jetzt registriert, bin aber schon lange interessierter Leser und habe schon eine Menge daraus gelernt, seitdem ich Erdgasfahrer bin. Daher vor allem Vielen Dank an alle, vor allem an die Admins und alle anderen, die dieses Forum pflegen.

Seit Dezember 2012 bin ich begeisterter Erdgasfahrer. Eigentlich wollte ich mir damals ein Auto mit LPG kaufen, habe dann aber einen günstigen gebrauchten Fiesta mit CNG-Anlage erstanden. Trotz einiger Reparaturen und auch Schwierigkeiten mit der Gasanlage bereuhe ich das nicht.. ist halt ein älterer Gebrauchtwagen:
Ford Fiesta 1.3 (JBS), BJ/EZ 2001/2002 3türer mit 44 kW.

Da mein Auto im Februar zum TÜV muss habe ich mal die Verkleidung um meine Gasflasche abgeschraubt und festgestellt, dass die Flasche geprüft werden müsste. Sie ist von Faber, wohl 64l und hat keine Zulassung nach ECE R110. Eingestempelt ist als Herstellungsdatum 07/01, d.h. sie ist seit Juli letzten Jahres abgelaufen.
Die Prüfung würde ich bei Peltner in Vlotho machen lassen, weil das nicht weit weg von mir ist und öfter von guten Erfahrungen mit der Firma berichtet wurde. Da so eine Prüfung mit Ein- und Ausbau aber recht teuer ist, hatte ich die Idee, mir gleich eine günstige und etwas größere Flasche mit Zulassung nach ECE R110 mit noch etwas "Laufzeit" zu besorgen und einbauen zu lassen, da mir ein paar km Reichweite schon sehr recht wären. Im Moment schaffe ich mit H-Gas im Idealfall max. 200km.
Dazu hätte ich ein paar Fragen, wäre dankbar, wenn jemand helfen kann:

1. Gibt es Einwände gegen den Einbau einer etwas größeren Flasche, voraussgesetzt, sie passt in mein Auto?
2. Hat Jemand Erfahrungen, wieviel so eine Umbauaktion (ganz grob) kosten könnte?
3. Hat jemand eine Flasche nach ECE R110 zwischen 70 - 80l zu verkaufen, die inkl. Ventil max. 88cm Länge hat?
4. Falls ich die alte Flasche behalte: Kann man diese selbst ausbauen, wenn man sie leerfährt und den Notabsperrhahn zudreht, oder sollte man das wegen der Gefahren der Werkstatt überlassen?

Vielen Dank!
alphasierra

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dridders
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Beitrag von dridders » 12.01.2012 17:23

zu 1) nö... dein Problem wird dabei wirklich sein: "vorausgesetzt sie passt in mein Auto"
zu 2) kommt alles drauf an wieviel angepasst werden muss. Im günstigsten Fall etwa 2h Arbeit + "neue" Flasche, im schlimmsten Fall neue Halter + Halterung, Leitung,... dann auch entsprechend mehr Arbeitszeit. Ich schätze etwa 150-300 ohne Flasche. Dazu dann natürlich die Eintragung der anderen Flasche.
zu 3) die Stahlbuddeln sind glaube etwas über 90cm. Eine Composite könnte hinkommen, aber die kosten auch richtig Asche
zu 4) überlass es der Werkstatt, dann brauchst du dir auch keine Gedanken machen wie du das Monster zur Werkstatt transportiert bekommst oder sie rausgewuchtet bekommst. Ausbau ist eh der kleinste Posten und geht normal noch schneller als Einbau.

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Bassmann
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Beitrag von Bassmann » 12.01.2012 17:28

dridders hat geschrieben:...
zu 4) überlass es der Werkstatt, dann brauchst du dir auch keine Gedanken machen wie du das Monster zur Werkstatt transportiert bekommst oder sie rausgewuchtet bekommst. Ausbau ist eh der kleinste Posten und geht normal noch schneller als Einbau.
Jep... Wichtig: Buddel bei der Anreise leer fahren ...

MfG Bassmann
13 Zylinder, 4,25 Liter Hubraum, aber verteilt auf 2 Autos und 2 Motorräder:
Golf4 Kombi 1.6l autom. mit CNG-Nachrüstung, ca. 10€/100km
Polo4 9N3 united 1.4l 5-Gang mit CNG-Nachrüstung, ca. 8€/100km
(jeweils incl. Luxusbrühe)
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Wenn ein einziger Baum umfällt, macht das mehr Lärm, als wenn ein ganzer Wald wächst.

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Beitrag von JM1374 » 12.01.2012 21:05

Seit Dezember 2012 bin ich begeisterter Erdgasfahrer.
Und jetzt bist du noch kein begeisterter Erdgasfahrer :?:

Apropos, laut den Mayas gibt es dann die Erde nicht mehr. :lol: Ich freu mich drauf.
Bertolt Brecht:"Scharfes Denken ist schmerzhaft, der vernünftige Mensch vermeidet es, wo er kann"

[ externes Bild ] VW Touran Bj. 2007 mittlerweile 237.000km
[ externes Bild ] Green Mover Bulls E45 Bj. 2013 mittlerweile 67.000km

Alphasierra
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Beitrag von Alphasierra » 12.01.2012 21:38

:lol: JM1374,

da hab ich mich wohl um 2 Jahre vertan.. 2010 wäre richtig, und ich bin immer noch ein begeisterter Erdgasfahrer.

Vor dem Weltuntergang muss ich trotzdem noch zum TÜV, denke die machen keine Ausnahme deswegen. Aber wenigstens wird wahrscheinlich die Gasbuddel den Untergang der Zivilisation überleben, die sollen ja irre stabil sein.. ;-)

Vielen Dank an dridders und Bassmann für die Infos.

Werde mal schauen, ob ich Glück habe und eine passende Flasche finde, die ein wenig größer ist.. und ansonsten einfach nach Vlotho fahren und die Werkstatt die alte überprüfen lassen, inkl. Aus- und Einbau.

Gruß,
Aaron

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Bassmann
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Beitrag von Bassmann » 12.01.2012 23:38

Datumfehler ist doch gar keiner. Erdgasfahrer sind bekanntlich ihrer Zeit voraus...

MfG Bassmann
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Beitrag von Alphasierra » 13.01.2012 01:07

Der war gut!

:2thumbs:

sandruschkas
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Neuer Tüv für Gasflasche

Beitrag von sandruschkas » 30.01.2012 19:43

Bei mir hat der Tüv bei der normalen HU festgestellt, dass in meinem Ford KA meine CNG Flasche von Faber 60 Liter (orginal umgerüstet von Ford, sitzt im nun nicht mehr vorhandenen Kofferraum) nach 10 Jahren abläuft.

Habe lange recherchiert was nun zu tun ist: Die Flasche ist kaum noch zu bekommen, wird nicht mehr produziert und kostet ohne Versand so um 500 Euro. Plus Versand plus Aus- und Einbau.

Habe mich dann für neuen Tüv entschlossen. Der ist dann weitere 10 Jahre. Mein Problem war, dass ich in Kiel, nichtmal in Hamburg jemanden gefunden habe, der die Flasche abnimmt - weder der TÜV noch Hersteller von Gasflaschen allgemein.

Habe mich dann zum TÜV Nord, Adresse: Am Tüv 1, Hannover begeben. Mit dem Mitarbeiter Herr Stahlhut habe ich telefonisch einen Termin abgemacht. Mußte mit der ausgebauten und leergefahrenen Flasche hin, 1,5 Stunden warten, Flasche wieder auf den Rücksitz und ab nach Hause fahren. Nach 2 Tagen bekommt man die Urkunde per Post zur Vorlage beim hauseigenen TÜV und irgendwann dann eine Rechnung über 175 Euro plus 19 % Mwst.
Teuer war der Ein- und Ausbau (mehrere Stunden) plus nochmal nach dem Einbau ein Dichtigkeitprüfung vom TÜV, knapp 50 Euro. War nicht billig, aber da der KA dank guter Pflege noch gut in Schuß ist, habe ich es - noch - nicht bereut.

Ach, PS: Herr Stahlhut erzählte mir, die Flaschen würden immer! die Druckprüfung bestehen (die Info hilft ja auch bei der Entscheidungsfindung).

Vielleicht kann ich mit meiner Erfahrung weiterhelfen, macht ja ansonsten Spaß das Erdgasfahren (vor allem beim Tanken)

Gruß,
Sandra

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Bassmann
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Beitrag von Bassmann » 30.01.2012 20:00

@Sandruschkas:
Hallo Sandra! Willkommen im Club!
Da hast Du Dich offenbar richtig entschieden. Noch preisgünstiger geht es doch gar nicht, die Werkstatt muss doch auch noch unter dem Strich was übrig behalten.
Bei den 50€ für die Dichtigkeitsprüfung bin ich allerdings etwas skeptisch. Da hab ich -vorgegeben durch eine Verordnung- einen geringeren Betrag (so um die 30€) im Hinterkopf...

MfG Bassmann
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Beitrag von Alphasierra » 30.01.2012 23:29

Danke Sandra für die ausführliche Beschreibung!

Bin schon am sparen für den TÜV, der ist bei mir im Februar fällig. Ich mache mich schon auf einiges an Kosten gefasst. Nur hoffe ich, dass Peltner in Vlotho den Ein- und Ausbau sowie die Prüfung in einem Aufwasch machen können. Wenn das vielleicht auch kein Geld spart, dann wenigstens Fahrerei.

Aber komisch, dass es in Hamburg keine Firma gibt, die sowas macht..

@Bassmann
Danke für den Tipp. Wenn die Dichtigkeitsprüfung mit der Gasanlagenwiederholungsprüfung gleichzusetzen ist (oder darin enthalten ist), dann kostet's laut TÜV-Preisliste 29,33€?

Gruß,
Aaron

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Beitrag von Bassmann » 30.01.2012 23:45

@Aaron: Genau so hab ich das gemeint. GWP ohne HU ist teurer als die GWP anlässlich der HU, aber die Tarife sind nun mal in einer Verordnung festgelegt. Ich hoffe mal, das Du die passende Verordnung gefunden hast.

OS-Vlotho ist nu aber auch nicht so die große Distanz. Außerdem: Wenn man in Vlotho weiß, welche Buddel Du brauchst, können die auch frisch geprüfte Flaschen im Austausch einbauen. Dann bist Du nach ca. 45Minuten wieder vom Hof (je nach Einbau-Lage der Flaschen).

MfG Bassmann
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Gövi
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Tarife sind frei!

Beitrag von Gövi » 02.02.2012 18:47

:cool:
Nabend!
Die Prüfungsgebühren für die GAP/GWP sind
nur für die Prüfstellen festgeschrieben und
können in den Werkstätten frei gewählt werden!
Also sind 50€ zwar nicht billig aber wenn die
Werstatt z.B. die Flaschen freilegen mußte
geht der Preis in Ordnung.
MfG Gövi
Gasgeben schadet ja nicht !

Alphasierra
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Beitrag von Alphasierra » 23.03.2012 15:06

Hallo,

seit Dienstag habe ich jetzt meinen geprüften Gaszylinder von Peltner aus Vlotho. Hat zwar ne Weile gedauert, weil ich erst ein paar Wochen auf die nächste Flaschenprüfung warten musste. Dafür habe ich die Flasche - wie von Bassmann schon vorher vermutet - im Austausch bekommen, also nur 1x Anfahrt. :-)

Das ganze hat zwei Stunden gedauert, inkl. zur Tankstelle fahren und anschließende Dichtigkeitsprüfung. Kosten 300 € netto = 357 brutto. Dazu habe ich freundlicherweise diese transparente Gummihülle um das Ventil an der Gasflasche kostenlos bekommen - die kostet wohl normalerweise 27 € nochwas netto.

Letzlich habe ich mich auch entschieden, die Flaschengröße beizubehalten, damit der sowieso nur noch spärliche Kofferraum nicht noch kleiner wird. Der Vorteil daran ist wenigstens, dass ich bei Autobahnfahrten ausreichend oft Pausen mache... ;-)

Ich kann also Peltner nur empfehlen, sehr freundlich und was ich so mitbekommen habe, auch ziemlich günstig!

Schöne Grüße,
Aaron

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Beitrag von SiggyV70 » 23.03.2012 18:08

Hallo Aaron,
danke für deine abschließenden Bericht. Das wird dem einen der anderen helfen der auch vor dem Problem steht :cng:

Gruss SiggyV70
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